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Washington ist eine gefallene Stadt. Amerika ein gefallenes Land. Seit 15 Monaten ist die Welt eine einzige Todesfalle. Die Toten haben sich erhoben, die Lebenden müssen sich verstecken. Glaubst du, dass du zu den wenigen Glücklichen gehören wirst, die überleben können? Hast du das Zeug, das dich zum Survivor macht? Wirst du letztlich zu einem der vielen untoten, verwesenden Gesichtern oder kannst du dich behaupten?

Dead World ist ein FSK 18 geratetes RPG, welches seit 3 Jahren seine Spieler in die gefährliche, postapokalyptische Welt im Jahr 2015 rund um Washington D.C. führt. Hier geht es zu den Kolonien!
Das Gefängnis ist überrannt. Die Untoten haben sich der Mauern bemächtigt und diejenigen, die sie ihr Zuhause genannt haben, mussten fliehen. Aber das Glück im Unglück führte dazu, dass sich die Gruppe in einer Wohnwagensiedlung niederlassen konnte.
Der Anführer des Asylums ist auf Mission verschollen. Die Kolonie weiß noch nicht, dass er nicht wieder kehren wird. Die Lebensmittel sind knapp, ihre Mauern nur provisorisch repariert.
Juli - August 2015. Ein heißer Sommer, der schon einmal mit einem heftigen Gewitter überrascht hat.

Die Sonne bestimmt in der Region das Wetter, doch hin und wieder kann es zu Unwettern kommen. Die Höchsttemperaturen steigen bis auf 36 Grad am Tag und 24 Grad in der Nacht an.

Wir empfehlen Lichtschutzfaktor 50!

#1

Gemeinschaftsbad

in Schlafzellen 28.06.2016 20:25
von Benjamin Harper (gelöscht)
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.....................

zuletzt bearbeitet 02.09.2017 23:03 | nach oben springen

#2

RE: Gemeinschaft´s Bad

in Schlafzellen 28.06.2016 23:24
von Victoria Castle (gelöscht)
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← Innenhof

Der Strom funktionierte schon seit ungefähr dem Anfang der Apokalypse nicht mehr, sodass Victoria gezwungen war, die hölzerne Tür offen zu lassen. Ansonsten würde sie im dunklen Gemeinschaftsbad wenig erkennen, denn die kleinen Fenster spendeten nicht besonders viel Licht. Ihren verdreckten Orange farbenen Rucksack nahm sie ihrem Rücken und legte es zu ihren Füßen auf den von Zeit zu Zeit angestaubten Boden. Das Adrenalin jagte immer weniger durch ihren Körper und die junge Frau ließ ihre schmalen Schultern müde sinken, während sie nach einem Stück Seife suchte.

Als sie einen teilweise brauchbaren Schwamm ins Waschbecken griffbereit zurücklegte, öffnete sie kurzerhand die ersten Knöpfe ihrer Bluse. War es eine richtige Entscheidung gewesen, Lucia und Clarke alleine auf dem Innenhof zu lassen? Was, wenn sie sich verliefen und sie mitten in die Stellen liefen, die noch nicht von allen Beißern befreit worden waren? „Jetzt mach dir nicht so viele Gedanken“, murrte sie verärgert über ihr überfürsorgliches Verhalten. Anschließend schrubbte sie das Blut von ihren Händen und unterdrückte den Drang, sich hier und jetzt zu übergeben. Vermutlich würde sie einige Tage brauchen, um Clarke wieder richtig in die Augen blicken zu können, ohne sich Selbstvorwürfe zu machen. Glücklicherweise nahm es ihr besagte Person nicht böse, was Victoria viele Schuldgefühle abnahm.

Ein weiteres Mal befeuchtete sie den Schwamm und glitt damit über ihre nach und nach rot gewordene Haut. Wird sie sich überhaupt jemals an den Anblick von Blut gewöhnen? Das musste sie leider, um zu überleben. Sie konnte sich nicht ewig an ihre Wunschvorstellungen, dass alles irgendwann gut werden würde, klammern. Zumindest gab sie sich Mühe, die Hoffnung niemals zu verlieren. Nachdem ihre Arme vollkommen von der roten klebrigen Substanz befreit worden waren, beschäftigte sich die junge Frau damit, die restlichen Flecken von ihrer grauen Bluse zu entfernen. Selbstverständlich trug sie derweil ihr weißes Top. Damit sie sich davon abhielt, in eine negative Richtung zu denken, begann sie irgendetwas unmelodisches leise vor sich hin zu summen. Victoria war nie eine Musikerin – sie war eher der Typ für Malerei und Kunst.

Plötzlich hörte sie einen Gegenstand, sicherlich ein Eimer, aus dem hinteren Teil des Raumes laut umfallen, wobei daraufhin ein brummiges Fluchen folgte. Victoria schaute über ihre Schulter in Richtung des Krachens und musste die Augen zusammenkneifen, um die stämmige Person vor sich erkennen zu können. Als der jemand nahe genug war, um ihn auszumachen, strahlte ihr Gesicht schlagartig vor Freude auf. „Jax! Achtest du schon wieder nicht darauf, wo du hinguckst oder was?“ Sofort brach sie ihre kleine Aufgabe ab und kam ihrem besten Freund entgegen. Obwohl Victoria wusste, dass er vermutlich der unsensibelste Mensch auf der Welt war, schloss sie für wenige Sekunden ihre zierlichen Arme um ihn. Währenddessen fiel ihr nicht auf, dass sie ihm nichts von ihrem „Ausflug“ gesagt hatte. Vielleicht hat er nicht bemerkt, dass sie für ein paar Tage fort gewesen war? Immerhin war er ebenso unterwegs. Rasch versteckte sie ihre Hand mit dem Verband hinter ihrem Rücken. In der Hoffnung, ihre Unsicherheit zu verbergen, schenkte sie ihm ein herzliches Lächeln. „Ich bin froh, dich zu sehen. Wie war euer Trip? Irgendeine Spur von Leo’s Tochter?“ Wenn man Jax kannte, hat man irgendwie automatisch auch mit seinem Kumpel Bekanntschaft geschlossen.

@Jackson Riggs

zuletzt bearbeitet 28.06.2016 23:28 | nach oben springen

#3

RE: Gemeinschaft´s Bad

in Schlafzellen 29.06.2016 22:36
von Jackson Riggs (gelöscht)
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>>>> von draußen^^

Mit ausdrucksloser Miene stapfte Jax über die fröhlich vor sich hin wuchernde Wiese. Sein graues T-Shirt war verdreckt und voller Grasflecken, an seinen Händen klebte Blut und Erde. Mit dem Handrücken wischte er sich im Gehen den Schweiß von der Stirn.
Die Leiche der jungen Frau hatte er beseitigt. Das Einfachste wäre gewesen, sie einfach irgendwo abzuladen und zu warten bis die Beißer das Problem erledigten. Aber er hatte sich die Zeit genommen ihr ein Grab zu schaufeln. In ein Laken eingewickelt, hatte der Texaner sie in einem Waldstück begraben. Es war keine schmuckvolle letzte Ruhestätte. Kein Kreuz, kein Grabstein, keine Blumen. Aber immer noch ein besseres Ende, als das was die meisten ereilt hatte und viele noch nehmen würden. Verbrennen wäre auch eine Option gewesen, allerdings bestand dabei immer die Gefahr durch den aufsteigenden Rauch noch mehr Beißer oder Gesindel anzuziehen. So hatte er, wenn auch widerstrebend, die Mühe auf sich genommen. Welche er sich nicht hätte machen müssen, wenn sie sie gar nicht erst mitgenommen hätten. Aber sei's wie es sei... Jetzt war der Drops gelutscht.
Von oben bis unten eingesaut und mit Blut besudelt machte er sich mit einem Gesichtsausdruck, wie Rambo, auf den Weg in das Gemeinschaftsbad des Klosters. Mit seinem Ellenbogen drückte er die Türklinke herunter und schob sich durch den Türspalt. Leider war sein Körperbau für solche Spielchen nicht geeignet und auch die Dunkelheit, die in der fensterlosen Kaschemme herrschte, trug nicht dazu bei, dass er die Orientierung wiederfand. Zielgerichtet schaffte er es mit der Eleganz einer besoffenen Ballerina einen Eimer umzureißen und einen Höllenlärm zu veranstalten, dass durch den ganzen Raum schepperte. Unflätig über die bloße Existenz des Eimers fluchend kickte er das Mistding nochmal extra zur Seite. Langsam gewöhnten sich seine Augen an die schlechten Lichtverhältnisse. In seinen Bart brummelnd schritt er auf das Waschbecken zu und nahm den schemenhaften Umriss einer jungen Frau wahr, die er vorher nicht bemerkt hatte. Erst als er näher ins Licht trat erkannte er, wen er da vor sich hatte.
Im nächsten Moment hing sie auch schon an seinem Hals und Jax war im ersten Moment so perplex und überfordert, dass er nicht wusste wohin mit sich.
Sie war so zierlich dass er problemlos ihre Arme um sie schlingen konnte, auch wenn er sich dafür ein ganzes Stück herunterbeugen musste. Unbeholfen tätschelte er ihr über den Rücken und seine Lippen kräuselten sich zu der Andeutung eines Lächelns. Es war schön sie wiederzusehen. Seit er und Leo aufgebrochen waren, waren einige Tage vergangen und – auch wenn er das nie und nimmer zugeben würde und jeden ohne mit der Wimper zu zucken aufschlitzte der etwas derartiges andeutete – hatte er oft an sie gedacht.
„Hey, Kleines.“ , entgegnete der Ex-Knacki ihre Begrüßung mit einem breiten Grinsen. "Ganz gut, aber nein..." Er schüttelte den Kopf um seine Aussage zu untermauern. "Keine Spur von ihr." Wie sehr das Leo mitgenommen hatte brauchte er wohl nicht hinzufügen. Auch wenn sein bester Freund immer noch an der Hoffnung festhielt seine Tochter eines Tages wiederzufinden, wusste Jax dass, dieser Funken bei jeder erfolglos abgeschlossenen Suchaktion schwächer wurde.
Toris Glück war, dass er bisher noch nicht mitbekommen hatte, dass sie sich während seiner Abwesenheit ebenfalls ein paar Tage verdrückt hatte. Noch hatte ihm das keiner gesteckt. Sonst hätte er sie schon längst nach allen Regeln der Kunst zusammengefaltet. Allerdings konnte sie nicht verbergen, dass sie aussah wie frisch durch ein Kriegsgebiet gekämpft und je länger er sie in Augenschein nahm, desto mehr fiel ihm das auf.
„Und wieso, verdammte Scheiße, bist du voller Blut? Was ist das? Deins? Bist du verletzt?“ , fuhr er augenblicklich hoch und seine Lautstärkte schraubte sich von Wort zu Wort nach oben. Dass er gerade keinen besseren Anblick darbot blendete er geflissentlich aus. Ohne eine Antwort abzuwarten schob Jackson seine beste Freundin an den schmalen Schultern eine Armlänge von sich. Seine grauen Augen musterten sie prüfend von Kopf bis Fuß um sie nach eventuellen sichtbaren Verletzungen abzuchecken. Er konnte sich gerade noch zusammenreißen um sie nicht wie bei einer Leibesvisitation abzutasten, aber dennoch spiegelte sich unbeherrschte Besorgnis in seiner sonst komplett verschlossenen Miene. Auch wenn sie ihn nie in seinem orangenen Overall gesehen hatte, konnte er seine Vergangenheit nicht leugnen. In solchen Situationen kam sie immer wieder durch. Sein Blick fixierte sich auf die Hand, die sie mit einer Unschuldsmiene auf ihrem Engelsgesicht hinter ihrem Rücken zu verbergen versuchte und er verengte die Augen. "Tori....?" , sagte Jax langsam und mit drohendem Unterton.

