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Washington ist eine gefallene Stadt. Amerika ein gefallenes Land. Seit 15 Monaten ist die Welt eine einzige Todesfalle. Die Toten haben sich erhoben, die Lebenden müssen sich verstecken. Glaubst du, dass du zu den wenigen Glücklichen gehören wirst, die überleben können? Hast du das Zeug, das dich zum Survivor macht? Wirst du letztlich zu einem der vielen untoten, verwesenden Gesichtern oder kannst du dich behaupten?

Dead World ist ein FSK 18 geratetes RPG, welches seit 3 Jahren seine Spieler in die gefährliche, postapokalyptische Welt im Jahr 2015 rund um Washington D.C. führt. Hier geht es zu den Kolonien!
Das Gefängnis ist überrannt. Die Untoten haben sich der Mauern bemächtigt und diejenigen, die sie ihr Zuhause genannt haben, mussten fliehen. Aber das Glück im Unglück führte dazu, dass sich die Gruppe in einer Wohnwagensiedlung niederlassen konnte.
Der Anführer des Asylums ist auf Mission verschollen. Die Kolonie weiß noch nicht, dass er nicht wieder kehren wird. Die Lebensmittel sind knapp, ihre Mauern nur provisorisch repariert.
Juli - August 2015. Ein heißer Sommer, der schon einmal mit einem heftigen Gewitter überrascht hat.

Die Sonne bestimmt in der Region das Wetter, doch hin und wieder kann es zu Unwettern kommen. Die Höchsttemperaturen steigen bis auf 36 Grad am Tag und 24 Grad in der Nacht an.

Wir empfehlen Lichtschutzfaktor 50!

#91

RE: Flure

in Erdgeschoss 04.06.2017 15:18
von Felix Winter | 207 Beiträge
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Waffen Keine

Felix rieb sich müde über die Augen und konnte nicht verhindern, dass er etwas husten musste. Doch er war mittlerweile auch einfach ziemlich müde und hatte daher dann auch einfach keine Energie mehr dafür, zu verbergen, wie mies er sich eigentlich fühlte.
"Wäre doch schön, wenn sich die Kolonien selbst versorgen können. Es wäre dann etwas so, wie das Leben früher.", erwiderte Felix, denn früher hatten sich die Menschen ja auch nur selbst versorgt, bevor es den Supermarkt gegeben hatte und viele Bauern hatten es sicher auch immer noch getan. Gesünder war dies sicher gewesen, zudem hatte man auch noch Geld damit verdienen können. Vielleicht könnte man ja auch wieder Handeln, so dass jede Kolonie einigermaßen die gleichen Sachen zur Verfügung haben würde, doch dies würde vermutlich doch nicht geschehen. Sie mussten wohl einfach alle für sich alleine zurechtkommen.
"Warum hast du deswegen aufgehört Fleisch zu essen? Es weiß ja niemand, wodurch diese Welt nun eigentlich entstanden ist.", fragte Felix verwirrt, denn man brauchte doch Fleisch, um gesund leben zu können.
"Nein, ich hatte kein Haustier. Mein Dad und ich waren viel zu viel unterwegs, da hatten wir keine Zeit für ein Haustier.", erzählte Felix, aber er war auch nicht wirklich traurig darum, denn die Zeit mit seinem Dad hatte ihm gefallen und er hatte lieber mit diesem Zeit verbracht, als wenn er nur ein Haustier gehabt hatte.

Wegen Lia nickte Felix nur leicht, denn auch wenn es schade war, dass sie einfach so verschwunden war, so war es doch wirklich besser, wenn sie bei ihren Brüdern war. Er hätte auch immer gerne Geschwister gehabt, doch leider war dies ja nicht möglich gewesen, doch wenigstens hatte er noch seinen Dad gehabt, der immer für ihn dagewesen war.
Als sie das Gebäude dann richtig betreten hatten, rümpfte er etwas die Nase, denn wirklich sauber war es hier nicht und sehr gut roch es auch nicht, doch es war wohl immer noch besser, als nun draußen weiterhin im Wald zu bleiben.
"Der Sturm hat hier auch seine Schäden hinterlassen, oder?", fragte er vorsichtig, denn es sah schon ein wenig so aus, als wenn ein Großteil des Drecks hier durch diesen Sturm verursacht worden war. Dieser war ja auch schon ziemlich heftig gewesen, da hätte es wohl noch wesentlich schlimmer aussehen können.
"Hier scheinen wohl wirklich nicht viele Leute zu leben. Ob wohl auch Kinder hier sind?", murmelte Felix leise, als er sich ein wenig umsah. Doch vermutlich gab es nicht sehr viele Kinder hier, so wie es hier aussah, blieben wohl auch nicht viele hier.

Beleidigt sah er Addie dann an und stieß sie etwas an, denn nur weil er die eine Sache nicht verstanden hatte, hieß es ja nicht, dass er überhaupt nichts wusste.
"Dafür müssten wir aber auch erst einmal einem begegnen. Es ist ja doch ziemlich ruhig hier.", murmelte Felix dann allerdings und gähnte etwas, denn für eine Kolonie waren sie doch ein wenig zu einfach hier hereingekommen, er konnte sich nicht vorstellen, dass dies beabsichtigt gewesen war.
"Meinst du, es gibt hier schon einen Anführer? Es sind ja anscheinend doch ziemlich wenige Menschen hier, vielleicht sind sie ja auch gerade erst angekommen, falls hier wirklich jemand ist.", wollte Felix neugierig wissen, denn es war zwar zwischendurch etwas zu hören, aber einen anderen Menschen hatte er bisher nicht gesehen, also könnte dies auch einfach nur ein Tier sein, welches sich in das Gebäude verirrt hatte.

Tbc -> Arztkammer

@Dr. Addie Chase

zuletzt bearbeitet 12.06.2017 21:06 | nach oben springen

#92

RE: Flure

in Erdgeschoss 16.06.2017 23:54
von Raven Sinclair | 9.571 Beiträge
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Waffen Messer, Schusswaffe

Gemeinschaftsraum

Sie gingen ein paar Schritte, entfernten sich von dem großen Saal und bogen dabei in einen Seitengang, um von anderen nicht sofort gesehen zu werden. Konnte sie anhand des Abstandes schon erraten, wie laut es gleich wurde? Die böse Vorahnung ließ ihren Puls steigen. Ob der Frieden zwischen ihnen je einen Tag lang andauern würde? Es verging keiner, an dem sie nicht stritten. Dabei sollten gerade sie sich doch einig sein können.

