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Washington ist eine gefallene Stadt. Amerika ein gefallenes Land. Seit 15 Monaten ist die Welt eine einzige Todesfalle. Die Toten haben sich erhoben, die Lebenden müssen sich verstecken. Glaubst du, dass du zu den wenigen Glücklichen gehören wirst, die überleben können? Hast du das Zeug, das dich zum Survivor macht? Wirst du letztlich zu einem der vielen untoten, verwesenden Gesichtern oder kannst du dich behaupten?

Dead World ist ein FSK 18 geratetes RPG, welches seit 3 Jahren seine Spieler in die gefährliche, postapokalyptische Welt im Jahr 2015 rund um Washington D.C. führt. Hier geht es zu den Kolonien!
Das Gefängnis ist überrannt. Die Untoten haben sich der Mauern bemächtigt und diejenigen, die sie ihr Zuhause genannt haben, mussten fliehen. Aber das Glück im Unglück führte dazu, dass sich die Gruppe in einer Wohnwagensiedlung niederlassen konnte.
Der Anführer des Asylums ist auf Mission verschollen. Die Kolonie weiß noch nicht, dass er nicht wieder kehren wird. Die Lebensmittel sind knapp, ihre Mauern nur provisorisch repariert.
Juli - August 2015. Ein heißer Sommer, der schon einmal mit einem heftigen Gewitter überrascht hat.

Die Sonne bestimmt in der Region das Wetter, doch hin und wieder kann es zu Unwettern kommen. Die Höchsttemperaturen steigen bis auf 36 Grad am Tag und 24 Grad in der Nacht an.

Wir empfehlen Lichtschutzfaktor 50!

#106

RE: Flure

in Erdgeschoss 20.07.2017 13:56
von Felix Winter | 207 Beiträge
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Waffen Keine

cf: -> Arztkammer

Felix folgte den anderen beiden nach draußen auf den Flur, denn er wollte in der Arztkammer nun nicht im Weg herumstehen. Er ließ seinen Rucksack von den Schultern gleiten und setzte sich dann im Flur auf den Boden. Es war zwar nicht sehr sauber, aber dies war es wohl nirgendwo, außerdem war er auch schon an schlimmeren Orten gewesen. Nun hieß es wohl warten, wie es weitergehen würde. Er könnte sich zwar währenddessen ein wenig hier umsehen, aber er glaubte nicht, dass er dann wieder hier hin zurückfinden würde und alleine wollte er auch nicht losziehen, doch die anderen schienen lieber hier zu warten, weswegen er auch nicht nachfragte, ob jemand mit ihm das Kloster erkunden würde. Mit jemandem in seinem Alter wäre dies auch viel interessanter gewesen.
"Wie ist denn dein Name?", fragte Felix dann interessiert die Frau, die mit den anderen beiden in die Arztkammer gekommen war, denn er mochte es nicht, wenn alles so still war, besonders dann nicht, wenn er an einem Ort war, wo er sich nicht auskannte.
"Weist du vielleicht, in welcher Richtung das Gefängnis liegt?", wollte er dann neugierig wissen, denn vielleicht wusste sie es ja, dann könnte er nämlich vielleicht schon eher von hier verschwinden und musste nicht erst auf den Anführer warten, wobei er ja auch nicht wusste, ob dieser es überhaupt wusste. Doch er war sich sicher, dass es irgendeiner schon wissen musste, denn ein Gefängnis war sicher nicht so einfach zu verstecken. Er wünschte sich wirklich, dass er seinen Dad bald finden würde, denn er vermisste diesen sehr. Daher hoffte er wirklich, dass dieser auch zum Gefängnis gelaufen war, denn sonst wüsste er nicht, wo er noch suchen sollte.

"Wie lange bist du denn schon hier?", fragte er dann die Frau nach einer Weile, denn es interessierte ihn einfach. Neugierig sah er sich in dem Gang etwas um, nachdem er wieder aufgestanden war, denn er war zu unruhig, um wirklich sitzen zu bleiben. Doch etwas interessantes gab es in diesem Gang nicht, dennoch lief er diesen etwas entlang, denn ihm war einfach langweilig und vielleicht würde er so zumindest die Zeit etwas um bekommen. Was Annabeth mit ihren Händen veranstaltete verstand er nämlich nicht, aber dies schien auch eher an die Frau zu gehen, als an ihn, weswegen er sich nicht wirklich damit beschäftigte. Dies war ihm im Moment dann doch etwas zu anstrengend, zu versuchen herauszufinden, was sie mit ihren Händen zu sagen versuchte.

@Raven Sinclair

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#107

RE: Flure

in Erdgeschoss 23.07.2017 16:38
von Raven Sinclair | 9.571 Beiträge
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Waffen Messer, Schusswaffe

Nur wenige Augenblick blieb sie auf dem Gang allein, dann knarzte die Tür und kündigte ihre Gesellschaft an. Raven versuchte der anderen Brünetten mit aufgeschlossener Freundlichkeit zu begegnen. Allein schon deshalb, weil sie, im Gegensatz zu der älteren Frau in der Kammer, gerade noch kurzzeitig in Panik verfiel, als die kleine Gruppe zu ihnen stieß. Das konnte sie ihr kaum übel nehmen, Skepsis war wichtig und gesund, darum gelang es Raven vermutlich auch nicht hundertprozentig, der Fremden nur pure Sympathie entgegen zu sprühen.
Auf den grüßenden Wink hin, nickte sie der Kleineren sachte zu.
"Hey, sorry.. Wir wollten niemanden erschrecken." Genau genommen wussten sie nicht einmal, dass jemand dort war. Andernfalls hätte man vermutlich auch geklopft, um niemanden in Alarmbereitschaft zu versetzen. Die Fremde begann zu gestikulieren und das erste, was sie dafür erntete, war Irritation. Wieso fuchteln, statt einfach den Mund aufzumachen? Die Sommersprossige verstand nicht wirklich, was das sollte. Einer Taubstummen zu begegnen war ja nun auch eine Seltenheit - Es war spontan für sie schlichtweg keine naheliegende Idee. Und bevor sie nachfragen konnte, was nicht stimmte, gesellte sich noch jemand mit dazu. Damit lag die Aufmerksamkeit vorläufig auf ihm.
Wie sie hieß, wollte er wissen.
"Raven. Und wer seid ihr?", ein abwartender Blick streifte sowohl den Jungen, als auch die junge Frau. Vielleicht traute die sich ja, mit ihr zu sprechen, wenn noch jemand dabei war. Doch der Kleine forderte zuvor noch eine andere Antwort und sein Gegenüber runzelte die Stirn.
"Ja.. Aber von hier aus ist es nicht gerade ein Katzensprung. Da wirst du lange laufen müssen." War ja per se nicht ihr Problem, ob er hier blieb oder sich dort draußen auf den Weg machte. Sie sah es nicht als ihre Pflicht, ihm irgendetwas auszureden, weil es gefährlich sein konnte. Ihre Kindermädchenzeit hatte sie zusammen mit ihrem Schützling in eben jenem Gefängnis gelassen.