@Victoria Castle

zuletzt bearbeitet 29.06.2016 22:50 | nach oben springen

#4

RE: Gemeinschaft´s Bad

in Schlafzellen 30.06.2016 17:17
von Victoria Castle (gelöscht)
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Die junge Frau erwartete keineswegs, dass er ihre Umarmung sogleich erwiderte. Schließlich kannte sie Jax gut genug, um zu wissen, dass er nicht wirklich zu der weichen Sorte gehörte. Sondern ihr war es wichtig, ihm deutlich zu machen, wie sehr sie ihn über die paar Tage vermisst hatte. Die beiden hätten nicht unterschiedlicher sein können, und trotzdem wollte sich Victoria ein Leben ohne ihren besten Freund nicht vorstellen. Es war ein schönes Gefühl, seine viel größere Hand auf ihrem Rücken zu spüren, denn augenblicklich fühlte sie sich geborgen und vergaß vor allem ihre jüngsten erschütternden Erlebnisse.

Einen Moment später nahm Victoria ihre schmächtigen Arme von seinem Hals und sank zurück auf ihre Fersen. Jax lächelte nicht oft oder strahlte vor Frohgemut, sodass es sie umso mehr freute zu sehen, wie seine Mundwinkel ebenso zu einem breiten Grinsen verzogen waren. Den Spitznamen, über den sie sich in der Vergangenheit nicht zum ersten Mal beschwerte, hatte sie sich schon lange mit abgefunden.
„Schon wieder nicht?“, entfuhr ihr ein bedrücktes Seufzen. Victoria machte sich keine großen Anstrengungen, ihre Enttäuschung zu verbergen. Zwar konnte sie definitiv den optimistischeren Menschen zugeordnet werden, doch auch sie bemerkte, wie aussichtslos die Situation für Leo’s fünfzehnjährige Tochter war, selbst wenn sie es nicht wahrhaben wollte. Andererseits hat sogar Clarke’s kleine Schwester ohne Hilfe überlebt, die vermutlich im selben Alter sein müsste.

Unglücklicherweise fiel Jax auf, dass ihre Kleidung vollkommen verschmutzt war. An ihrer blauen Jeans klebten noch immer Flecken von Blut. Sie hätte noch die Möglichkeit gehabt, es grob zu entfernen, wenn ihr bester Freund ein paar Minuten nachher in das Gemeinschaftsbad getreten wäre. Victoria unterdrückte innerlich ihren Ärger, da sie eigentlich erhofft hatte, ihm nichts über ihren Ausflug erzählen zu müssen.
„Ssch, Jax. Jetzt werd‘ nicht so laut“, erinnerte sie ihn beschwichtigend. Bei seinen verhärteten grauen Augen sowie seiner allmählich zornig werdenden Stimme wagte es Victoria nicht, zu ihm aufzusehen, da sie sich so vorkam, als wäre sie bei etwas Unerlaubtes ertappt worden. Stattdessen hatte sie den Blick beschämt zu Boden gesenkt und hob letztendlich ihre bandagierte Hand in die Höhe. Bevor Jax sie noch mit weiteren Fragen durchlöcherte, kam sie ihm in einer ruhigen Stimme zuvor.

„Es ist alles in Ordnung“, versuchte sie ihm zu erklären. Es würde keinen Sinn machen, ihn anzulügen. „Ich bin in die Stadt gegangen, um die Läden nach Vorräten zu durchsuchen. Da kam mir aus heiterem Himmel eine Frau in einer Bar entgegen und du kannst dir bestimmt denken, was passiert ist.“ Behutsam legte sie seine Hände von ihrer Schulter und drückte diese entschlossen, ehe sie sie aus ihrem Griff befreite. „Sie hatte einen Hund dabei. Ich bin mir sicher, dass es die Rasse von Hund ist, die du magst.“ Victoria schmunzelte amüsiert. Es würde ihr das Herz brechen, wenn sich die zwei stritten, weswegen sie versuchte, die angespannte Stimmung aufzulockern.

„Jedenfalls… Ich habe statt den Hund die Frau verletzt, nachdem ich von ihm gebissen wurde. Zu meinem Glück war die Person Ärztin und weil…“ Sie musste tief Luft holen, weil Bilder von einer blassen, halbtoten Clarke vor ihrem Auge auftauchten. „Ich ihren Arm so schrecklich zugerichtet habe, wollte ich sie nicht einfach zurücklassen. Zudem hätte ich mir sonst eine Infektion eingefangen.“ Am Ende ihrer kurzen umfassenden Erzählung bildete sich ein schwaches Lächeln auf ihren Lippen.
„Es ist alles gut“, wiederholte sie beharrlich. „Du kannst die Verletzung gerne sehen, wenn du mir nicht glaubst. Schmerzen tut es übrigens nicht. Im Grunde genommen hätte es schlimmer kommen können.“ Daraufhin gab sich Victoria die Erlaubnis, ihn ebenfalls von oben bis unten zu mustern. Obwohl er nicht den Eindruck machte, als wäre er verletzt worden, weiteten sich ihre blauen Augen bei dem Anblick des Blutes unmerklich. „Du sahst auch schon mal besser aus. Was habt ihr angestellt? Moment, das ist doch nicht auf eurer Tour passiert, oder?“ Entschieden griff sie nach seiner Hand, wobei sie ihn im Anschluss daran an den Waschbecken zog. Ihre nasse Bluse räumte sie ordentlich zur Seite. „Komm, lass mich das sauber machen. Die Leute sind sowieso schon genug eingeschüchtert von dir.“ Abermals entfuhr ihr ein munteres Lachen aus der Kehle. Victoria hoffte von ganzem Herzen, dass er nicht allzu wütend auf sie für ihr unachtsames Verhalten war. Sie verstand außerdem seine Sorge, da Victoria praktisch Gefahr anlockte, wo immer sie auch war. „Tut mir leid, in Ordnung? Ich wollte nur etwas gutes tun. Das nächste Mal gehe ich nicht ohne dich oder zumindest lasse ich dich davon wissen.“