Irgendwann blieb er stehen und Raven suchte sich, wie schon gerade eben, eine Wand, die sie stützte. Denn sie wusste nicht, wie lange sie sich noch selbst aufrecht erhalten konnte. Nicht vor Müdigkeit, sondern vor emotionaler Erschöpfung. Seit Bens Unfall und dem damit verbundenen Schock gab es keinen Augenblick, in dem sie durchatmen konnte. Sie hatte einfach funktioniert und nun, da ihr die Führung wieder abgenommen wurde, fühlte sie sich wie betäubt.
Wie gern hätte sie an Ben Halt gesucht - genau das, was sie sich am Vorabend noch voneinander wünschten und versprachen - und an seiner Brust Kraft geschöpft. Nur einen heilsamen Moment lang. Doch sie war sich sicher, dass er sie abweisen würde. Und das ertrug sie jetzt nicht.

Raven hatte nicht alles richtig gemacht und vor allem nicht perfekt durchdacht, das wusste sie. Aber sie waren hier, alle drei, so unversehrt wie möglich. Sie liefen in keine untote Horde und auch in keinen Kugelhagel. Im Grunde.. war nochmal alles gut gegangen. Dennoch erwartete sie von Ben nun natürlich kein Lob. Im Gegenteil. So, wie er sie ansah und behandelte, lag das Schlimmste wohl erst noch vor ihr.
Sie nahm den Rucksack ab und lehnte den unteren Rücken gegen eine der kühlen Wände. Leicht vorgebeugt stützen sich ihre Hände auf den Oberschenkeln. Und ihr Blick lag auf ihm - abwartend und still.

@Benjamin Harper


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zuletzt bearbeitet 17.06.2017 00:40 | nach oben springen

#93

RE: Flure

in Erdgeschoss 18.06.2017 13:00
von Benjamin Harper (gelöscht)
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<<< Gemeinschaftsraum

Raven war nicht wirklich begeistert, weil seine Wortwahl nicht nach einer Einheit klang aber woher sollte er wissen das auch sie etwas zu sagen hatte. Er war noch nie jemand der gern für andere sprach und wenn sie es störte, hatte sie gleich eine gute Chancen um ihm dafür am besten die Ohren lang zu ziehen.^^ Sollte nicht seine Mum wieder erwartend aufspringen und das einfach übernehmen weil sein Abgang nicht in die richtige Zeit passt. Allerdings gab es in seinen Augen für nichts mehr den passenden Zeitpunkt und nahm die Ruhe vor dem nächsten Sturm, bevor alles immer nur runter geschluckt wird. Denn jeder normale Mensch weiß wie labil eine junge Beziehung ist, wie schnell alles vorbei sein kann, wenn alles einfach schweigend hingekommen wird. Zwar hatte er nicht sonderlich Lust auf ein erneutes Wortgefecht mit Raven, aber besser alles aus der Welt schaffen bevor es zu spät ist.

Sein Mädchen folgte ihm wortlos auf den Flur, die Tür schloss er direkt hinter ihr und zog sein Messer. Sollten sie Besuch bekommen, wäre es schlauer nicht die wertvollen Kugeln im Gebäude zu verschwenden und dazu noch einen Blindgänger zu riskieren.
Wenn es nicht gerade einige Spannungen gäbe, würde man das neue Plätzchen beinah für andere Zwecke nutzen. Doch erst die Abreit dann das Vergnügen, es blieb ihnen nichts anderes übrig obwohl es Ben nicht nur gegen den Strich ging, sondern auch zusetzte. Raven ging es sicher nicht anders und das sie mitgekommen ist, statt einfach seiner Aufforderung zu ignorieren, zeigte ihm sehr viel. Nur zeigte sie ihm leider nichts von ihrem inneren Zustand, statt sich Luft zu machen - blieb sie schweigsam und machte es scheinbar lieber mit sich selbst aus. Hauptsache sie gewöhnte es sicher nicht dauerhaft an, denn er konnte nicht noch lebhaft an den Moment im Flur des Gefängnisses erinnern.
Also musste er wohl beginnen, wozu er lieber noch einmal tief durchatmete. "Ich erwarte nicht das du meiner Meinung bist, ich erwarte ebenso wenig das du beim nächsten mal anders reagierst. Im Grunde hast du einfach gehandelt.. nicht anders hätte ich es getan. Dennoch solltest du niemals fremdes Eigentum nehmen, du weißt nicht was sich in einem Rucksack befindet. Hätte dich Sebastian oder einer seiner Handlanger kalt gemacht, wäre ich praktisch nackt gewesen wenn sie sich dein vermeidliches Eigentum geschnappt hätten. Und damit du begreifst wie wichtig diese Tasche für mich ist, kannst du es mit deinem Leben vergleichen." Ben wurde nicht laut, dennoch sprach er in einem ernsten Ton zu ihr, während seine Blicke nicht bedächtig auf ihr lagen - sondern stets die Gänge absuchten. Jeder Zeit rechnete er mit einem übergriff und wollte einfach kein Risiko eingehen.

@Raven Sinclair

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#94

RE: Flure

in Erdgeschoss 18.06.2017 16:25
von Raven Sinclair | 9.571 Beiträge
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Waffen Messer, Schusswaffe

Wie er schnell merkte, lag es nicht in ihrer Absicht, ihm wegen seiner Wortwahl gerade eine Szene zu machen. Häufig sah er Dinge aus einem völlig anderen Winkel als sie - Sie kämen zu nichts anderem mehr, wenn man wegen jeder abweichenden Ansicht ein Fass öffnen würde. So ging es ihr nicht darum, dass er nicht für sie sprechen wollte, sondern wie er sie vor anderen behandelte. Sie wollte nicht das Frauchen sein, das man mit einem Fingerschnippen an einen anderen Ort zitierte. Raven wollte nach wie vor als Person wahrgenommen werden, der man auf Augenhöhe begegnete, die eigenständig dachte und Entscheidungen fällte. Und in diesem Moment im Gemeinschaftsraum fühlte sie sich schlichtweg von ihm degradiert.