Sie sah ihm nach, als er begann, auf und ab zu gehen. Einen kurzen Blick tauschte sie dabei auch mit Annabeth. Die zwei machten nicht den Eindruck, zusammen zu gehören. Vielleicht waren auch sie nur durch den Zufall zusammen gewürfelt worden.
"Nicht lange, wir sind vorhin erst angekommen.. Wisst ihr, wie viele Leute hier überhaupt leben? Sieht bisher nicht so aus, als wäre viel los."
Nicht, dass sie das störte.. Je weniger Fremde sie umgaben, desto lieber war ihr das.

@Annabeth Chase


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#108

RE: Flure

in Erdgeschoss 25.07.2017 00:37
von Annabeth Chase (gelöscht)
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Das schummerige Licht auf dem Flur machte es mir schwer ihren Lippen zu entnehmen was gerade geschah. Wie erwartend verstand auch sie keine Gebärdensprache, auch wenn ich mit nichts anderem gerechnet hatte. Aber es schien eine Form der Entschuldigung zu sein. Der Rest ihrer Gestik und Mimik ließ sehr darauf schließen. Bevor allerdings noch etwas passieren konnte, gesellte sich Felix zu uns. Das lockerte die Stimmung ein wenig auf. Obwohl es meinem Verständniswesen nicht gerade damit besser erging. Zwar sah ich das er sprach und ich konnte mir durchaus denken das er viele Fragen hatte, aber welcher Natur sie waren konnte ich nur spekullieren. Immerhin hatte ich ihn auch gerade erst kennengelernt. Ich wusste gerade einmal wie er hieß. Und wieder einmal stellte ich fest das das Leben für mich niemals mehr einfach sein würde. Auch wenn ich nicht aufgeben wollte.
Ebenfalls folgten meine Augen dem Hoch und Runter von Felix. Jedoch konnte ich bloß die Schultern hochziehen und den Blick der Frau erwiedern. Mein eigener Rucksack war nicht sonderlich schwer, weswegen ich ihn nicht absetzten musste. Vielleicht war es auch eher zur Angewohnheit geworden. Das passierte eben wenn man ständig schnell verschwinden musste. Obwohl meine Angst sich in Hinsicht der Monster mittlerweile in Grenzen hielt. Panik bekam ich selbst erst so richtig wenn es mehrere waren. Was vielleicht auch daran lag das ich zuvor einen durchaus starken Begleiter an meiner Seite hatte. Zwar hatte ich meine Mutter nun gefunden und freute mich auch wie verrückt darüber, aber Zed war mir auch sehr ans Herz gewachsen. Und es tat weh nicht zu wissen was mit ihm war.
Wärend die zwei anderen sich zu unterhalten schienen, ließ ich meinen Blick durch den Flur gleiten. Der Sturm hatte genaze Arbeit geleistet. Es sah sehr verwittert aus und wenn man hier bleiben wollen würde, hatte man ziemlich viel Arbeit vor sich. Ich hielt den Atem an, als ich ein paar Schatten sah die sich bewegten. Das schienen allerdings nur ein paar Äste zu sein. Jedenfalls bewegten jene Schatten sich nicht weiter auf uns zu. Also konnte ich wieder atmen. Eine seltsame Angewohnheit von mir, die Luft anzuhalten wenn ich mir nicht sicher war. Während dessen spielten meine Finger wieder mit der Seite des Bogens. Viel gefangen hatte ich mit dem Sportgerät nicht wirklich, jedoch hatte es sich schon mehrfach als äußerst praktisch erwiesen. Mein Blick wanderte auch in die andere Richtung. Hier war auch nichts zu sehen. Und ich war mir sicher das die zwei es bestimmt gehört hätten wenn sich da mehr als ein Untoter in den Gang geschlichen hätte. Dann stieß ich mich aber doch von der Wand ab als sich die Schatten auf der anderen Seite verändert hatten. Ich hatte nicht geschlafen, jedenfalls nicht viel, deshalb musste ich mich wohl erst wieder an meine leicht verschwemmte Sicht gewöhnen. Eine Brille hatte ich noch nie gebraucht, dafür aber eine riesige Mütze voll Schlaf. Auch wenn ausschlafen mittlerweile purer Luxus zu sein schien. Leicht kniff ich die Augen zusammen um vielleicht doch noch besser sehen zu können. Aber es schienen immer noch nur Schatten zu sein. Von außen hatte ich das Gelände noch nicht wirklich inspizieren können. Trozudem wollte ich kein Risiko eingehen und behielt das seltsam wirkende Spiel im Auge. Vor allem jetzt wo ich meine Mom grad erst wiedergefunden hatte. Und das an einem Stück und auch noch lebendig.