@Jackson Riggs

zuletzt bearbeitet 30.06.2016 17:19 | nach oben springen

#5

RE: Gemeinschaft´s Bad

in Schlafzellen 01.07.2016 17:51
von Jackson Riggs (gelöscht)
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„Nein.“ , wiederholte er mit müder Stimme und schüttelte seinen zu Boden geneigten Kopf. „Wir haben wirklich die ganze Umgebung durchkämmt… Nichts.“ Er sah Toris Anteilnahme an dem Fehlschlag und bewunderte es insgeheim. Er hegte ähnliche Gefühle, konnte sie jedoch nicht so zum Ausdruck bringen. Diese empathische Schiene war eher ihr Ding. Doch er glaubte zu wissen, was in ihr vorging. Die Wahrscheinlichkeit ein junges Mädchen, das seit Wochen vermisst wurde wiederzufinden war schon kein vielversprechendes Unterfangen gewesen bevor die Erde mit kannibalischen Untoten bevölkert war. Nun war standen die Chancen praktisch unter null die Kleine heil und unversehrt ausfindig zu machen. Darüber machte er sich überhaupt keine Illusionen. Dennoch zog er jedes Mal mit los, wenn Leo zu einer weiteren Suchaktion aufbrach. Allein schon aus dem simplen Grund, das er nicht wollte dass sein bester Freund alleine den Wald durchkämmte und dabei möglicherweise draufging. Denn nicht nur Beißer stellten da draußen eine tödliche Gefahr dar. Das hatten sie heute erst wieder erleben dürfen, als die Bastarde aus dem Hinterhalt auf sie geschossen und dabei die junge Frau getötet hatten, deren geronnenes Blut nun an seinem T-Shirt klebte.
Doch da war er in diesem Raum nicht der Einzige. Jacksons Augen weiteten sich als er das ganze Ausmaß erkannte.
Er sollte nicht so laut sein? Leichter gesagt als getan, denn er war außer sich! Die Kleine sah aus als hätte sie gerade ein Attentat überlebt und er sollte sich beruhigen? Verdammt, das hing ganz von der Story ab, die sie ihm jetzt auf den Tisch legte. Ohne ihn anzublicken hielt die junge Frau ihre verletzte Hand in die Höhe, die mit einem Verband umwickelt war. Für einen Moment stockte ihm bei diesem Anblick der Atem und der Mund stand ihm offen. Was zur verdammten… Ehe Jax zu einem weiteren Bombardement an Fragen ansetzen konnte erklärte sie ihm ruhig und sanft, was geschehen war. Schon bei der ersten Aussage wollte er ihr wieder ins Wort fallen. „In Ordnung“ war schon mal nichts, denn sie war verletzt und das war für ihn ein Umstand, der alles andere als in Ordnung war. Sie spazierte einfach allein in die Stadt?! Was dachte sie sich nur dabei? Seine Lippen formten einen schmalen Strich als er sie aussprechen ließ, was ihm ein hohes Maß an Selbstbeherrschung abverlangte.
Mit gestrafften Schultern verfolgte er den Rest ihrer Geschichte. Wie sie in einer Bar auf eine andere Überlebende und ihren tierischen Begleiter gestoßen war. Ihr zaghaftes Lächeln zu erwidern war für ihn in diesen Sekunden unmöglich, denn seine Gedanken überschlugen sich. „Das ist nicht witzig, Tori." , knurrte er mit tadelndem Unterton. Für einen Moment siegte dann aber doch seine Neugier. "Ein Dobermann?“ , hakte er nach ohne irgendein Zeichen erkennen zu lassen, dass er sich mit ihr darüber amüsierte. Für ihn war das alles andere als witzig oder ein Spaß.
Als Tori dazu kam wie es auf einen Kampf hinausgelaufen war, richtete er sich mit einem Aufblitzen in den Augen ein Stück gerader auf. Obwohl sie ihm versicherte, dass es ihm gut ging war Jacksons Puls noch immer am Rasen. Mit wenig Verständnis für die in seinen Augen absolut leichtsinnigen Aktion der jungen Frau rieb er sich mit einer Hand den angespannten Nacken. Jax war ein Mensch mit einer sehr direkten und ehrlichen Natur. Es fiel ihm schwer, dass was er dachte zu verbergen, selbst wenn er es wollte. Seine Gefühle spiegelten sich direkt in seiner Mimik und Gestik. So konnte man aus seinem Gesichtsausdruck ablesen, dass er innerlich am Durchdrehen war über diese Neuigkeit in welche Gefahr sich seine beste Freundin begeben hatte.
"Schon gut, ich glaub dir." , sagte er mit einem Kopfschütteln und seufzte. Dass sie ihm die Wunde zeigte war nicht notwendig. Das Wichtigste war, dass sie ärztlich versorgt war und das war bereits geschehen. "Meine Kriegerin." , murmelte er und seine Augen blitzten mit einem Funken von Belustigung auf. Trotzdem.. der Gedanke hinterließ einen bitteren Nachgeschmack . Die Vorstellung von Tori allein im Kampf mit einer bewaffneten Braut und ihrem Köter löste bei ihm ein mulmiges Gefühl aus. Um es milde auszudrücken. Die Wahrheit war, dass der Texaner am liebsten die Faust gegen die Wand geschlagen hätte. Aber bis her hatte er sich in ihrer Gegenwart ganz gut zusammengerissen und das würde er auch weiter tun. "Aber verdammt, denkst du auch mal daran was dir alles hätte passieren können? Mach so einen Scheiß nicht nochmal! Was das?", fügte er hinzu und zupfte geradzu gleichgültig an seinem Shirt, als sie darauf zu sprechen kam. Eleganter Gesprächswechsel, aber so schnell kam sie ihm nicht davon. Widerstandslos ließ er sich, seine Riesenpranke in ihrer kleinen Hand, ans Waschbecken führen. "Is' nich' von mir. Haben draußen eine angeschossene Frau eingesammelt und sie hat es nicht geschafft. Ich hab sie draußen begraben." Daher auch die Erdklumpen und Grasflecken. "Und du weißt genau, dass es mich nicht kümmert was die anderen denken." Die Hälfte der Leute war nächsten Monat wahrscheinlich genauso tot wie Jupiter. Daher interessierte ihnen ihre Meinung herzlich wenig. Die einzigen, die er hier drinnen brauchte waren sie und Leo.
Seine verhärtete Miene glättete sich allmählich und er spürte wie sein Zorn verpuffte, als sie sich aufrichtigen Herzens bei ihm entschuldigte.
"Versprich es mir." , verlangte er. "Ich meine es ernst. Versprich es."

@Victoria Castle

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#6

RE: Gemeinschaft´s Bad

in Schlafzellen 02.07.2016 21:34
von Victoria Castle (gelöscht)
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Gerne hätte Victoria ihm vorgeschlagen, dass sie vielleicht eines Tages mit auf die Suchaktion nach Leo’s Tochter aufbrechen sollte. Je mehr Leute, desto besser, oder? So schnell gaben sie sicherlich nicht ihre Ermittlung auf. Jedoch bezweifelte sie stark, dass Jax besonders angetan von dieser Idee wäre, wenn sie eben erst beichtete, wie unerfahren sie mit dem Kämpfen war. Selbst ein Blinder würde erkennen, dass der ältere Mann vor ihr sich alle Mühe machte, sich nicht von seinen Gefühlen leiten zu lassen und daher versuchte, seinen Zorn zu unterdrücken. Trotz allem schätzte Victoria seine Sorge sehr und insgeheim war sie auch ein bisschen geschmeichelt. Dass ausgerechnet er den Nerv besaß, sich um eine naive und harmlose Person wie Victoria zu kümmern, hätte sie niemals erwartet.
Ihr liebenswürdiges Lächeln erlosch bei seinem entnerven Knurren in einer Sekunde. „Ich mache überhaupt keine Witze. Das ist mir nur aufgefallen. Jax, irgendwann wäre sowieso jemand nach Vorräten suchen gegangen. Entweder sie oder ich.“ Kopfschüttelnd entfuhr ihr ein kleines, gedemütigtes Seufzen. Es war nicht richtig, ohne weitere Begleitung in die Stadt gezogen zu sein. Allerdings schenkte sie niemand anderem ihr vollstes Vertrauen als ihm, und weil er zu diesem Zeitpunkt nicht dagewesen war, wollte sie beweisen, dass sie sehr wohl in der Lage dazu sei, in die Stadt zu gehen und ihr zu Hause wieder heile zu erreichen.

Verwirrt zog sie eine Augenbraue in die Höhe. War das eine rhetorische Frage? Weil sie es aufgrund seiner weiterhin eisernen Tonlage nicht einschätzen konnte, nickte sie langsam, aber ihre blauen Augen funkelten munter auf. „Ja, richtig, ein Dobermann. Doch so schnell gibt die Besitzerin ihre Hündin nicht her“, fügte sie grüblerisch hinzu, als sie an den starken Willen ihrer neu gewonnenen Freundin dachte. Anschließend zuckte sie mit den zierlichen Schultern. „Wir finden dir schon einen eigenen.“
Jax‘ Hand gelangte zu seinem Nacken, sein Kiefer war verhärtet, da er vermutlich die Zähne zusammengebissen hatte. Genau aus diesem Grund wollte die junge Frau ihren besten Freund nichts über dieses Thema wissen lassen. Von diesem Moment an würde er sich unnötig mehr Gedanken machen und sie ungerne für mehrere Stunden aus den Augen verlieren wollen. Mitfühlend verzog Victoria das Gesicht, hielt es jedoch für das Beste, keine weiteren Widerworte zu geben.