Die Dunkelhaarige lauschte seiner Erklärung und nickte anfänglich noch, um Einsicht zu zeigen. Doch dann kippten die Worte in eine Richtung, für die sie kein Verständnis mehr aufbringen konnte: Noch immer lag ihm scheinbar mehr am Inhalt seiner blöden Tasche, als an der Tatsache, dass sie diese Tasche an sich nahm, um ihn zu schützen. Es hätte auch jede andere sein können, diese lag dummerweise nur einfach näher. Es war ein Zufall. Ihr Fehler war, nicht richtig hingesehen und nachgedacht zu haben. Und dafür hätte sie sich sogar entschuldigt. Bis zu diesem Moment. Er hatte ja nicht einmal den Schneid, sie anzusehen, während er das zu ihr sagte.
'Hätte dich jemand kalt gemacht, wäre ich mittellos gewesen' - Das war es, das ihm Sorgen bereitete? Raven spürte ihr aufgeregtes Herz so heftig schlagen, bis es sich wie ein abartig großer Kloß in ihrem Hals anfühlte. Ihr wurde so übel, dass sie erst einmal tief durchatmen musste, bevor sie ihm antworten konnte.
"Hast du das gerade wirklich zu mir gesagt..? Du stellst mein Leben auf eine Stufe mit deinem Gepäck?" Ihre Stimme zitterte, langsam erreichte sie ihr Limit. Nach einem vollkommen überforderten, kaum wahrnehmbaren Kopfschütteln fuhr sie mit der Zungenspitze über ihre Lippen. Die fühlten sich plötzlich staubtrocken an. Im Kofferraum lag noch ein Rucksack, in den sie auch frische Kleidung für ihn mit eingepackt hatte, nicht nur für sich. Sicher, die Rede war nicht nur von Kleidung. Aber da war ja auch noch ihre eigene, völlig vollgestopfte Tasche, mit deren Hilfe man locker einige Tage überleben konnte. Er wäre garantiert nicht aufgeschmissen gewesen. Doch diese Info wurde soeben verhältnismäßig lächerlich unwichtig. Darum ging es ihr schon längst nicht mehr.
In der Hoffnung, er habe sich gerade einfach nur verflucht unklug ausgedrückt, starrte sie ihn an. Ihre Brauen lagen stark gerunzelt über den entsetzten Augen.

@Benjamin Harper


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zuletzt bearbeitet 18.06.2017 16:29 | nach oben springen

#95

RE: Flure

in Erdgeschoss 18.06.2017 18:23
von Benjamin Harper (gelöscht)
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Eigentlich waren sie da einer Meinung, niemand wollte sich an dem Mist gerade hoch ziehen und klar hätte Ben auch etwas ganz anderes sagen können. Nur wurde es aus bestimmten Gründen nicht getan, weil er nicht voreilig klingen will. Es hatte für ihn somit nichts mit dem scheinbaren Gedankengängen ihrerseits zu tun. Denn allein die Vorstellung ist für ihn einfach absurd, mag sein das es Kerle gab die auf solche Heimchen am Herd standen aber Ben suchte sie sich nicht aus, weil er sie auf links drehen wollte.

Im dunklen Flur begann dann der Anfang vom Ende, so kam es ihm jedenfalls gerade vor. Anfänglich bestätigte sie seine Worte sogar mit einem Nicken aber der letzte Satz brach sogleich das Genick und der Schlamassel nahm seinen Lauf. Jeder hatte in diesem Punkt einfach seinen eigenen Standpunkt, und womöglich war es nur ein Zufall aber am Ende kam es trotzdem aufs gleiche hinaus.
Und während er für ihre Sicherheit sorgte, bzw einfach ein Auge drauf haben wollte, wurde es allen Anschein nach von Frau ganz anders aufgefasst. Dabei hatte er überhaupt keine Probleme sie anzusehen, warum auch?
"Kipp meinen Rucksack einfach aus, dann siehst du das dort mein beschissenes Leben drin steckt!" Herrgott es war positiv gemeint und wurde doch in der Luft zerrissen, lief ja richtig super. Am besten ignorierte er ihr Kopf schütteln, statt sich daran hoch zu ziehen. Und noch besser war es von ihr, die Gedanken nicht einfach auszusprechen - sonst wäre er wohl wirklich noch laut geworden weil ihm scheiß egal war was sich alles im Wagen befand, es ging Ben lediglich um seinen Rucksack. Denn zur Not würde er auch mit einem Messer überleben, lange genug war er dafür ausgebildet worden.

@Raven Sinclair

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#96

RE: Flure

in Erdgeschoss 18.06.2017 19:09
von Raven Sinclair | 9.571 Beiträge
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Waffen Messer, Schusswaffe

Es kostete sie enorm viel Kraft ihm die Chance für eine Erklärung einzuräumen und nicht einfach wie ein Vulkan an die Decke zu gehen, weil ihre eigenen Schlüsse sie übermannten. Natürlich war er nicht dumm genug, ihre Frage zu bejahen, das hätte wohl wirklich das Aus bedeutet. Stattdessen rechtfertigte er seine Worte auf seine Art und erneut war sich Raven nicht sicher, ob sie ihn richtig verstand. Aus einem selbstschützenden Aspekt heraus fragte sie aber auch nicht nach, um es nicht noch schlimmer zu machen. Sie hob nur eine Hand, wie zur Abwehr, und bat ihn damit stumm darum, es dabei zu belassen.
"Ich werde deine Sachen nicht mehr anfassen.", sagte sie abschließend, während sie sich vorbeugte und auf ihren Knien abstützte. Der kleine Fliegenpilzanhänger pendelte daraufhin, als der ironische Glücksbringer, der er sein sollte, der Schwerkraft nachgebend aus ihrem Ausschnitt heraus.