@Felix Winter
@Raven Sinclair

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#109

RE: Flure

in Erdgeschoss 25.07.2017 15:19
von Felix Winter | 207 Beiträge
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Waffen Keine

Felix hörte sich den Namen an und nickte leicht, um zu zeigen, dass er ihn verstanden hatte. Er würde auch versuchen sich an ihn zu erinnern, aber je nachdem wann er dann das nächste Mal auf Raven treffen würde, war er sich nicht sicher, ob er ihn noch wissen würde. Dennoch konnte es nicht schaden, wenn er so viele Namen wie möglich erfahren würde, denn man konnte ja nie wissen, wann man sie mal gebrauchen konnte.
"Mein Name ist Felix und das ist Annabeth.", stellte Felix nun auch sich und Annabeth vor, denn diese hatte ihren Namen ja anscheinend noch nicht genannt und anscheinend würde sie es auch nicht mehr, denn so wie es aussah, machte sie wieder dieses Handchaos. Doch auch Raven sah so aus, als wenn sie es nicht verstehen würde. Anscheinend konnte bisher nur Addie sie verstehen, was wohl auch Sinn ergab, immerhin war sie ja ihre Mutter. Vielleicht wäre es für Annabeth leichter, wenn sie sich Blätter und einen Stift organisieren würde, denn dann würden sie andere vielleicht eher verstehen, aber Felix sagte nichts dazu, denn Annabeth wusste sicher selber, was das beste für sie war, um sich mit anderen verständigen zu können.
Die Sache mit dem Gefängnis gefiel ihm nun nicht besonders, denn dies hieß nämlich, dass Addie und er wirklich in die falsche Richtung gelaufen waren, aber daran konnte er nun auch nichts mehr ändern. Doch er würde sich trotzdem demnächst auf den Weg machen, denn egal wie lange es auch dauern würde, er würde sich bis zum Gefängnis durchkämpfen, egal wie lange er auch unterwegs sein würde. Irgendwie musste er seinen Dad ja schließlich finden und da er nur das Gefängnis als Ausgangspunkt hatte, würde er den Weg auch in Kauf nehmen, selbst wenn er noch ein paar Umwege laufen würde müssen, um den Zomtros ausweichen zu müssen.
"Addie und ich sind selber erst vorhin erst angekommen, Annabeth war schon länger hier. Laut ihrer Aussage sind wohl auch ein paar Mönche hier, zumindest hatte Addie es so übersetzt. Annabeth macht dieses Handchaos, weil sie taubt ist, hat Addie zumindest mir so erklärt.", erzählte Felix, denn vielleicht würde es Raven dann zumindest einen Hinweis geben, warum Annabeth so mit ihren Händen herumfuchtelte, denn wenn man es nicht wusste, dann war es doch ziemlich merkwürdig, so hatte es zumindest auf ihn gewirkt und er konnte sich nicht vorstellen, dass es bei anderen anders war.
"Ist das deine Familie in dem Raum dort?", wollte Felix dann noch neugierig wissen, denn es interessierte ihn einfach, ob sich noch mehr Familien wiedergefunden hatten, als nur Addie und Annabeth. Sollte dies nämlich ihre Familie sein, dann bestand eine noch größere Chance, dass er seinen Dad wirklich wiederfinden würde, was er sich wirklich sehr erhoffte. Außerdem interessierte es ihn auch einfach, ob diese drei eine Familie waren, denn es hatte für ihn so ausgesehen, als wären sie und der Junge Bruder und Schwester gewesen.
Die Schatten in diesem Gemäuer beachtete er nicht wirklich, denn Schatten gab es immerhin überall, außerdem waren Schatten noch nicht gefährlich, weswegen er sich nie Sorgen wegen einem Schatten machte.

@Raven Sinclair

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#110

RE: Flure

in Erdgeschoss 26.07.2017 19:54
von Raven Sinclair | 9.571 Beiträge
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Waffen Messer, Schusswaffe

Der Junge nannte seinen Namen und auch den der anderen Frau. Das ließ Ravens Verwunderung über die Andere nur größer werden. Einem Kind vor Fremden das Reden zu überlassen war für sie schlichtweg irritierend und unvorstellbar. Doch dann sprach Felix weiter und die sonderbare Konstellation ergab einen Sinn. Taubstumm also..
"Ah.. verstehe..", murmelte sie und schüttelte dann kaum merklich den Kopf über sich selbst. Dass sie darauf nicht selbst gekommen war.. Ihre Gedanken waren wohl zu beschäftigt, um die Offensichtlichkeiten sofort zu erkennen. Auf einer kaltherzigen, resignierten Ebene hatte sie allerdings auch nicht erwartet, dass es jemand, der nichts hörte, in dieser Welt sehr lange machte. Man lernte eben nie aus.

Die Kammer öffnete sich und Lisa trat heraus. Sie wirkte noch eine ganze Spur erschöpfter als zuvor, bestätigte Ravens Nachfrage, ob alles in Ordnung sei, aber. Sie würde sich hinlegen, erklärte sie und deutete noch in die Richtung, in der man sie finden würde. Missmutig ließ die Jüngere sie ziehen. Schlaf hatte sie dringend nötig, trotzdem wäre sie lieber mit bis zum Zimmer gegangen, um auf Nummer Sicher zu gehen.