Glücklicherweise war es nicht von Belang zu erwähnen, dass sie sich durch den Wald, wo die Walker bereits auf sie warteten, durchlugen mussten und anschließend den Weg durch die Katakomben genommen haben. Hätte ihre Verbündete nicht rechtzeitig eingeschlagen, dann würde Victoria höchstwahrscheinlich nicht länger hier stehen. Reflexartig ertastete sie ihre Beule am Hinterkopf. Bevor sie sich jedoch zu auffällig verhielt, griff sie mit ihrer Hand nach dem Schwamm, den sie zunächst unter dem Wasser im Waschbecken säuberte. „Wenn du mir das Schießen beibringen würdest, wäre ich tatsächlich irgendwann eine Kriegerin. Dann bräuchte ich dich nicht länger.“ Sie schmunzelte neckisch, was für ihr normales Verhalten nicht üblich war. Natürlich meinte sie ihre Worte nicht ernst. Ihren besten Freund würde sie schließlich immer brauchen, woraus sie ebenso kein Geheimnis machte. Und von ihm getrennt zu sein, war so, als würde der wichtigste Teil von ihr fehlen. Das hat sie auf ihrem Ausflug gut genug realisiert.

Augenblicklich hellte sich ihre gespannte Miene auf. „Wie oft muss ich dir eigentlich noch sagen, dass wir in einer Kirche sind und du nicht ständig fluchen darfst?“ Seine erste Frage ignorierte sie geschickt. Zu Victoria’s Persönlichkeit gehörte definitiv, dass sie selbstlos war, egal, ob es ihr zum Verhängnis wurde oder nicht. In den meisten Situationen verschwendete sie keinen Moment, um sich darüber deutlich im Klaren zu sein, sondern handelte einfach.
„Oh. Ich bin mir sicher, ihr habt alles getan, um sie zu retten“, brachte sie mitleidsvoll heraus, während sie mithilfe des Schwamms ein Fleck getrocknetes Blut von seiner Wange abwischte. Etwas anderes fiel ihr nicht ein, vor allem, weil ihre Gedanken automatisch zu Clarke rüber wanderten. Was würde passieren, wenn nicht rechtzeitig Hilfe geeilt wäre? Wäre sie dann quasi eine Mörderin? Allmählich wurden ihre Augen glasig und sie blinzelte, um die aufkommenden Tränen rasch loszuwerden.
„Versprochen“, erwiderte sie gefasst und streckte ihm sogleich den kleinen Finger ihrer gesunden Hand vor die Nase. „Indianerehrenwort, falls du auch genau sicher gehen möchtest. Außerdem ist mir bewusst, dass dir die Meinung von anderen egal ist, aber ich muss dich dennoch dazu nötigen, wenigstens dein Shirt auszuziehen, damit ich es waschen kann.“ Ein Glück schien die Sonne, sodass ihre Klamotten bald getrocknet waren.

@Jackson Riggs

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#7

RE: Gemeinschaft´s Bad

in Schlafzellen 03.07.2016 02:29
von Jackson Riggs (gelöscht)
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Ihr Lächeln war von einer Sekunde auf die andere aus ihrem weichen Gesicht gewischt. Aber er wäre nicht Jackson Riggs, wenn er es nicht schaffen würde immer noch eine geladene Portion an Liebenswürdigkeit, Verständnis und Empathie draufzupacken. Ironie Ende.
„Sorry Sweetie, aber es wäre mir tausendmal lieber gewesen, wenn „sie“ gegangen wären als du. Nichts für ungut, aber du bist eine absolute Niete im Umgang mit Waffen. Ich hab keinen Plan wie du nur denken konntest, was für `ne spitzen Idee es doch wäre einfach mal alleine loszustiefeln anstatt auf mich zu warten.“ Ihr selbstgestecktes Ziel, nämlich zu beweisen, dass sie auch durchaus alleine imstande war ohne größere Verletzungen hatte sie ja wunderbar verfehlt. Dabei konnte sie froh sein, dass es „nur“ ein Hundebiss war und nicht der eines Walkers. Es hätte wesentlich schlimmer ausgehen können und ihm wurde übel bei dem Gedanken. Jax kratzte sich mit dem Handrücken über seine bartstoppelige Wange. Vielleicht schoss er über das Ziel hinaus, aber seine Absicht dahinter verstand sie ja wohl hoffentlich. Ihm wurde jedoch klar, dass es nichts brachte weiter auf ihr herumzuhacken. War nun mal passiert. Das Wichtigste war, dass sie es nicht wieder tat. Noch so ein waghalsiges Experiment würde er nicht verkraften und sie möglicherweise nicht überleben. Das war das Schlimmste an der ganzen Sache.
„Ich kann dich nicht beschützen, wenn ich nicht weiß wo du bist.“ , sagte er so ruhig, wie es ihm in der momentanen Lage möglich war um ihr noch einmal eindringlich klar zu machen worum es ihm hierbei ging. Er hielt sie keineswegs für ein naives Dummchen. In vielerlei Hinsicht war sie schlauer und stärker als er. Aber davon hatte sie nun mal nichts, wenn ein Beißer ihre Gedärme als Spaghettis mampfte. Und nicht nur sie, auch der grummelnde Hühne wollte davon noch länger etwas haben, als nur bis zu ihrem nächsten „Ich-beweise-mich“ Firlefanz Einfall.
Er verdrehte die Augen und schüttelte kaum merklich den Kopf. Wo er einen eigenen Dobermann herbekam war nun wirklich das letzte, was ihn kümmerte. Sie hingegen zerbrach sich darüber halb den Kopf. „Schon gut. Ich werd’s verkraften.“ Zwar lag sie goldrichtig damit, dass es genau die Rasse war, die er am meisten mochte, aber er hatte gerade andere Sorgen als das. Eine seiner Hauptsorgen stand genau vor ihm. Was sie auf ihrer Reise alles durchgemacht hatte und dass sie leicht untertrieb; es war wahrscheinlich besser wenn er davon nicht allzu viel wusste. Sonst saß sie schon morgen in einem abgeriegelten Turm mit einem Drachen als Wachhund. Aber richtigerweise gab es auch andere Mittel und Wege und sie brachte gerade eins zur Sprache, dass ihn ebenfalls sehr ansprach.
„Hmmm, ich weiß nicht, hast du heute Nachmittag schon was vor?“ , erwiderte er, ein freches Grinsen auf den Lippen und wackelte vielsagend mit den Augenbrauen. Der Tag war noch jung. Auch wenn sie in ein paar Stunden keine Lara Croft aus ihre formten, irgendwann musste ja der Anfang gemacht werden.^^ „Obwohl, vielleicht sollten wir das auf einen Tag verlegen, wenn es deiner Hand wieder okay ist.“ Mit einem Kopfnicken deutete er auf den Verband, der die Wunder verdeckt. Für sie als Anfängerin, war es besser beide Hände zu nehmen um die Waffe zu halten. Es würde ihn nicht einmal wundern, wenn sie mit ihren schätzungsweise 40 Kilogramm vom Rückstoß des Schusses direkt nach hinten umgerissen wurde. Leichte Übertreibung? Möglicherweise, aber für Jax kam die junge Frau eben mehr nach der Statur „Tinkerbell“ als „Xena“ und in ihrem Fall war er eh befangen, sodass er sich von Schuhe zu binden bis atmen für alles ein gefährliches Szenario ausmalen konnte, wo sie seines Schutzes bedurfte.
Jax unterdrückte gerade noch rechtzeitig, was ein entnervtes und müdes Aufseufzen geworden wäre.
„Noch dreihundertfünfundsechzigtausendvierhunderteinundneunzig Mal, bitte. Ich verwechsle das hier nämlich ständig mit der Playboy Mansion. Sieht sich einfach so ähnlich. Vielleicht auch noch 3 zusätzliche als Reserve. Mann, Tori…“ , seine Stimme verlor den sarkastischen Unterton und wurde wieder ernst. „Ich bin ein Mörder, ich lande sowieso in der Hölle, also was solls.“ , zuckte er gleichgültig mit den Schultern und stellte sich vor das Waschbecken um seine Hände zu säubern. Da konnte er auch fluchen wie der heilige Judas an Karfreitag. Bei seinen Vergehen war das nur der Tropfen auf den heißen Stein. Allerdings wusste er, dass seine beste Freundin tatsächlich Wert auf so etwas legte und er nahm sich innerlich vor sich in Zukunft mehr zusammenzureißen. Zumindest wenn sie dabei war.
Auf ihre Erwiderung, als er ihr erzählte, woher das Blut an ihm stammte, verzog er die Mundwinkel. „Da gab es nicht viel zu tun. Wenigstens ging es schnell für sie.“ Er glaubte nicht, dass sie noch viel mitbekommen hatte, nachdem sie das erste Mal das Bewusstsein verloren hatte. Ein sanfter Tod. Sie hatte es immerhin geschafft.
Obwohl der 35jährige sich saudämlich dabei vorkam und hoffte, dass jetzt niemand hereinplatzte und ihn dabei sah, hakte er seinen kleinen Finger mit ihrem ein. Er nickte ihr mit ernster Miene zu und damit war der Schwur besiegelt. Eilig ließ er sie wieder los. Als er in ihre ozeanblauen Augen blickte glaubte er etwas zu erkennen, aber er wusste nicht was. Das musste sie ihm schon selber erzählen.
Ohne ihrer Aufforderung nachzukommen, sich die Klamotten vom Leib zu reißen – ha, das hatte sie wohl gern – hob er ihr Kinn mit zwei Fingern an und zwang sie zu ihm aufzublicken und anzusehen. „Ist noch irgendwas passiert?“ , fragte er forsch, aber ohne Drängen nach. Sie musste vor ihm nichts verbergen. Er bekam es ja eh raus. Und er spürte, dass Victoria noch etwas umtrieb von dem sie ihm nicht erzählte.