In ihren Augen spielte sich sein Leben nicht in Form von Dingen in seiner Tasche ab, sondern hier und jetzt zwischen ihnen. Als das, was gestern Abend noch war und gerade womöglich kaputt ging. Oder als das, was aus diesem missglückten Gespräch vielleicht doch noch wurde und ihre Bande stärkte. Es spielte sich in Form seiner totgeglaubten Mutter im Gemeinschaftsraum ab oder als sein Bruder, der hoffentlich bald wieder vor ihm stehen würde. DAS machte ein Leben aus, wenn es nach Ravens postapokalyptischer Auffassung ging. Denn sie hatte ihre Familie, all ihre Freunde und jedes geliebte Erinnerungsstück verloren. Und der Einzige, der ihr noch etwas bedeutete, stand hier vor ihr und stauchte sie dafür zusammen, seinen Rucksack genommen zu haben.

All das behielt sie für sich. Das flaue Gefühl in ihrer Magengegend war stärker als der Drang, sich Luft zu machen. Mit geschlossen Augen, das Gesicht dem Boden zugewandt, nahm sie einen tiefen Atemzug.
Wären sie doch einfach auf der Farm geblieben..
Ihre Jacke und einige ihrer Haarsträhnen waren vom Regen noch feucht und kühlten sie ab. Das Adrenalin verflog und sie begann zu frieren. Eigentlich wollte sie jetzt viel lieber alleine sein, kotzen und sich dann in Ruhe hier umsehen; doch sie ermahnte sich, daran zu denken, wer vor ihr stand - dass er ihr zu wichtig war, um abzuhauen. Und wie knapp dieser Mistkerl vorhin schwereren Verletzungen entkommen war. Wenn nicht sogar mehr.
Es dauerte einen Moment, bis sie den Mund öffnen und weiter sprechen konnte.
"Wie.. fühlst du dich überhaupt? Der Sturz sah wirklich schlimm aus."

@Benjamin Harper


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zuletzt bearbeitet 18.06.2017 19:14 | nach oben springen

#97

RE: Flure

in Erdgeschoss 22.06.2017 10:51
von Benjamin Harper (gelöscht)
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Bereits des öfteren stellte Benjamin fest, wie anders sich seine Auserwählte aufführte. Woher sie auch immer wieder diese Kraft nahm, half ihnen Beiden mehr als sie sicher ahnte. Trotzdem war nicht alles Friede Freude, sondern standen sie erneut vor einem dicken Stein der aus dem Weg geräumt werden musste. Fürs erste hob sie abwehrend ihre Hand, Grund genug nicht weiter aus den Vollen zu schöpfen aber eine Kleinigkeit wollte er noch los werden. "Du sollst nur nichts ungefragt entwenden" Murmelte er sich in seinem Dreitagebart, weil sie einfach wissen sollte das er niemand ist der nicht teilte. Zudem machte sie deutlich wie schlecht es ihr ging, was Benjamin unheimlich leid tat. Niemand sah gern wie ein geliebter Mensch leiden musste.

Dennoch behielt jeder für sich seine Ansicht und ob es ihnen das Genick brechen wird oder sie gestärkt aus dem ganzen hervor gehen, wird sich wohl sehr bald zeigen. Ben hoffte es wird letzteres sein, denn noch immer pochte sein Herz wenn er sie anblickte und selbst wenn sie nicht vor seinen Augen herum tänzelte, lagen viele Gedanken bei ihr. Natürlich war ihm seine Familie ebenso wichtig, weswegen er das alles nicht erst ansprach weil es gerade in seinen Augen gar nicht darum ging. Zudem konnte er selbst jetzt nicht mit Sicherheit sagen, ob sie sein restliches Leben bei ihm bleiben werden oder eine Höhere Macht es verhindern wird. Aber darüber wollte er sich gerade keine Gedanken machen, ebenso kein schlechtes Gewissen aufbauen weil er so viel mehr als sie bekommen hat. Es war einfach nicht die passende Zeit um sich in einer ruhigen Ecke darüber Gedanken zu machen.

Ihre tiefe Atemzüge und wie sie halb in sich gesackt da stand, konnte sich Benjamin nicht sehr lange mit ansehen. Doch ein letztes mal musste er in die Flure horchen bevor er sich ihr ungefragt näherte. Solange er sich sicher fühlte, war es ihm möglich Gefühle einer ganz anderen Art zu zeigen und genau das tat er. Anfänglich schob er eine Strähne hinter ihr Ohr bis seine Finger Spitzen zurück glitten um ihr Kinn zu heben, ehe er dazu verführen wollte sich an ihn zu lehnen. "Solange du lebst, geht es mir gut. Riskiere bitte nicht dein Leben für mich, ich könnte es nicht ertragen wenn dir wegen mir etwas passiert" Sprach er nicht nur leise, sondern ohne jeden Vorwurf in der Stimme. Ben hoffte inständig, das der Seelenfrieden für einen Moment wieder hergestellt war und er sich nicht gleich auf der anderen Seite des Flures wiederfand, weil sie seine Nähe nicht ertrug und ihn von sich stieß.

@Raven Sinclair

zuletzt bearbeitet 22.06.2017 10:51 | nach oben springen

#98

RE: Flure

in Erdgeschoss 22.06.2017 22:54
von Raven Sinclair | 9.571 Beiträge
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Waffen Messer, Schusswaffe

Ihr Wunsch nach einem Schlussstrich wurde erhört. Zwar fügte er noch ein paar Worte an, doch die klangen ebenfalls eher nach etwas, das er loswerden musste, weil es ihm sonst keine Ruhe gelassen hätte. Seine Stimme wirkte ruhig und nicht so, als würde unterschwellig noch das Fegefeuer lodern, das direkt Runde Zwei einläuten wollte. Der dunkle Schopf bewegte sich, als sie zur Kenntnisnahme einmal nickte. Sie hatte verstanden und überlegte sich in Zukunft lieber noch einmal, was sie diesbezüglich tat.