Den Bemühungen des Jüngsten blieb es zu verdanken, dass kein unangenehmes Schweigen entstand. Wäre sie mit Annabeth allein in diesem Gang gewesen, hätte sie, ohne es böse zu meinen, vermutlich nicht einmal gewusst, was sie ihr sagen sollte. Sie hatte noch nie mit jemandem gesprochen, der ihr keine verständliche Antwort gegen konnte und war damit wohl leider etwas befangen. Was nicht hieß, dass sie hin und wieder nicht trotzdem einen Blick auf die junge Frau warf, um ihr wenigstens auf diese Weise zu zeigen, dass sie noch Teil der Runde war.
"Sowas in der Art.", antwortete die Dunkelhaarige dann auf die nächste Frage.
"Sie sind Mutter und Sohn, ich gehöre zu ihm. Und du vermutest deine im Gefängnis?"
Sie fragte ihn bewusst nicht nach Namen oder Personenbeschreibungen. Zwar kam sie gerade erst aus dem Knast, hatte dort aber kaum jemanden kennen gelernt. Dazu war sie nicht lange genug dort. Die Chance, dem Kleinen eine zufriedenstellende Antwort geben zu können, war ihr zu gering. Also hielt sie lieber den Mund und sah stattdessen mal in jede Richtung des Ganges. Noch immer waren sie allein, zum Glück. Lieber niemanden sehen, als Feinde zu entdecken. Dabei nahm sie alles, was sich in ihrem Blickfeld bewegte, einmal in Augenschein. Da war es egal, ob es sich um Menschen, Beißer, Ratten, Schatten oder Blätter handelte, die im Wind wehten.

@Annabeth Chase


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zuletzt bearbeitet 01.08.2017 16:14 | nach oben springen

#111

RE: Flure

in Erdgeschoss 30.07.2017 10:00
von Annabeth Chase (gelöscht)
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Ich war vielleicht ein bisschen zu abgelenkt, allerdings hatte es sich in den vergangenen Wochen bewährt auch auf Kleinigkeiten zu achten. Jedenfalls für mich. Oder gerade für mich. Einerseits war ich ganz froh darüber das ganze Elend nicht hören zu müssen, es reichte wenn man es sah, andererseits war mein Leben noch niemals so schwer gewesen. Daher achtete ich auch auf so banale Dinge wie Schatten etwas besser.
Während die beiden sich unterhielten, um , wie ich vermutete, Informationen auszutauschen, hielt ich meinen Blick weiter auf den Gang gerichtet. Hin und wieder blickte ich mich zwar um und bemerkte auch das ich nicht ganz vergessen wurde, aber ich war einfach zu nervös um weiter still zu halten. Mit einer Hand am Griff meines Messers, ging ich langsam die Wand entlang um mich zu vergewissern das es sich tatsächlich nur um Schatten handelte. Man konnte einfach nie sicher genug sein und sich auch niemals genug versichern. Gleichzeitig glitt meine freie Hand leise über die Wand hinter mir. Es gab mir das Gefühl geerdet zu sein, auch wenn das im Grunde nur Unsinn war. Ab und an blickte ich kurz zurück, so lang bis ich an der Ecke angekommen war.
Die Schatten spielten hier tatsächlich ein förmliches Theater ab. Durch die Witterung der alten Bäume draußen und den ungeraden Wänden, konnte man wirklich falsche Schlüsse ziehen. Worauf ich allerdings nicht gefasst war, war die Tatsache das hier doch nicht nur Schatten waren. Es war lediglich eine Hand voll Untoter, aber auch wenige konnten so viel Lärm machen um eine ganze Horde anzulocken. Was mir die Entscheidung, was nun zu tun war, ziemlich schnell abnahm. Auch wenn ich normalerweise lieber das Weite suchen würde, war es dieses Mal anders. Wäre meine Mutter nicht hier, hätte ich wie immer gehandelt, jetzt war ich aber mutiger als in den letzten Tagen. Ich zog das Messer vorsichtig und leise aus seiner Halterung an meinem Gürtel. Für meine Verhältisse war ich wirklich waghalsig, als ich zielsicher auf den ersten zuging. Ich erledigte ihn genau so wie Zed es mir beigebracht hatte. Und genau so ging ich auch weiter vor. Untoter für Untoter, auch wenn es nicht viele waren. Felix und Raven würden die Tür zur Arztkammer sicherlich weiter beobachten.


@Felix Winter
@Raven Sinclair

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#112

RE: Flure

in Erdgeschoss 31.07.2017 18:35
von Felix Winter | 207 Beiträge
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Waffen Keine

Felix hörte Raven aufmerksam zu und nickte dann leicht, denn er hatte verstanden, dass dies Mutter und Sohn waren und sie anscheinend die Freundin von dem Mann. Immerhin hatte sie aber jemanden an ihrer Seite, dass war ja auch schon ziemlich überraschend in der heutigen Zeit.
"Ich hoffe, dass mein Dad wirklich dort ist. Es ist zumindest der einzige Standpunkt, wo ich ihn wiederfinden könnte.", gab Felix zu, denn er hoffte es wirklich sehr, denn ansonsten konnte dieser wirklich überall sein und dann könnte er diesen nur mit riesen großem Glück finden. Außerdem wusste er auch nicht, wo er ansonsten suchen könnte, deswegen hoffte er es einfach sehr. Ihm kam nicht einmal der Gedanke, dass Raven vorher dort gewesen war, er ging einfach davon aus, dass sie auch so wusste, wo das Gefängnis war, weswegen er auch nicht nachfragte, ob sie seinen Vater vielleicht gesehen hatte. Doch da es ein langer Weg würden werde, sollte er so schnell wie möglich von hier los, denn ansonsten dauerte es ja alles nur noch länger. Daher würde er wohl am nächsten Tag schon wieder verschwunden sein, denn er musste einfach versuchen seinen Dad wiederzufinden.

"Wo geht sie denn jetzt hin?", fragte Felix dann verwirrt, als er beobachtete, wie Annabeth den Gang entlang ging und dann um die Ecke verschwand. Er verstand nicht wirklich, warum sie mit ihrem Messer in der Hand hier herum lief, aber solange sie ihn nicht verletzten würde, war es ihm auch eigentlich ziemlich egal. Er könnte sie zwar fragen, aber er wusste nicht wie er dies tun sollte und selbst wenn er es irgendwie begreiflich machen könnte, so würde er sie vermutlich sowieso nicht verstehen, weswegen es keinen Sinn machte es überhaupt erst zu versuchen.
"Meinst du, Addie braucht noch lange?", wollte Felix dann wissen, denn ihm wurde schon etwas langweilig und vielleicht könnte er ein wenig das Kloster erkunden, wenn Addie fertig war oder vielleicht auch in der Zeit, wo sie hier warten mussten, denn es war wirklich ziemlich langweilig und wenn Addie hier wäre, dann könnte sie Annabeth wenigstens verstehen und es ihnen übersetzten, dann könnte man sich vielleicht auch mal richtig unterhalten, aber ihm gingen langsam die Ideen aus, was er noch fragen könnte, um sich nicht so zu langweilen und etwas hätte, womit er davon ablenken könnte.