@Victoria Castle

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#8

RE: Gemeinschaft´s Bad

in Schlafzellen 07.07.2016 00:26
von Victoria Castle (gelöscht)
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Wenn man viel Zeit mit ihm verbrachte, gewöhnte sich ein Mensch an Jax‘ ruppige Art und Weise, sich auszudrücken. Glücklicherweise war Victoria immer geduldig, aber dennoch verschränkte sie ein wenig trotzig die schlanken Arme vor ihren Brüsten. „Ich bin in anderen Dingen gut“, argumentierte sie kleinlaut. „Beispielsweise mit dem Messer. Irgendwann muss ich eben lernen, alleine etwas auf die Reihe zu bringen.“ Vermutlich hörte sie sich gerade wie ein kleines Grundschulmädchen an, was ihr im Nachhinein furchtbar peinlich war. Nichtsdestotrotz war ihr bewusst, dass Jax es alles andere als böse mit ihr meinte. Victoria hatte ihm immerhin einen Mordsschrecken eingejagt, wofür sie sich am liebsten noch weitere hundert Male entschuldigen würde.

Ein kaum hörbares Seufzen ertönte aus ihrem Mund, während sie sich geschlagen gebend den Kopf sinken ließ. Seine raue Stimme besaß plötzlich einen ruhigen Tonfall, woran die junge Frau erkannte, wie wichtig ihm dieses Thema war. „Ich weiß. Das nächste Mal bin ich vorsichtiger“, versprach sie abermals ehrlich, nervös den Schwamm in ihren femininen Händen haltend, welchen sie ordentlich auf seinen Platz am Waschbeckenrand ablegte, da sich ihr Gegenüber keine Mühe machte, ihren Anweisungen nachzugehen. Zwar konnte sie den Anblick von Blut nicht ertragen – vor allem nicht an ihm, weil sie für ein paar Sekunden gerne glaubte, es wäre seins und sich daher jedes Mal erschreckte – doch sie war schließlich nicht seine Ehefrau.

Sofort spürte Victoria die Aufregung in ihr wachsen, als Jax sie mit einem draufgängerischen Grinsen auf den Lippen fragte, ob sie heute Nachmittag etwas vorhabe. „Ist das etwa eine Einladung um ein Date?“, scherzte sie gut gelaunt. Insgeheim vermisste sie es, in einem gemütlichen Bett zu schlafen, denn sie war ununterbrochen auf gewesen, falls man ihr kurzes Nickerchen im Bistro unter einem Tisch versteckt nicht mitzählte. Es war ein Wunder, dass sie sich überhaupt auf den Beinen halten konnte. Aber wann würde sie jemals wieder in Ruhe mit Jax etwas halbwegs Lustiges unternehmen, ohne, dass etwas dazwischen funkte? „Oh, nicht dein Ernst! Jetzt habe ich mich schon so gefreut. Wir hätten die Walker vor dem Eingang als Zielscheiben verwenden können, damit wir keine Kugeln verschwenden.“ Damals wollte Victoria nicht wahrhaben, dass die Beißer real waren – dass diese Welt echt war und es kein Zurück mehr gab. Mittlerweile verstand sie, dass es nicht möglich war, den Infizierten zu helfen und sie sie stattdessen entfernen mussten. Es war kein leichter Schritt für Victoria, diese Tatsache zu akzeptieren.

Letztendlich verengte die junge Frau verärgert ihre blauen Augen. Sie sah über seinen unverschämten Sarkasmus hinweg, aber dass er der Meinung war, er würde ohnehin in die Hölle gelangen und nicht einmal dabei mit der Wimper zuckte…Wahrscheinlich würde er es sowieso nicht spüren, wenn sie ihm mit der geballten Faust gegen den Oberarm stieß, weswegen sie ihn weiterhin mit bösen Blicken bestrafte. „Ich wusste nicht, dass du an Himmel und Hölle glaubst, aber was soll das heißen? Jax, du bist kein Mörder. Und auch wenn, bist du nicht der Einzige, der gezwungen war, jemandem das Leben zu nehmen.“ Keine Ahnung, inwiefern ihn das aufmuntern sollte, jedoch fühlte sie sich als beste Freundin dazu verpflichtet, etwas zu sagen. Victoria zögerte für einen Augenblick, bevor sie zitternd nach Luft schnappte. Ihm konnte sie alles erzählen, egal, worum es ging, rief sie sich in den Sinn. „Die Frau, die ich in der Bar versehentlich am Arm traf. Sie… Sie wäre auf dem Weg hierhin fast verblutet.“ Vorsichtig befreite sie sich aus seinem Griff und legte ihre Hände beschützend um ihren Oberkörper. „Kannst du dir das vorstellen? Ich habe die Nähte nicht fest genug zugezogen, weil ich unter Stress nicht sauber arbeiten konnte. Ich meine… Sie lebt, das ist gut, und sie ist mir auch nicht böse. Trotzdem läuft mir da ein Schauer über den Rücken, wenn ich daran denke, dass sie sogar eine kleine Schwester hat, die nicht einmal älter als achtzehn ist.“ Vielleicht fanden einige ihre Reaktion übertrieben, aber bis jetzt hatte sie in ihrem Leben nichts dergleichen erlebt. Sie brachte ein unglückliches Lächeln zustande, die Mundwinkel erreichten ihre schimmernden Augen nicht. „Bestimmt würden wir beide VIP-Tickets und Cocktails in der Hölle geschenkt bekommen.“

@Jackson Riggs

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#9

RE: Gemeinschaft´s Bad

in Schlafzellen 27.07.2016 21:29
von Nicolas Stone (gelöscht)
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(Sorry ihr beiden, aber wir müssen duschen und ihr seid noch lange abgemeldet :3 - Aber die Duschräume sind ja groß, wir sehen euch einfach nicht ^^ )

[CF: Kloster - Schlafzellen - Schlafraum II]