Reden half viel, gerade bei diesen beiden. Leider waren die Gegebenheiten dazu nicht immer günstig. Irgendetwas war immer und bei den unzähligen anderen Dingen, die auf ihrer Liste standen, fielen Streitereien wie diese eher unter die Kategorie 'Luxusprobleme'. Nur zu dumm, dass gerade die alles kippen, wertvolle Kraft und Vertrauen kosten konnten. In Ravens Fall bestärkten genau die nämlich leider ihre inneren Kämpfe mit sich selbst. Ihre Zweifel und Fragen wie 'Ein Rucksack kommt noch vor mir?', 'Wozu wollte er mich überhaupt für sich?', 'Habe ich gestern die richtige Entscheidung getroffen?' und, und, und..
In der Hinsicht konnte sie sich nicht vertrauen. Sie kannte ihre alten Muster und fürchtete sich davor, den einfachen Weg zu wählen und alles hinzuschmeißen, bevor es wirklich schwierig wurde. Um dem entgegen zu wirken brauchte sie gewisse Sicherheiten und Bens Unterstützung. Und Zeit, die sie womöglich gar nicht hatten.

Die Stärke, von der sie selbst nicht wusste, woher sie kam, stieß nach den letzten Wochen mit Noah, Sarah, rasanten Fluchtmanövern, Kämpfen, dem Gefängnis und der emotionalen Achterbahn mit Ben schließlich an ihre Grenzen. Ihre linke, getapte Hand und die aufgerissene Stelle an ihrem Rücken pochten vor Schmerz. Ihre Beine zitterten ein wenig. Die junge Frau hatte das Ausruhen dem Schreien vorgezogen, weil sie schlichtweg keine Lust mehr verspürte, sich mit ihm zu streiten. Dadurch war nicht alles in Ordnung. Auch durch seine Berührungen machte er seine verletzenden Worte nicht ungesagt. Aber sie wollte viel lieber zärtlich mit ihm sein, als jeden Moment mit ihm zu einem Minenfeld zu machen. Sie hatte sich doch fest vorgenommen, Geduld für ihn aufzubringen. Für wen sonst, wenn nicht für ihn?
Er lenkte ihren Blick mit einer sanften Geste wieder auf ihn und spätestens, als er seine Hände zu einer Umarmung hob, richtete sie sich wieder ein Stück weit auf. Wenigstens so weit, um ihm nicht den Kopf in den Bauch zu drücken.
Ben rechnete unter anderem auch mit einer abweisenden Reaktion, dabei war sie für die Nähe im Grunde sehr dankbar. Sie musste nicht zweimal dazu aufgefordert werden, bis sie ihre Wange an seine Brust lehnte und die eigenen Hände an seine Flanken legte. Ihre Finger suchten Halt am Stoff seiner Kleidung, wie sie es fast immer taten, wenn sie sich nahe kamen. Bis dahin lief noch alles gut für ihn. Und auch seine folgende Antwort half dabei, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Neben der Sorge um sein Eigentum hatte er also doch nicht vergessen, dass sie jetzt genauso gut tot sein konnte. Leise hauchte sie ihren Atem aus.
"Ich hatte vorhin nicht wirklich eine Wahl. Und ich würde es immer wieder so machen.", eine kleine Pause folgte, in der sie sich wieder etwas von ihm entfernte, um ihn ansehen zu können.
"Wenn du mit mir zusammen sein willst, ist jedes Risiko unser Risiko, Ben.. Ich werde immer einschreiten, wenn ich es kann, auch wenn du es mir verbietest. Und ich werde nicht zulassen, dass du mich alleine lässt, weil du den heldenhaften Märtyrer spielen musstest."

@Benjamin Harper


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zuletzt bearbeitet 01.09.2017 22:33 | nach oben springen

#99

RE: Flure

in Erdgeschoss 24.06.2017 11:37
von Benjamin Harper (gelöscht)
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Noch immer erschreckte sich Benjamin vor der Tatsache, wie gut Raven ihr Gespür doch war. Manche brauchte Monate oder gar Jahre um seinen Verstand zu verstehen aber sie hatte es im Handumdrehen raus. Vielleicht lag es an der neuen Welt, wo alles sehr viel schneller gehen musste und sie kaum noch die Zeit für eine gemütliche Analyse fanden. Ben fand es nicht nur schade, sondern fragte sich manches mal wie es gewesen wäre wenn er Raven in einer anderen Zeit kennengelernt hätte. Aber das hieß noch lange nicht er wolle sie wieder hergeben, denn sie hatte sich in sein Herz geschlichen.
Schon damals ging eine Beziehung nicht mit der Rosaroten Brille einher und Reden war einfach nicht manchen Punkten Gold wert, so auch jetzt. Es mussten einfach die Dinge ans Licht gebracht werden, sich Luft gemacht werden und die Standpunkte erneut klar gemacht werden, bevor sie wieder freier atmen können. Selbst wenn sie noch Stunden mit hitzigen Wortgefechten verbringen könnten, fühlte es sich für Ben so sehr viel besser an. Er war eben niemand der sich gerne stritt und Raven machte auf ihn auch keinen solchen Eindruck. Lieber kurz und knackig! Trotzdem glaubte er, es war noch längst nicht alles auf dem Tisch. Nur lag es ihm fern jetzt nachzubohren, wenn jemand reden will dann tut er es und wenn nicht dann lässt er es. Bereits seid er denken kann, ging er so durchs leben und oft genug war er auch lieber schweigsam und machte vieles mit sich aus, als andere Menschen um sich herum damit zu konfrontieren. Ja irgendwie hatte jeder seine Muster die er nicht einfach ablegen kann und im Grunde machte es einen Menschen auch aus.

Für Raven war langsam der Punkt erreicht und das Fass kurz vorm überlaufen, irgendwann erreichte jeder diesen Punkt und er war nicht schön. Weswegen er inständig hoffte, sie würde seine Geste nicht einfach abschmettern, denn noch hatte Ben die Kraft um gegen die ganze Welt anzukämpfen und was für ihn gerade verdammt wichtig war.. seine Freundin in diesem Moment aufzufangen.
Seine stummen einfühlsamen Gesten wurden erhört, es dauerte kaum mehr als ein paar Atemzüge bis sie an seiner Brust lehnte und er seine Arme vollends schützend um sie legen durfte. Natürlich vergass er weder sie, noch was hätte alles passieren können. Selbst wenn er nur wenig darüber sprach oder gar Anzeichen von Mitgefühl gab, die Gedanken waren stets präsent.