@Raven Sinclair

zuletzt bearbeitet 09.09.2017 20:54 | nach oben springen

#113

RE: Flure

in Erdgeschoss 01.08.2017 13:15
von Raven Sinclair | 9.571 Beiträge
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Waffen Messer, Schusswaffe

Ein verständnisvolles Nicken wurde zur Antwort auf die Hoffnung des Jungen. Natürlich, ein Gefängnis machte als Anlaufpunkt nur Sinn. Dicke Mauern und Zäune, wohin man sah. Für viele andere, auch sie selbst, war diese Aussicht lockend - bis sie die Zustände dort sah. Aber sicherlich konnten andere sich besser damit arrangieren, als Raven.
"Ja, die Möglichkeit besteht. Vielleicht findest du ihn ja wirklich." Sie wünschte es ihm, kein Kind sollte allein durch diese Zeiten müssen. Auch sie, als Erwachsene, sehnte sich nach ihrem Vater. Leider war ihre Chance, ihn je wieder zu sehen, weitaus weniger reell.

Wo geht sie denn jetzt hin? - Das war eine sehr gute Frage, die die Dunkelhaarige sich auch gerade stellte. Nur, weil sie sich unterhielt, blieb sie trotzdem auf der Hut. Was zuerst nur ein verwunderter Blick war, der Annabeths Spaziergang honorierte, wurde bald darauf zu einem skeptischen Lauern. Gerade sie sollte hier nicht alleine umherwandern. Hier ging es nicht mehr nur um ihre Haut. Und es waren längst nicht alle Gänge gesäubert, davor hatte man die Gruppe beim Ankommen bereits gewarnt. Daher ging Raven davon aus, dass diese Mönche, von denen Felix sprach, auch den ein oder anderen möglichen Beißer erwähnten.
Innerhalb von Minuten war die andere Frau ihrem Blickfeld entschwunden und zwang daher dazu, genau hinzuhören. Die Schritte verhallten in der Ferne, stoppten.. und dann klang es so, als würde irgendetwas auf den Boden fallen.
Der Junge stellte noch eine Frage. Unter normalen Umständen hätte er auch eine ordentliche Antwort erhalten, jetzt hob Raven allerdings forsch die Hand, um ihm zu zeigen, dass er still sein solle.
"Warte mal..!", wieder horchte sie. Und dann war sie sich auch sicher, was da aus einem der anderen Gänge drang. Das Fauchen kam nicht aus nächster Nähe, trotzdem hatte sie es oft genug gehört, um es zweifelsfrei zu erkennen.
"Scheiße!"
Aus dem ersten Reflex heraus stieß sie sich von der Wand ab und eilte auf die gegenüber liegende Tür zur Arztkammer zu. Man mochte sie übervorsichtig nennen, doch wenn ihre Gesellschaft aus einem Kind und einer Frau bestand, die nichts hören und offenbar auch nicht in irgendeiner Form um Hilfe rufen konnte, schlug sie lieber Alarm. So war es abgemacht. Und keiner konnte wissen, wie viele Untote sich dort gerade zusammen rotteten.

Die Tür schwang ohne Vorwarnung auf.
"Ben, es sind Beißer im Gang!", bellte sie in den Raum und lief dann los. Ihr kostbares Gepäck blieb bei dem Jungen zurück, sofern er sich nicht mit ihr auf den Weg machte, um Annabeth zu helfen.

@Annabeth Chase
(@Dr. Addie Chase & @Benjamin Harper)


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zuletzt bearbeitet 07.08.2017 15:32 | nach oben springen

#114

RE: Flure

in Erdgeschoss 01.08.2017 14:23
von Benjamin Harper (gelöscht)
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>>> Arztkammer

Ben hatte die Tür hinter sich zufliegen lassen, erst da realisierte er Felix vor sich und nur noch im Augenwinkel war sein Mädchen zu sehen, welche scheinbar keinerlei Zeit vergeuden wollte. "Geh am besten rein und hilf der Ärztin das Zimmer vor Beißern zu schützen“ Felix erinnerte ihn einfach zu sehr an Sarah, um die er sich kümmerte und nur schweren Herzens bei ihrer Familie gelassen hatte, als diese wie aus dem Nichts aufgetaucht war. Weswegen er den jungen lieber in Sicherheit wusste, doch Ben konnte nicht einfach über seinen Kopf hinweg entscheiden. Vielleicht war der klein ein ganz großer Kämpfer und wäre ihnen eine gute Hilfe.
Was auch immer entschieden wurde, er wird es sicher bald wissen – bis dahin folgte er bereits Raven und spitzte die Ohren. Wehe dem einer dieser Viecher käme ihr zu nahe, dann wird er für nichts mehr garantieren. Allerdings war Benjamin heil froh das seine Mum bereits auf dem Weg zu den Schlafräumen war, laut seiner Erinnerungen war dieser Abschnitt in der anderen Richtung, wodurch sie es ohne Zwischenfälle geschafft haben sollte.