"Kommt drauf an was du dehnen willst, dann helf ich dir bestimmt gerne...", kaum den Satz ausgesprochen, hätte sich Nicolas liebend gerne selbst Ohrfeigen können. Wie wäre es mal mit nachdenken, bevor man etwas ausspricht? Peinlich schaute er von Damien weg. Das war eindeutig Zweideutig und spiegelte wohl nur die Sehnsüchte von Nicolas wieder. Zeigte Damien wieder einmal, dass Nicolas durchaus an mehr interesse hatte, wie nur an einer Freundschaft. Obwohl der Satz wirklich nicht von ihm gewollt war. Aber Damien war so unbeschreiblich für ihn. Nicolas konnte sich gar nicht richtig konzentrieren, nicht klar nachdenken. Damien raubte ihm einfach alle Sinne und drückte das Verlangen nach mehr in seinen Kopf. Das Verlangen nach Nähe, Berührungen und nach Liebe.
Die zierliche Art von Damien überwältigt Nicolas. Zuerst wurde vermutet, Damien würde nur den Beschützerinstinkt in ihm wecken. Doch es war mehr als nur das. Die Stimme von Damien, brachte ihn innerlich zum schmelzen und auch das kleine niedliche Grinsen des Jungen, meiselte sich in die Gedanken von Nicolas, wie auch ein Bildhauer eine Skulpur anfertigt. Nur schöner, echter und die Skulptur von Damien. Ja, der Beschützerinstinkt war da, aber nicht nur weil Damien nett und hilfsbereit war und derzeit ein wenig schwach, sei es nervlich oder körperlich. Der Instinkt war da, weil Nicolas im wahrsten Sinne Schmetterlinge im Bauch hatte. Er fühlte sich bei Damien wohl und wollte daher auch bei ihm bleiben, komme was wolle.
Haut an Haut aneinandergepresst gingen die beiden Jungs den kleinen Korridor entlang. Nicolas folgte der Wegbeschreibung von Damien und tatsächlich erreichten sie ziemlich schnell die ausgeschilderten Duschräume. Die Tür stand einen kleinen Spalt offen und Nicolas nutzte dies um einen Blick hinein zu erhaschen. Nichts wurde entdeckt. Weder Bewegungen, noch irgendwelche Geräusche. Obwohl Nicolas kurz einmal dachte Stimmen gehört zu haben und ein wenig plätschern von Wasser. Mit Sicherheit war dies aber nur eine Hallozination von ihm.
Vorsichtige Schritte tätigte er beim hineingehen und achtete darauf, dass ihm Damien auch schön folgt und der Rücken frei von Streunern blieb. Die Gemeinschaftsduschen waren schon groß. Aber hier gab es keinerlei Fenstern und der Strom funktionierte logischerweise auch nichts. Ihnen blieb hier also nichts weiter übrig, als die Tür offen zu lassen und das Licht des Korridors zu nutzen. Ein wenig skeptisch Blickte Nicolas in die Dunkelheit des Raumes. Neben ihnen an der Wand stand ein Metalleimer. Wohl wurde der von den damaligen Mönchen auch zum waschen benutzt. Oder er erfüllte einen anderen Zweck. Nicolas trat dagegen und das Metall schepperte auf den Fließen des Raumes. Seinen Gladius in der Hand, allzeit bereit zuzustechen, falls sich Beisser durch den erzeugten Lärm nun zeigten. Aber nichts. Minutenlang bleiben die Beiden regungslos stehen, lauschten in den Raum hinein. Tatsächlich schienen hier keine Untoten ihr unwesen zu treiben. "Drück die Daumen..", sagte Nicolas leise zu Damien, als er sich zu einer der Duschen bewegte. Der Wasserhahn öffnete sich knarcksend, doch das ersehnte fließende Wasser blieb aus. Enttäuscht sah er zu Damien. Das wars? Doch kein Wasser?
Aufgeben stand jetzt nicht auf dem Programm. Mit voller Hoffnung ging er zu einer weiteren Dusche und auch dieser Hahn ließ sich schwer aufdrehen. Doch bei jeder milimeterkleinen Bewegung des Ventils, tropfte umsomehr Wasser aus dem Wasserhahn, bis schliesslich ein fließender, plätschener Duschstrahl sich zeigte. Lachend sah Nicolas zu Damien. Eine Dusche, was früher so alltäglich war, war heutzutage zu etwas besonderem geworden. So wie vieles in dem jetzigem Leben verloren wertvolle Luxusgüter an Wert und wurden zu unnötigen Dingen und nutzlosem Plunder. Wobei der nutzlose Plunder von damals heute wohl die Luxusgüter darstellen.
"Wir sollten uns abwechselnd abduschen, falls wir doch überrascht werden sollten..", schlug Nicolas vor. Damien würde da garantiert zustimmen. Immerhin wäre es besser, wenn zumindest einer Bekleidet war und wache halten konnte. "Geh du ruhig zuerst.." fügte er dann noch hinzu. Er hatte im Sinn, er würde besser Wache stehen können. Ausserdem wollte er irgendwie, dass es Damien gut geht und das er den ganzen Schlamm von sich waschen kann. Sollten sie währenddessen tatsächlich überrascht werden, würde halt nur Nicolas weiterhin dreckig und blutverschmiert rumlaufen. Bei einem kurzem Blick an den Wandrand, enddeckte Nicolas sogar ein Stück Kernseife. Gezielt ging er darauf zu, nahm es auf und hielt es Damien unter die Nase. "Sie mal, sogar Seife liegt hier noch!", sagte er mit einem euphorischem Lächeln.


@Damien Barnes
Sorry, dass es gedauert hat.. Aber es ist schwierig etwas aus einem kleinen Text zu schreiben

zuletzt bearbeitet 27.07.2016 21:29 | nach oben springen

#10

RE: Gemeinschaft´s Bad

in Schlafzellen 28.07.2016 00:40
von Gelöschtes Mitglied
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Bei seinem Spruch schlug mein Herz einen Satz lang nicht mehr. Ich sah ihn lächelnd in die Augen, seine Augen die wie ein schwarzes Loch meine Blicke anzogen und in sich verfangen wollten, nur das sie wohl bereits die Schönheit der Sonne eingefangen hatten. Meine Versuche sich aus seinem Blick loszureißen entpuppten sich bald als sinnlos. Also ging ich einen Schritt näher heran, sah ihm weiterhin in die Augen und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen. Als sich unsere Lippen berührten explodierten wohl die Sonnen in meinem Kopf, welche seine Augen noch nicht eingefangen hatten. Ich presste mich ein wenig mehr an ihn und dann ... "Nach der Dusche nehme ich deine Hilf bestimmt gerne in Anspruch ..." wobei ich mich bereits wenige Sekunden danach genau so hätte ohrfeigen können.
Wieso passierte mir sowas? Wieso verdrehte er mir ... während wir den Korridor entlangliefen musste ich ihn ehrlich gesagt ein wenig anstarren. Mein Blick wanderte zu seinem Gesicht, wieso passierte er mir? Ich meine ich hatte jetzt nicht unbedingt das moralische Leben geführt. Wieso verdiente ich in einen meiner schlimmsten Nächten so ein Wunder? Ich schmiegte ein wenig fester an seinen Körper und konnte nicht anders als seinen Hals zu küssen. Es war eigentlich egal, er wäre schon im nicht-apokalyptischen Leben ein 6er im Lotto gewesen. Wie viel anders mein Leben wohl verlaufen wäre hätte ich ihn damals schon kennengelernt?
In der Dusche angekommen gingen nicht nur seine skeptischen Blicke durch den Raum. Doch ich hielt mich einfach an Nic, auch wenn ich ihn beinahe panisch ansah als er diesen doofen Eimer umwarf. Gerade als ich ihn dafür schon einen Schlag auf die Schulter verpassen wollte bemerkte ich wieso er das tat. Es zeigten sich wirklich keine Beißer und ich entspannte mich erneut, ja ich sollt mich daran gewöhnen ihm etwas mehr zu vertrauen. Doch wir standen noch einige Minuten so, verharrend am Rande der Dunkelheit und beim Gedanken an die Dusche wurde es für mich noch um einiges schwerer ruhig zu bleiben. Doch ich versuchte mich von seiner Ruhe anstecken zu lassen. Doch irgendwann kam die Erlösung, ja hier waren wohl wirklich keine Untoten. Er begann bereits die Duschen zu testen. Als es beim ersten nicht klappte wollte ich bereits enttäuscht Aufgeben, doch Nic´s Geduld schien sich nicht nur auf mich zu beschränken. Beim Zweiten funktionierte der Wasserhahn, doch mein Glücksgefühl wurde schon bald Beiseite gefegt. Die Tür auflassen und ihn Wache halten lassen? Wer wusste schon wie viel Wasser wir hatten, er hatte sich die Dusche genauso verdient ... wobei eigentlich deutlich mehr als Ich. Er hatte zuerst mir geholfen, dann seinem Freund und dann schon wieder mir. Unauffällig durchsuchte ich meine Taschen. Ich wollte keine überflüssigen Hoffnungen machen, wenn ich am Ende dann doch ...
Er schien irgendwas entdeckt zu haben. Zumindest ging er einen Schritt und griff dann nach irgendwas. Als er mir ein Stück Kernseife unter die Nase hielt, welche erstaunlich gut Roch lächelte ich ihn breit an. Ja er war wirklich der Beste und jetzt ... erleichtert atmete ich auf und blickte ihn an. Ein breites Grinsen zauberte sich auf mein Gesicht und voller Stolz und Enthusiasmus hielt ich mein Zippo hoch. Es war immer noch voll aufgetankt, also würde es wohl eine halbe Stunde brennen. Na gut, 20 Minuten wenn wir Pech hatten ... Ich ging zur Tür und schloss sie schnell, wobei ich jeden möglichen Widerstand konstant ignorierte.
Als die Tür sich schloss umfing uns die Finsternis und ich klappte es auf. Ein Klicken später erhellte eine zwar nicht unglaublich starke, aber für unsere Zwecke ausreichende Flamme den Raum. Die Dusche wäre wahrscheinlich eh kalt, also auch keine Dampfschwaden. Ich stellte es auf der Dusch Sparte gegenüber ab, ja unsere Sparte wurde noch zur Genüge beleuchtet und ging dann erneut zurück zu Nic. Mir hing das Herz jetzt zwar in der Hose, aber zumindest würden wir beide Wasser abkriegen.
Ich lächelte ihn an und begann etwas unsicher meine Hose aufzuknöpfen "Also du kannst gerne Wache halten. Doch ich habe noch irgendwo Feuerzeugbenzin in meiner Tasche und wer weiß wie viel Wasser vorrätig ist?" womit ich nun jeden Rest meiner Kleidung herunterstreifte. Im Flacker licht des Benzins sah ich sein Gesicht kaum noch, aber das war wohl auch gut so. Ich schmiss meine übrigen Sachen in eine Ecke und unsere Boxer und das Handtuch etwas versetzt.
In Gedanken tastete ich mich schon langsam an die Kälte heran, als eine Hand dann doch meinen Mund versperrte, während meine Beine mich unters Wasser trugen. Ein unterdrückter Schrei drang leise durch meine Hand. Nach wenigen Momenten nahm ich meine Hand dann doch runter und wand mich dann wieder zu Nic um, das Wasser war zwar eine Erlösung. Doch das etwas kühle Wasser plagte mich gerade. Mein Blick wanderte zum seinem schwach beleuchteten Gesicht, wodurch ich mich dann doch wieder umdrehte "Also ich glaube ich bräuchte dich doch hier. In der Erinnerung waren Duschen echt Wärmer" meinte ich dann lächelnd zu ihm, auch wenn der Gedanke ihn hier gleich auch Nackt neben mir zu haben mir wohl das Blut aus dem Gehirn weiter unten reingepumpt hätte ... wäre da nur nicht die Kälte.
@Nicolas Stone nimms mir nicht übel aber wer weiß wie lange wir Frei von Beißern oder mit Wasser gesegnet gewesen wären.^^also für eine solch schlechte Vorlage von mir war es mehr als Beeindruckend. Also ich fand deinen Post generell gut, nur tut es mir Leid das es durch meinen Schlechten so erschwert wurde^^ hoffe dieses mal hast du genug