Es war Ben von vornherein bewusst, dass sie nicht alles schweigend hinnehmen wird. Er schmunzelte sogar ein wenig darüber. "Dann sind wir uns also wieder einig" Sagte er abschließend, weil er trotz seiner Ansicht - sie solle sich nicht in Gefahr bringen - wusste das sie es nicht einfach einstellt, so wie er niemals anders handeln täte wenn sie in Gefahr ist.
"Vielleicht wäre es gut wenn du und meine Mum euch etwas ausruht, es ist viel passiert" Längst hatte er sie erneut soweit in seine Arme geschlossen das er mehr die Wand ansah als ihre schönen Augen. Zudem sprach er gerade kein Machtwort als müsse man dem ganzen folgen, es war lediglich ein Vorschlag den er liebevoll aussprach.

@Raven Sinclair

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#100

RE: Flure

in Erdgeschoss 26.06.2017 11:14
von Raven Sinclair | 9.571 Beiträge
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Waffen Messer, Schusswaffe

Sie wird reden. Zu einem anderen Zeitpunkt, wenn ihre Köpfe frei füreinander waren, wird sie ihm sagen, was jetzt noch verborgen blieb. Und dann würde er erfahren, dass sie noch längst nicht behaupten konnten, sich in allem einig zu sein. Das konnte nach so kurzer Zeit auch niemand erwarten und selbst in einer heilen Welt wäre es nicht anders gewesen.
Früher hielt sie sich nie zurück, wenn es um etwas ging, das ihr nicht passte. Er hätte das verzogene Töchterchen damals bestimmt nicht gemocht. Irgendwo in ihr war dieser egoistische Sturkopf auch noch immer, er hatte nur gelernt, sich in gewissen Situationen zurück zu halten, weil ein großes Maul ihr schlicht den Kopf kosten konnte. Dadurch musste sie unwillkürlich demütiger werden - eine Reifeprüfung, die Ben und ihr in solchen Momenten zugute kam, damit kein unnötiges Dynamit verschleudert wurde. Sie waren keine Feinde und auch keine kleinen Kinder. Aber sie mussten noch lernen, miteinander zu funktionieren und sich auch nicht so zu benehmen. Allein an den Gedanken, dass Entscheidungen zukünftig nicht mehr nur für sich selbst galten, mussten sie sich gewöhnen. Raven sah ein, dass ihm das nach all der Zeit nicht leicht fallen konnte. Doch auch sie blieb davon nicht verschont. Die junge Frau konnte ihm auch nicht garantieren, es zu schaffen und eines Tages jemand zu sein, den er sich an seiner Seite wünschte. Jedoch war sie gewillt, es zu versuchen.

Dann sind wir uns also wieder einig - seine amüsierte Stimmlage klang versöhnlich. Sie genoss es, wenn er sich entspannt gab. Zu oft beherrschten Ernst und Sorge sein Handeln. Das war nur verständlich, sie erwartete auch nichts anderes. Er war eben Realist, genau wie sie. Da durfte man Momente wie diese nicht für selbstverständlich nehmen, darum gab sie sich sehr gern mit der Umarmung und dem vorläufigen Waffenstillstand zufrieden. Früh genüg schlug die Laune wieder um, spätestens, wenn ein Geräusch im Gang sie aufschreckte und daran erinnerte, in was für einem Terrain sie sich aufhielten.

Sie solle sich ausruhen, schlug er vor. Ravens Reaktion darauf war ein leises Auflachen. Nicht sie war vorhin auf dem Asphalt aufgeschlagen, sondern er. Ihre Erschöpfung rührte eher von aufgewühlter Psyche; er war es, der sich hinlegen sollte. Sachte schüttelte sie den Kopf und löste sich langsam auch wieder aus seinem liebevollen Griff. Eine Hand hob sie dabei an sein Gesicht, wo ihr Daumen in einer flüchtigen Geste sanft über sein stoppeliges Kinn strich.
"An sich gern, aber du hast deinen.. alten Freund aus Army-Zeiten doch gehört: Hier ist es noch nicht sicher. Da mache ich es mir nicht bequem. Aber deiner Mum solltest du das vorschlagen. Sie hat zwar nichts gesagt, aber ich glaube, sie hat vorhin gehumpelt."

@Benjamin Harper


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zuletzt bearbeitet 26.06.2017 21:54 | nach oben springen

#101

RE: Flure

in Erdgeschoss 27.06.2017 00:48
von Benjamin Harper (gelöscht)
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Die Träume von Raven waren schön und es stand ihm eigentlich gar nicht zu, dies in solch einer Form in Betracht zu ziehen, weil es für sie wohl eher fest daran glaubte. Nur glaubte Ben nur noch an das was vor seinen Augen lag und geschah. Denn seid der ganze Mist los ging, gab es kaum noch einen Moment wo sein Kopf wirklich frei war. Dennoch lag es ihm natürlich fern, solch eine Hoffnung einfach platzen zu lassen, welche selbst tief in ihm schlummerte.
Dafür gab es gerade die kleinen Momente wie jetzt, wo es sehr viel einfacher war, sich Einigkeit einzureden, obwohl es bis dahin noch ein langer Weg sein wird, sofern sie diese Chance dafür auch bekommen werden. Das Leben war mittlerweile kürzer als zuvor geworden, hing immerzu an einem Seidene Faden und niemand wusste wann er riss. Woher hätte Ben auch wissen sollen wie Dünn ihr Eis unter normalen Umständen gewesen ist, und sich mittlerweile um 180 Grad gedreht hatte, damit sie nicht einbrach und alles ein jähes Ende hatte.
Niemals werden sie auslernen, egal wie Alt sie auch sein mögen oder wie lange ihre Beziehung auch bereits fortgeschritten sein wird. Zwei Individuen die als Einzelkämpfer einander fanden, und wahrlich viel Energie für keinerlei Alleingänge brauchten. Trotzdem konnte er bereits mit reinem Gewissen sagen, sie war in seinen Augen perfekt. Warum auch sollte er sich eine Frau an seine Seite ziehen, damit er sie sich zurecht bog? Nein das wird sie bei ihm sicher nicht erleben.