@Annabeth Chase
@Felix Winter
@Raven Sinclair

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#115

RE: Flure

in Erdgeschoss 04.08.2017 21:28
von Annabeth Chase (gelöscht)
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Was im Hintergrund vor sich ging, konnte ich nicht wissen. Die kleine Gruppe Untoter vor mir verlangte alle Aufmerksamkeit die ich gerade aufbringen konnte. Ich ging immer wieder ein paar Schritte zurück um etwas Luft zum ausholen zu ergattern. Der erste Untote war nicht sehr schwierig. Zwei Schritte zurück, einen nach vorn. Ausholen und das Hirn nicht verfehlen. Glücklicherweise waren sie nicht sehr schnell und hatten kaum die Chance mir auszuweichen.
Der zweite Untote stellte auch noch keine Bedrohung dar. Spätestens aber als der Dritte vor mir stand wurde ich das Gefühl nicht los das sie hier praktisch Schlange standen. Jetzt war mir auch wieder klar wieso ich bisher Massen gemieden habe. Egal ob lebendig oder tot. Mit kleinen Gruppen war ich besser unterwegs gewesen. Außerdem wollte ich nicht das dass Arztzimmer überflutet wurde. Medizin und dergleichen war in der heutigen Zeit, neben Nahringsmitteln, das wichtigste zum Überleben. Verletzungen ließen sich manchmal leider nicht vermeiden und von Krankheiten konnte man sich eben auch nicht lossagen.
Der Dritte stolperte auf mich zu und sah schon ziemlich unschön aus, wenn man ihn mit den anderen verglich. Der schien schon länger durch das Kloster zu wanken. Er war gute zwei Köpfe größer als ich und wirkte ziemlich sportlich. Jedenfalls schien er es wohl in seinem früheren Leben gewesen zu sein. Langsam streckte er die Arme aus und ich befürchtete das der sich nicht ganz so leicht zurück ins Grab bringen ließ. Wieder wich ich zwei Schritte zurück und nahm den Bogen über den Kopf hinweg in die Hand. Gott sei Dank war dieser Sport schon so weit fortgeschritten, das der Bogen nicht mehr aus reinem Holz war. Das Metall der Spitze drückte sich gegen die Brust des Zombies, als ich ihn damit auf Abstand hielt. Mehr oder weniger ungehindert bohrte es sich durch die fahle Haut und drang fast ungehindert bis auf das Brustbein. So lang, bis der Wiederstand größer wurde. Ich drehte das mittlerweile dreckige Messer in meiner Hand in die andere Richtung gen Himmel und holte von oben aus um die Klinge zwischen seine Augen zu werfen. Die Knochen von dem großen Untoten mussten schon ziemlich gelitten haben, denn das Messer rutschte fast sofort bis zum Griff in seinen Kopf. Was ihn zweifelsohne getötet hatte.
Schlaff fiel der große Körper zu Boden. Kurz atmete ich einmal tief durch, wollte den Bogen wieder an mich nehmen als ich merkte das er sich am Knochen in der Brust irgendwo verhakt haben musste. Gott sei Dank schienen es nicht noch sehr viel mehr Untote zu uns geschafft zu haben. Auch wenn immer noch zwei weitere emsig auf uns zuliefen.





@Raven Sinclair
@Felix Winter
@Benjamin Harper

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#116

RE: Flure

in Erdgeschoss 05.08.2017 13:35
von Felix Winter | 207 Beiträge
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Waffen Keine

Felix brauchte etwas, um zu verstehen was nun eigentlich los war, denn immerhin war es nun ja doch etwas schnell gegangen. Doch er nickte dann leicht, als Ben ihm sagte, dass er am besten in die Arztkammer gehen sollte und Addie helfen sollte. Er wusste, dass die Erwachsenen die Untoten nun wohl töteten, aber er verstand, dass es wohl nicht anders ging. Vielleicht hätte man versuchen können sie irgenwie herauszulocken, aber dann wären sie immer noch in der Nähe gewesen und dies wäre wohl zu unsicher, zumindest ging Felix davon aus. Er fragte sich, ob diese Zomtros irgendwann so einfach wieder verschwinden würden, wie sie auch aufgetaucht waren.
Doch nun begab er sich erst einmal in die Arztkammer, denn wer wusste schon, wie viele Zomtros hier noch herum liefen. Die Tasche von Raven nahm er auch mit herein, denn es war sicher besser, als sie hier einfach liegen zu lassen. Immerhin wusste er auch nicht, wer hier noch alles lebte oder ob dort nicht vielleicht etwas wichtiges drinnen war, daher war es sicher besser, wenn diese nicht einfach hier herumliegen würde und reingucken würde er auch nicht, war ja immerhin nicht seine Tasche.

-> Arztkammer

@Raven Sinclair

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#117

RE: Flure

in Erdgeschoss 07.08.2017 16:07
von Raven Sinclair | 9.571 Beiträge
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Waffen Messer, Schusswaffe

Wie umsichtig der Junge sich um ihre Sachen kümmerte, bemerkte Raven nicht mehr. Sie war schon fort und in ihrem Kopf schwirrten nur noch die Warnung von Sebastian und die Frage, wohin sie flüchten sollten, wenn es zu viele Beißer wurden. Ben war bei ihr - er hatte den Autoschlüssel. Sie konnten zum Wagen rennen und das Weite suchen, wenn nichts anderes mehr ging. Aber was war dann mit Lisa? Die lag in einem, weiß Gott welchem, Zimmer und wusste von nichts. Und die anderen? Die Dinge waren noch so viel leichter, als sie sich nur um sich selbst scheren brauchte..