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#11

RE: Gemeinschaft´s Bad

in Schlafzellen 28.07.2016 21:32
von Nicolas Stone (gelöscht)
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Der unüberlegte Spruch von Nicolas, kam genauso von Damien zurück. Auch unüberlegt? Oder bewusst gesagt? Das wusste Nicolas nicht direkt in diesem Augenblick. Die Röte in seinem Gesicht stieg an, weil er noch peinlicher berührt war als zuvor. Nicolas mochte zwar erfahren sein, was Frauen anbelangt, schliesslich hatte er bereits die ein oder andere Freundin. Mit Jungs hatte er sexuell gesehen aber noch keinen Körperkontakt. Um so bescheidener genoß er jede Berührung, die ihm Damien schenkte und auch die Küsse auf den Hals im Korridor brachten jede einzelne Zelle in seinem Körper zum zittern.
Die panisch und erschrockene Blicke von Damien, als Nicolas gegen den Metalleimer getreten hatte, bemerkte dieser natürlich. Aber Damien schien zu merken, warum Nicolas das tat und beruhigte sich daher gleich wieder. Wenn wirklich Beisser in den Gemeinschaftsduschen gewesen wären, wären sie bei dem Scheppern des Eimers garantiert erschienen und gierig nach Fleisch sabbernd zu den Geräuschen gekrochen. So konnten sich die beiden Jungs aber sicher sein alleine im Raum zu sein.
Während Nicolas nach dem Stück Seife griff, bemerkte er gar nicht, dass Damien zuvor in seiner Tasche wühlte. Erst nachdem Damien grinsend an der Seife roch, hielt er auf einmal sein Zippo hoch. Nicolas war verwundert, wusste nicht was Damien jetzt mit dem Sturmfeuerzeug unter der Dusche möchte. Plötzlich ging er schnellen Schrittes auf die Tür zu und schloss sie. Noch ehe der Schwarzhaarige etwas sagen konnte, klickte das Feuerzeug und die loderne Flamme erhellte zart die Umgebung.
Das Herz von Nicolas begann wie wild in seiner Brust zu schlagen, als Damien anfing seine Hose aufzuknöpfen. Klar hatte Nicolas das sowieso bereits bei seinem Satz erwartet, dennoch überfiel ihn diese Aufregung. Die Neugier wurde stärker in ihm und kaum konnte er sich auf das Gesprochene konzentrieren. Anderes hatte nun mehr sein Interesse geweckt. Er schloss seine Augen, um sich auf Damiens Worte einzulassen, statt auf seine Hose. In der Tat hatte Damien recht. Das Wasser lief, aber wie lange konnte wohl keiner der Beiden fest bestimmen. Die geschlossene Tür, das Sturmfeuerzeug welches Licht spendete. Es war eindeutig, dass Damien nicht alleine duschen gehen wollte. Nicolas sollte mit ihm unter die kalte Dusche. Vielleicht sogar jetzt genau das Richtige um unpassende Gedankengänge wegzuspülen.
Nicolas tat ihm also gleich. Knöpfte seine Hose auf und entledigte sich der unteren Kleidung. Auch er stand dort nun wie Gott ihn schuf. Sein Blick richtete sich auf die Dusche, in der Damien bereits mit dem Wasser kämpfte. Das schwach loderne Licht deutete die Umrisse des nackten Körpers von ihm an. Sich zwanghaft dazu zu bringen, andere Gedanken zu bekommen, steuerte Damien gleich dagegen. Er brauchte Nicolas unter der Dusche wegen dem kalten Wasser. Jetzt sofort zu ihm? Natürlich wiedersetzte sich Nicolas nicht, schliesslich wollten die Beiden einfach nur duschen. Er ging zu Damien und umschloss ihn von hinten mit seinen Armen. Spendete ihm Körperwärme und erhielt die Gleiche von Damien. Wie einander gemacht formten sich beide Körper passend zueinander, wie Gegenstücke eines Puzzels. Keine Luft wurde dazwischen gelassen und Nicolas streckte seine Arme gen das kalte Wasser. Blitzschnell wurden sie mit einem kurzem schaudern verbunden wieder zurück gezogen. "Das ist ja wirklich arschkalt!", sagte Nicolas entsetzt und zugleich enttäuscht darüber, doch keine einfache kleine Dusche nehmen zu können.
Zweiter Versuch. Die Hände gewöhnten sich langsam an das kalte Wasser. Zart liebkoste er dabei den Nacken von Damien. Selbstverständlich muss Damien gerade in dieser Position erneute Erregungen bei Nicolas merken, oder besser gesagt von Hinten zwischen seinen Beinen definitiv spüren. Aber das interessierte Nicolas gerade nicht. Sowieso stand er bereits mit Damien nackt aneinander dort und eine solche Reaktion war logisch. Er war ja auch nur ein Kerl. Langsam ließ nun er das kalte Wasser in seiner Hand auf die Brust von Damien fließen. Streifte das Wasser immer wieder über die Brust und den Bauch. Seine rechte Hand ließ er dann plötzlich kurz unter dem Bauchnabel von Damien ruhen und wechselte die Hand, mit der er Wasser auf dessen Körper spritze. Diesmal nahm er aber das Wasser höher und ließ es auf seine Schultern fallen. Mehrere Tropfen fließten seinen Rücken hinunter und quetschten sich durch die Brust von Nicolas und dem Rücken von Damien. Schliesslich musste sich Nicolas auch erst an das kalte Wasser ein wenig gewöhnen. Während des ganzen Akts der Gewöhnung, küsste er immer wieder den Nacken und Halsbereich von Damien. Dies würde ihn bestimmt von dem kalten Wasser ein wenig ablenken. "Wo hast du die Seife? Ich seif dich ein..", hauchte Nicolas die Frage zart in Damiens Ohr. Ob sich die Frage schmutzig anhörte? Vielleicht ein wenig. Verführerisch? In dieser Situation bestimmt ....

@Damien Barnes
Ja, war genug

zuletzt bearbeitet 28.07.2016 21:34 | nach oben springen

#12

RE: Gemeinschaft´s Bad

in Schlafzellen 30.07.2016 13:55
von Gelöschtes Mitglied
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Als er begann sich auszuziehen schlug mein Herz immer höher und Gott, wäre die kalte Dusche nicht gewesen wäre mein Blut nicht mehr in meinem Gehirn gewesen. Ich drehte mich erneut zur Wand um, wie man das wohl am besten machte? Ich meine hier ist ja nicht so unendlich viel Platz, aber letztenendes würde es mit ihm weniger kalt sein und in meinem geringen Eigennutz war das ein wirklich schöner Gedanke. Als sich dann seine Arme um mich legten und ich seine Wärme an meinem Körper spürte konnte ich einfach nicht anders als mich ein wenig mehr an ihm zu pressen. Das Schlagen seines Herzens schien mit jedem Bum einen Stoß wärme in mich zu schieben und ich konnte einfach nicht anders als seine Arme mit den Meinen zu umfassen. Mein Herz schlug höher und ich schmiegte mich ein wenig mehr an ihm. Seine Hände zuckten zurück als sie vom Wasser getroffen wurden und ein bibberndes "Ein Blitzmerker bist du also auch" brachte ich lächelnd hinaus. Ihn so um mich zu haben war mehr als Schön, aber meine Sprüche könnte ich mir erst im Grab verkneifen.
Seine Hände tasteten sich erneut ans kalte Wasser heran, während er meinen Nacken mit Küssen bedeckte. Ein zufriedenes Seufzen entrang meinen Lippen, nur damit meine Hormone beginnen konnten in meinem Körper Amok zu laufen. Ich spürte etwas hartes pochendes zwischen meinen Beinen und an meinem Hintern. Ein kleines Stöhnen entrang mir und meine Beine drückten sich ein wenig zusammen. Wo bis jetzt der Großteil meines Verstandes mit dem kalten Wasser beschäftigt war fühlte ich mich nun eher wie ein Atomreaktor. Das kalte Wasser konnte unsere Reaktionen vielleicht Bremsen, aber niemals wirklich stoppen. Seine Hände streichten über meinen Körper und seine Lippen liebkosten meinen Hals und meinen Nacken, Ich presste mich ein wenig mehr an ihn und biss mir auf die Unterlippe. Trotz des kalten Wassers begann nun auch bei mir sich etwas zu regen. Die Situation war dann doch ein wenig zu viel für mich.
Als er mich schließlich nach der Seife fragte schaute ich zu meiner Hand herunter, da war Sie. Ich wollte die Hand heben um ihm die Seife in die Hand zu drücken. Wirklich nachdenken tat ich jetzt nicht. Ein weiterer Kuss von ihm, dieses mal aber so das sich mein Körper sofort zusammenzog und ich die Seife fallen lies. Ohne viel nachzudenken bückte ich mich um sie aufzuheben, wobei allerdings etwas Hartes einmal durch meine Ritze streichte. Würde ich jetzt eine ruckartige Bewegung machen würde es gleich ein wenig schmerzen. Kurz mit dem Gedanken spielend griff ich nach der Seife und hob sie auf. Wobei Seiner erneut über meinen Körper streifte und als er wieder zwischen meinen Beinen war begann sich langsam jeder Teil meines Gehirns herunterzufahren der nicht an ihn dachte um Platz für das Wichtige zu machen. Ich reichte ihm die Seife, wobei ich meinen Kopf drehte um ihm leicht in den Kiefer zu beißen. Meine Zähne streiften über seine Haut und ich drückte ihm die Seife in die Hand "Meinst du die?" fragte ich ihn nicht mehr ganz bei Sinnen.
@Nicolas Stone