Seine Worte mit einem gewissen Unterton, trugen nicht zu einem Streit bei, sondern wurden versöhnlich aufgenommen. Genau das was Ben gerade wünschte, denn es gab für alles eine Zeit und jetzt war ein Augenblick für ihn gekommen, wo die Gefühle überhand nehmen durften. Damit waren selbstverständlich schöne Gefühle gemeint, solche wo es nur wenig brauchte um sich einfach wohl zu fühlen. Er ließ sogar einen tiefen Atemzug zu, einfach weil er sie in seinen Armen hielt, ohne weg gestoßen zu werden.

Ein weitere Wagnis ging er mit seinen Worten ein, die wohl nicht mit einem einfachen Ja enden werden.
Längst dachte Ben nicht mehr an sich, für ihn zählte sie und seine Mum, nur ihnen sollte es gut gehen und der Rest war ihm egal. Da kam einfach wieder der Einzelkämpfer durch, der.. der alles unter Kontrolle halten wollte.
Leicht amüsiert, hörte er nicht nur was sie sagte, sondern mochte ihre Berührung - welche er schamlos ausnutzte, indem er sie einfach küsste. Egal mit welchem Argument er jetzt käme, sicher hätte sie einen Grund um es abzulehnen, denn natürlich verstand er sie und er selbst würde jeden einen Vogel zeigen der meinte, er solle sich jetzt ausruhen.
Als er sich langsam wieder von ihren Lippen löste, nahm er ihre Hand. "Sie stellt ihre Belange immer hinten an.. das habe ich wohl von ihr" Bereits nach wenigen Schritten hatte er bemerkt das etwas nicht mit seiner Mum stimmte, selbst wenn sie versuchte es vor aller Augen zu verbergen und was genau los war, wollte Ben nun raus finden. Weshalb er auch Anstalten machte zu gehen, ohne dabei ihre Hand los zu lassen.

@Raven Sinclair

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#102

RE: Flure

in Erdgeschoss 29.06.2017 19:56
von Raven Sinclair | 9.571 Beiträge
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Waffen Messer, Schusswaffe

Diesen beiden völlig unterschiedlich-gleichen Charakteren rollten so viele Steine in den Weg, dass es schier an ein Wunder grenzte, sie noch zusammen zu sehen. Egal, wie perfekt sie einander womöglich erschienen, unter anderen Umständen hätte einer von beiden, wenn nicht sogar beide einvernehmlich, das Weite gesucht. Die Geduld, die sie trotz allem füreinander aufbrachten, waren die Zeugen des Wunsches, auch in Zukunft noch an der Seite des Anderen zu sein. Damit sie das schafften, mussten sie tun, was beiden schwer fiel: Ehrlich sein und reden. Vor allem ehrlich zu sich selbst.
Und zwar nicht erst irgendwann, wenn die Welt wieder in Ordnung war, sondern sobald wie möglich. Ihre Köpfe würden nie vollends befreit sein, doch ein paar Minuten konnte man sich zwischendurch immer nehmen. Vielleicht am Abend, wenn alle Aufgaben für den Tag erledigt waren und man vorerst die Beine hochlegte. Wer wichtige Kleinigkeiten aufschob, hatte irgendwann einen Berg an 'Träumen' vor sich, der nicht mehr zu bewältigen war. Nein. Wenn einem etwas wirklich am Herzen lag, ging man es so bald wie möglich an. Besonders, wenn die Lebenserwartung so gering ausfiel wie heutzutage.

Er schien das zaghafte Streicheln sehr zu genießen, sodass ihre Hand weiter in seinen Nacken fuhr, als sein Gesicht sich ihrem für einen Kuss näherte. Den gewährte sie ihm gern, sie ließ ihn auch anhalten, bis er ihn selbst wieder löste. Das Lächeln, das sie ihm anschließend zeigte, wurde nach dem folgenden Wortwechsel jedoch wieder etwas schief. Da war er wieder, der Märtyrer..
'Alle anderen, dann Ben.' Genau diese Einstellung war es, die Raven Angst machte. Doch ihm das einzubläuen musste bis später warten, dazu war nun wirklich nicht der passende Zeitpunkt.
"Schrecklich, diese Gutmenschen..", gab sie ihm nur neckend zu verstehen und verstärkte den Griff an seiner Hand, bevor er ihr davon lief.
"Warte.. Ist mit dir wirklich alles in Ordnung? Sei bitte ehrlich. Du tust niemandem einen Gefallen, wenn du helfen willst, aber mitten im Kampf umkippst." Immerhin war er ziemlich heftig gestürzt und zwischendurch einige Minuten ohnmächtig. Keiner wusste, ob mit seinem Kopf alles in Ordnung war. Selbst er musste da einsehen, dass er nichts überstürzen durfte, wenn er sich nicht vollkommen einsatzfähig fühlte. Erst, wenn er ihr das überzeugend bestätigen konnte, machte sie Anstalten, mit ihm zurück zu gehen.

@Benjamin Harper
→ zurück zum Gemeinschaftsraum ?


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zuletzt bearbeitet 01.07.2017 14:04 | nach oben springen

#103

RE: Flure

in Erdgeschoss 29.06.2017 20:20
von Benjamin Harper (gelöscht)
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Gerade in dieser Welt, waren die Wunder plötzlich da. In vielen Dingen wurde einfach mehr Wehrt und Zeit investiert, früher hätte wohl niemand diese Opfer gebracht weil alles in Hülle und Fülle vorhanden gewesen ist. Sie Beide waren wohl bitterlicher Weise, ein sehr gutes Beispiel dafür.
Gemeinsam sprangen sie über einen großen Schatten und gaben ihr Bestes, so wie sie es in Zukunft auch weiter versuchen werden. Es durfte nicht erst ein gewisser Berg aus Steinen entstehen, diesen brächten sie nicht einfach aus der Welt. Und gerade jetzt hätte Ben es sehr begrüßt, wenn sie ihre Gedanken um die abendlichen Ideen mit ihm geteilt hätte. Es war nämlich in seinen Augen der beste Weg, nichts zwischen Tür und Angel, sondern die Chancen greifen sobald sie geboten werden.