Sie war zuerst losgerannt, also bog sie auch als Erste um die Ecke und stieß auf Annabeth und ihre Gegner. Zwei Leichen lagen bereits auf dem Boden, so viel sah sie auf den ersten Blick. Mit einer dritten rang die Taubstumme soeben und Raven nutzte, ohne anzuhalten, ihren Schwung, um dem vierten Angreifer in die Quere zu kommen. Der war mit ausgestreckten Fingern fast bei den Kämpfenden angekommen und man wusste aus eigener Erfahrung, wie schwer so ein träger Körper werden konnte, wenn er sich auf einen stürzte. Und zudem noch größer war, als man selbst. Einer ließ sich vielleicht noch überwältigen, zwei bedeuteten ein böses Urteil. Also nahm sie Annabeth wenigstens einen ab. Einen Moment lang schien der nicht mehr zu wissen, auf wen er sich zuerst konzentrieren sollte. Sie schubste ihn ein paar Schritte weit zurück und trieb das eigene Messer dann in die weiche Stelle an seiner Schläfe.
Um den augenscheinlich letzten kümmerte sich Ben. Aber waren das dann wirklich alle? Genauso gut konnten es nur Vorboten einer größeren Gruppe sein. In den verschlungenen Gängen mochte es schwierig wirken, Geräuschquellen durch den Hall genau zu lokalisieren. Womöglich kamen verzögert bald noch mehr. Entsprechend angespannt verblieb Raven an Ort und Stelle, spähte in jede Richtung und versuchte, ihren Adrenalinpegel wieder einigermaßen zu beruhigen. Sie hauchte hörbar ihren aufgebrachten Atem aus, als ihr Blick schließlich auf Ben traf, dann auf Annabeth. Letztere zu befragen, ergab wohl wenig Sinn. Schon zuvor konnten sie sich kaum verständigen.
"Das funktioniert so nicht.", zischte sie leise, falls wirklich noch etwas in der Nähe sein sollte.
"Hier werden wir ständig überrascht, wenn wir uns nicht irgendwas einfallen lassen."
Fast war es ihr peinlich, Ben wegen einer Handvoll Feinde aufgescheucht zu haben. Trotzdem war sie froh, dass er hier und sie nicht mit der jungen Frau allein war. Einem Fremden zu vertrauen fiel nur umso schwerer, wenn man sich nicht auf seine Sinne verlassen konnte.

@Benjamin Harper


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zuletzt bearbeitet 13.08.2017 18:13 | nach oben springen

#118

RE: Flure

in Erdgeschoss 09.08.2017 21:53
von Benjamin Harper (gelöscht)
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Atemzüge.. Augenblicke oder Sekunden, länger fühlte es sich in seinem Kopf nicht an, bis er zu den Frauen aufschloss und die Lage mit seinen Augen ab scannte. Es war keine trügerische Ruhe in den Gängen, sondern der Tod zum greifen nahe. Selbst ein beißender Gestank kroch in seine Nase.
Es blieb keine Zeit zum nachdenken, obwohl es ihn interessierte, wer hier diese zwei Leichen in die ewigen Jagdgründe geschickt hatte. Zudem hätte er gerade liebend gern das Mädel am Kragen gepackt und hinter sich gezogen, doch auf den ersten Blick machte sich ihr Lebenswille deutlich.
Für Benjamin selbst blieb nur eine kleine Lücke, welche er ohne zu stoppen annahm - damit er sich den letzten der Gruppe greifen konnte. So schnell wie er war, ging er samt dem Untoten zu Boden und rammte ihn beinah zeitgleich das Messer in die modrige Schädeldecke. Eindeutig waren sie bereits lange Zeit als Leichen unterwegs, anders war das Auftreten nicht zu erklären. Er kannte es halt auch anders aber jetzt freute er sich darüber, wenn dies überhaupt mit Freude zu beschreiben war.
Stöhnend vor Ekel, raffte sich der ehemalige Sniper wieder auf, wischte sein Messer an der Hose ab und sah in den Gang, soweit seine Augen es gerade zuließen. Vorerst war es scheinbar alles und kaum schoss ihn dieser Gedanke durch den Kopf, fiel sein Blick auf Raven da sie das Wort als erste erhob. Stumm nickend, griff er in seine Hosentasche, ehe er zu ihr aufschloss und das kleine Bündel von Schlüssel in ihre Hand drückte. "Wenn es zu viele werden, schaust du nicht zurück sondern haust ab. Du kennst unseren Treffpunkt" Damit drückte er kurz ihre Hand und gab ihr wieder Freiraum zum atmen, ebenso lenkte er seine Aufmerksamkeit auf die junge Frau? Ben hatte keine Ahnung wie alt sie überhaupt ist. Eigentlich tat es auch nichts zur Sache, wichtiger war es jetzt zu wissen ob es ihr gut ging.
"Alles okay bei dir?" Er hatte mitbekommen das sie ein Handicap hatte was in dieser Welt verdammt gefährlich war, also sah er sie fragend an und vor allem sprach er so langsam das sie von seinen Lippen ablesen konnte. Denn irgendwie musste sie überlebt haben, wer weiß schon wie viele Menschen noch die Gebärdensprache können.
"Am besten bringst du sie zurück in die Arztkammer, ich suche Sebastian und dann wird das Ding sofort gesichert" Seine Worte ließen keine Diskussion mehr zu, es ging hier um viele Leben und nicht nur um seines. Weswegen sie besser nicht mehr verlangen sollte das er zuerst an sich denkt, selbst wenn ihm dafür vielleicht ein Streit drohen wird. Lieber so als diese Frau oder seine Mum tot in seinen Armen liegen zu haben.