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#13

RE: Gemeinschaft´s Bad

in Schlafzellen 07.08.2016 10:32
von Nicolas Stone (gelöscht)
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Weiterhin schmiegten sich beide Körper fest aneinander und kämpften gemeinsam gegen das kalte Wasser der Dusche an. Ein absolutes Gefühlschaos herrschte bei Nicolas. Unsicherheit aber auch Geborgenheit breiteten sich bei ihm aus. Es war gut den Gedanken gehabt zu haben, mit der Dusche weiter voran zu gehen und sich einzuseifen. Dass Damien die Seife allerdings fallen ließ, gehörte nicht zu der Planung von Nicolas. Als dieser sich nun nach der Seife bückte, brach bei Nicolas der komplette Verstand ein. In der ziemlich aufreizenden Position, legte Nicolas beide Hände um die Hüfte von Damien. Wäre mehr Erfahrung vorhanden gewesen, so hätte der Jugendliche wohl druck ausgeübt. So verblieb er allerdings in der Position und biss sich nur ein wenig auf die Unterlippe. Damien griff die Seife und richtete sich wieder auf, biss leicht in das Kinn von Nicolas und fragte verführerisch, ob Nicolas diese Seife meinte.
"Ja, die meinte ich", erwiederte Nicolas ebenso ganz wuschig von der akutellen Situation. Langsam nahm er die Seife, rieb diese in seinen Händen und begann damit den Oberkörper von Damien einzuseifen. Zart rieb er die Schulter und Brust ein und tastete sich immer weiter nach unten. Schliesslich rieb er auch das Becken von Damien mit Seife ein und wanderte leicht ab zu seinem Gesäß. Auch hier ließ Nicolas keine Stelle offen und rieb zart und leicht verführerisch zwischen den Pobacken die Seife hin. Neben ein paar Küssen im Nacken, biss er Damien dort auch ein wenig. Seinen Körper presste er fest an seinen und wurde dadurch auch mit der Seife eingerieben. Zuletzt tastete sich Nicolas mit eingeseiften Händen nach vorne. Spürte die Erregung von Damien und ließ auch dort keine Stelle offen. Behutsam massierte er die Seife ein, und verblieb an dieser Stelle viel länger als an anderen Körperstellen. Die einreibenden Bewegungen wurden ein wenig schneller, sodass die Seife auch bereits anfing ein wenig zu schäumen. Der zuckende Körperteil von Damien verleitete Nicolas nun dazu, fester in dessen Nacken zu beissen und sich anschliessend festzubeissen....


@Damien Barnes
Nochmal sorry, dass dies jetzt gedauert hatte :3
Und ein weiteres sorry, weils nur so kurz ist.. aber du brauchst ja auch noch spielraum xP

zuletzt bearbeitet 07.08.2016 10:33 | nach oben springen

#14

RE: Gemeinschaft´s Bad

in Schlafzellen 13.08.2016 13:48
von Gelöschtes Mitglied
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Ja ich bemerkte ganz genau was er machte. Es machte mich beinahe wahnsinnig und alles verschwand beinahe in einem Nebel aus Gefühlen. Als seine Hände meinem Körper hinabglitten biss ich mir auf die Zähne um nicht das ganze Kloster wachzurütteln. Seine Berührungen ließen meine Nervenbahnen förmlich explodieren und ich presste mich ein wenig fester an ihn. Das kalte Wasser war bald vergessen, vor allem als seine Hand zwischen meine Backen glitt entfloh mir ein unterdrücktes Stöhnen. Währenddessen bearbeitete er meinen Nacken mit Küssen und kleineren Bissen. Jeder klare Gedanke war aus meinem Verstand verschwunden. Dann wanderte er mit der Seife nach vorne und seine Behandlung war zu viel für mein logisches Denken. Mein Verstand wurde förmlich hinweggeschwemmt und alles was übrig blieb war ein Verlangen. Ich wanderte mit der Hand nach hinten, fühlte über seine Brustmuskeln und blieb bei seinem härtesten Körperteil stehen.

Als er sich schließlich festbiss fühlte ich mich nahezu fixiert. Kein Schritt vor und keinen zurück, während seine Arme meinen Körper umschlungen. Doch bei Gott, ich wollte auch keinen Schritt weg von ihm. Langsam begann ich ihn zu massieren und begleitet von den Geräuschen seiner Bewegungen und unterdrückten stöhnen positionierte ich ihn. Ich spürte schon die Hitze und durch die Enge einen leichten Druck. Ehe er etwas machen konnte presste ich mich an ihn und erhöhte somit den Druck. Ich kniff die Augen zusammen, als er schließlich in mich Eindrang. In meinem Kopf explodierten Sterne und ich keuchte leicht, während er weiterhin Mich bearbeitete blieb ich mit ihm halb in mir so stehen. Ich wollte kein Wasser, kein Atmen und kein Essen, denn in diesem Moment wollte ich einfach nur noch ihn. Der Druck in mir war ungewohnt stark und wie es jetzt für ihn war wollte ich gar nicht wissen.
Ich presste mich noch stärker an ihn und fühlte mich mehr als ausgefüllt, in mir brodelte eine Mischung aus Schmerz und übersprudelten Emotionen. Als ich dann sein Becken an meinem fühlte atmete ich leicht auf und lies meine Hände über seinen Körper wandern. Wie ein Fels versuchte ich mich an ihm festzuhalten, während ich das Gefühl hatte das dieser Moment niemals enden sollte.


@Nicolas Stone sry für die mega lange Wartezeit :/ hatte nur viel die letzte Zeit mal wieder zu tun und ja, meiner wurde auch nicht so extrem lang. Muss dir ja auch noch ein wenig Freiraum geben

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#15

RE: Gemeinschaft´s Bad

in Schlafzellen 13.08.2016 14:23
von Nicolas Stone (gelöscht)
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Viel zu viele Bedürfnisse und zu viele Eregungen waren hier an einem Ort. Nicolas wollte ihn. Wollte mit ihm seine ersten Erfarhungen machen und Damien wollte dies wohl auch. Damien stöhnte ein wenig und versuchte dieses zu unterdrücken, während Nicolas weiterhin sein Glied massierte. Die Hände von Damien tasteten sich nach hinten und blieben letzlich auch bei Nicolas erregiertem Glied stehen. Zart legte Damien ihn an die gewünschte Position und drückte sich bereits an Nicolas. Das Eindringen war gewollt und Nicolas löste seinen Biss, als dieser Moment kam. Er stöhnte kurz auf. Dieses unglaubliche warme und reizende Gefühl beim Eindringen war für ihn unbeschreiblich. Weiter massierte Nicolas den Penis von Damien und ließ ihn weiter führen, ohne größeren Druck auszuüben. Er hatte schliesslich keine Erfahrung, wusste nicht, wie es sich für Damien anfühlt. Ob er ihm Wehtun konnte, oder nicht.
Schliesslich drückte sich Damien fester an ihn ran, sodass sich beide Becken berühten. Nun übernahm Nicolas den Part, er konnte es einfach nicht aushalten und ließ Damien gleitende Bewegungen spüren. Langsam zog er ihn raus und drückte ihn zugleich wieder rein. Immer ein wenig schneller wurden seine Bewegungen, bis er schliesslich komplett reinstieß. Er um griff das Becken von Damien und drückte dieses mit jedem seiner Stöße mit an sein Becken. Minutenlang ging dies so weiter, das Stöhnen von Nicolas wurde lauter und lauter. Unbeachtet davon, ob irgendwo Beisser sein könnten. Dies war in diesem Moment egal, denn nur dieser Moment zählte gerade. Weiterhin massierte Nicolas das Glied von Damien. Die gezielten Stöße von Nicolas wurden dann plötzlich zu unkontrollierten Zuckungen, begleitet mit einem kräftigen Stöhnen. Er entleerte sich in Damien, verweilte aber noch in ihm und zog ihn nicht heraus, während er noch weiter bei Damien massierte..


@Damien Barnes

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