Natürlich genoss Benjamin es wenn Raven die sanfte Seite von sich zeigte und für den Moment die Welt einfach still stand. Nur der Realist in ihm, wagte gerade nicht einfach die Auszeit. Viel zu schnell, holte er ihn in die Gegenwart zurück. Beinah hätte er angesteuert geschnaubt, weil er sich nicht von ihren Lippen entfernen wollte aber ohne hin fand Raven recht schnell ihre Worte wieder. Wie hätte er da noch angesäuert sein können, eher lächelte er darüber nur schief. "Tut mir leid, ehrlich" Manchmal tat es das wirklich, es fiel ihm einfach schwer umzudenken aber dafür hatte er ja sie und genau diese Gedanken wurden recht schnell umgesetzt.
Nun seufzte er wirklich, bevor eine Antwort folgte. "Nur etwas Kopfschmerzen und die Schürfwunden brennen vor sich hin... mach dir keine Sorgen" Er nahm ihre Frage ernst, tat sie nicht einfach ab und sprach um den heißen Brei herum. Denn im Grunde hatte sie vollkommen recht, schon einmal wollte er über sich hinaus wachsen und kippte einfach um. Wäre sein Bruder nicht da gewesen, hätte das einen ordentlichen Aufprall gegeben.

In dem Glauben die Antwort genüge Raven, zog er sie langsam aber sicher in Richtung Gemeinschaftsraum, damit sie die Warteten - nicht noch länger warten ließen. Doch ihre Hand ließ er noch immer nicht los, sie gehörte zu ihm und es gab für ihn kein Versteck Spiel mehr.

<<< Gemeinschaftsraum
@Raven Sinclair (du darfst. So haben wir kein Päckchen was dort mitgespielt wird

zuletzt bearbeitet 29.06.2017 20:21 | nach oben springen

#104

RE: Flure

in Erdgeschoss 19.07.2017 17:34
von Raven Sinclair | 9.571 Beiträge
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Waffen Messer, Schusswaffe

Arztkammer

Man ließ sie nicht so schnell entkommen, wie sie es sich vorstellte. Bens Griff brachte sie bald wieder zum Stehen und als sie verstand, dass er ihr etwas zuflüstern wollte, kam sie ihm dafür auch ein Stück entgegen. Sie nickte sachte und mit einem Lächeln, einen Alleingang hatte sie nämlich ohnehin nicht im Sinn. Jedenfalls nicht ernsthaft. Auch Lisas Blick erwiderte sie mit einer bestätigenden Kopfbewegung und sah dabei hoffentlich zuversichtlich genug aus, damit die fürsorgliche Frau ihr auch glaubte.
"Ich bin direkt hier draußen.", versicherte sie beiden nochmal und überließ sie dann halbwegs guten Gewissens der Dame in der Kammer, die gerade so freundlich auf das Erscheinen der drei reagiert hatte.
(@Lisa Harper & @Benjamin Harper )

Nur ein paar Schritte folgte sie dem Gang in die Richtung, in die Sebastian und sein Sohn verschwunden waren. In der Hoffnung, sie würde um eine Ecke spähen oder wenigstens etwas hören können - doch die Wege in diesem Gebäube wirkten auf den ersten Blick zu verschlungen, um überhaupt einschätzen zu können, wo der Anführer nun war. Und Raven wollte sich, wie versprochen, nicht zu weit entfernen.
Also tappte sie langsam wieder zurück, entließ ihren schweren, viel zu voll gepackten Rucksack von ihren Schultern und lehnte sowohl den, als auch sich selbst an die Wand gegenüber der Arztkammer. Den Rücken presste sie mit ganzer Fläche ein paar Sekunden lang fest an die kühle Mauer, streckte ihre Beine und brachte sich anschließend in einen bequemeren Stand, um zu warten.

@Annabeth Chase & @Felix Winter
Wenn ihr Lust habt, kommt gerne dazu.


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#105

RE: Flure

in Erdgeschoss 19.07.2017 21:43
von Annabeth Chase (gelöscht)
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Nur einen gefühlten Moment später betrat auch ich den Flur und sah gerade noch wie die Frau die wenigen Schritte wieder zurückkam und ihren Rucksack von den Schultern gleiten ließ. Es war ein wenig seltsam gleich so vielen Menschen an einem Tag zu begegnen. So vielen fremden, aber wohlgemerkt lebenden Menschen. Was eindeutig eine positive Seite an mir weckte. Oder sie zumindest wieder bestärkte. Stumm atmete ich tief durch als ich in dem Gang hier auch nichts weiter entdecken konnte. Es schien zumindest für den Moment ruhig zu bleiben. Was wir alle wohl auch dringend nötig hatten.
Ich hob zur Begrüßung kurz die Hand und nickte leicht. Kurz viel mein Blick auf ihr Gepäck und ich stellte fest das ich selbst ziemlich leicht reiste. Vielleicht hatte sie bei ihrer Suche auch nur mehr Glück gehabt. Wie dem auch sein mochte. Ein Moment sah ich kurz zurück zur Tür und wartete auf Felix. Dann wandte ich mich wieder an die Frau vor mir und versuchte ihr in einfachsten Zeichen ein paar Informationen zu entlocken. Vielleicht hatte ich ja auch mal etwas Glück und sie konnte mich, auf welche Weise auch immer, verstehen. Vielleicht würde sie uns aber auch von sich aus etwas erzählen. Ihren Namen verraten, oder was passiert war. Ganz gewohnheitsmäßig schweifte mein Blick dabei aber immer mal wieder durch den Gang. Etwas nervös spielten und zupften meine Finger derweil mit der Sehen des Bogens, den ich mir um den Oberkörper gelegt hatte. Mittlerweile hatte ich ihn schon so lang das er praktisch zu einem Teil von mir geworden war. Es mochte absurd sein, aber durch diesen Bogen fühlte ich mich ein Stückweit sicherer. Wobei das Adrenalin immer noch durch meine Adern pumpte und mich hellwach hielt.



@Raven Sinclair
@Felix Winter

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