@Annabeth Chase

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#119

RE: Flure

in Erdgeschoss 11.08.2017 23:03
von Annabeth Chase (gelöscht)
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Ich rang noch mit dem Bogen als Raven mich fand und auch gleich beherzt eingriff. Sie erhob sich gerade wieder als ich die Spitze des Bogens befreien konnte. Sichtlich angespannt konnte ich das sehr gut nachempfinden. Immerhin ging es mir nicht anders. Viel Zeit zum Denken gab es allerdings nicht. Benjamin kam dazu und erledigte den letzten sofort. Zumindest waren für den Moment wohl keine weiteren Untoten mehr zu sehen. Also zog auch ich das Messer wieder an mich, nachdem ich es an der Leiche gesäubert hatte.
Langsam richtete ich mich wieder auf und sah mich einmal genau um. Wirklich weiteres konnte ich aber auch nicht erkennen. Nachdem ich mein Messer wieder weggesteckt hatte, legte ich auch den Bogen wieder in einer flüssigen Bewegung um meinen Oberkörper. Ich konnte behaupten das mir ein Stein vom Herzen gefallen war, aber ich wurde irgendwie das Gefühl nicht los, das diese wenigen erst der Anfang gewesen waren.
Ich richtete meinen Blick wieder mehr auf die Beiden die noch mit mir im Flur standen. Der kleine Junge war anscheinend zurück geblieben. Aufmerksam versuchte ich das Gespräch zwischen den Beiden zu verfolgen. Wenn ich mich wirklich konzentrierte war das nicht unbedingt eine Schwierigkeit für mich. Allerdings verlangte das auch eine gewisse Konzentration, die ich sonst eher auf meine Umgebung legte. Es war schön zu wissen das ich ihnen nicht völlig egal war. Zumindest für den Moment nicht. Ich nickte eindeutig auf die Frage von Ben. Körperlich ging es mir gut. So gut es eben unter den jetztigen Umständen sein konnte. Mein Blick wanderte zwischen Ben und Raven hin und her. Fast war ich ein wenig neidisch darauf das sie so koordiniert an eine solche Sache rangingen.
Mit einer Hand gab ich für mich eindeutige Zeichen einer Nachfrage des Befindens der Beiden, um das Ganze aber etwas aufzulockern und die Situation zu entspannen, sprang ich über meinen Schatten und musste in den sauren Apfel beißen. "Und ihr?" Ich konnte mich selbst auch nicht hören, wusste aber genau das meine Aussprache mich sofort verraten würde. Zwar war es kein Stottern, aber ein mehr als gut rauszuhörendes Handicap, nicht mal eine Art Akzent. Jetzt war guter Rat teuer. Welcher Schritt war der Nächste und welcher der Vorrangigste? Was war das wichtigste überhaupt? Wo sollte man anfangen, wenn man hier bleiben wollte, geschweige denn konnte? Eine Art Gruppe hatte sich wohl längst zusammengeschlossen. Aber wie sollte man ein derart großes Areal überhaupt sichern? Etwas nervös zupfte ich an der Sehne des Bogen mit den Fingern. Und je länger es dauerte, desto stärke machte sich die Müdigkeit wieder bei mir bemerkbar. Der Adrenalinspiegel hielt nicht lang an. Vielleicht weil man sich langsam daran gewöhnt hatte ständig aus dem Schlaf gerissen zu werden? Ich atmete tief durch und verfolgte das kleine Gespräch meiner kurzweiligen Mitstreiter. Sebastian und Sicherheit war schon mal etwas das ich als durchaus positiv empfand. Der alte Mann schien sich als Anführer zu etablieren. Was ich wirklich gut hieß. Einerseits wollte ich helfen, andererseits wollte ich auch zurück zu meiner Mutter. Ich konnte mich nur nicht entscheiden welche der beiden Optionen dringlicher war. Vielleicht wollte Addie auch gar nicht hier bleiben und lieber mit dem kleinen Jungen weiterziehen? Was mir nur noch mehr Fragen in den Kopf setzte.




@Raven Sinclair
@Benjamin Harper

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#120

RE: Flure

in Erdgeschoss 13.08.2017 18:44
von Raven Sinclair | 9.571 Beiträge
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Waffen Messer, Schusswaffe

Raven biss sich auf die Zunge, um Ben nicht zu sagen, dass er sich den Autoschlüssel lieber tief in den Arsch schob, bevor er von ihr verlangte, ohne ihn zu fahren. Doch sie kannte seine Märtyrereigenschaften mittlerweile und sparte es sich, um keinen unnötigen Streit zu provozieren. Stattdessen nahm sie, was er ihr gab und nickte knapp, ehe der Schlüssel in ihre eigene Hosentasche wanderte. Wenigstens in Punkto Klostersicherheit waren sie sich einig. Warunungen schön und gut, aber vorsichtig konnte man sein, so viel man wollte, wenn man sich plötzlich in der Unterzahl befand. In Annabeths Fall war sie zwar ganz offensichtlich sehr gut in der Lage, sich zu verteidigen - Ein Garant für jede lebensbedrohliche Situation war das aber auch nicht. Es hätte anders enden können, ganz anders.

Sie erkannte daran, wie deutlich und bedacht Ben seine Frage aussprach, dass er bereits um die Gehörlosigkeit wusste. Und die andere Frau antwortete ihm sogar. Wenn auch nur mit einer Geste, mehr erwartete Raven aber auch nicht. Hauptsache, sie konnte sich irgendwie verständigen. Mit dieser Tatsache halbwegs zufrieden, wollte sie sich schon wieder an Ben wenden, als Annabeth unerwartet den Mund aufmachte. Die Sommersprossige erschrak gar kurz darüber, weil sie einfach nicht damit gerechnet hatte. Ihre Worte klangen eigen, aber verständlich. Das ging also auch? Warum denn nicht gleich so?
"Ruf uns das nächste mal!", tadelte sie darauf los und wirkte dabei vermutlich sehr viel forscher, als selbst beabsichtigt. Der Schreck über den Kampf saß ihr noch in den Knochen.
"Tote Helden nützen keinem!"
Ben schlug daraufhin vor, Annabeth zurück zu begleiten und erntete dafür direkt ein energisches Kopfschütteln.
"Vergiss es, ich komme mit!" Er wollte nicht diskutieren? Dann versuchte er lieber gar nicht, ihr das auszureden. Ohnehin wandte sie sich wieder an die Kleinere. Dieses Mal versuchte sie sich ebenfalls in ihrer Aussprache zu zügeln, damit sie ihr folgen konnte.
"Geh zurück zu den anderen, wir suchen Sebastian. Bleibt zusammen und haltet die Augen offen, okay?" Und die Ohren natürlich, wenn auch in Annabeths Fall nicht besonders erwähnenswert. Raven nickte ihr ermutigend zu, dann suchte sie Bens Blickkontakt, um anschließend mit ihm zusammen aufzubrechen.

@Annabeth Chase
Klostergarten mit Ben


Right now I feel...


... just like a leaf on a breeze...
zuletzt bearbeitet 01.09.2017 22:27 | nach oben springen


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