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Washington ist eine gefallene Stadt. Amerika ein gefallenes Land. Seit 15 Monaten ist die Welt eine einzige Todesfalle. Die Toten haben sich erhoben, die Lebenden müssen sich verstecken. Glaubst du, dass du zu den wenigen Glücklichen gehören wirst, die überleben können? Hast du das Zeug, das dich zum Survivor macht? Wirst du letztlich zu einem der vielen untoten, verwesenden Gesichtern oder kannst du dich behaupten?

Dead World ist ein FSK 18 geratetes RPG, welches seit 3 Jahren seine Spieler in die gefährliche, postapokalyptische Welt im Jahr 2015 rund um Washington D.C. führt. Hier geht es zu den Kolonien!
Das Gefängnis ist überrannt. Die Untoten haben sich der Mauern bemächtigt und diejenigen, die sie ihr Zuhause genannt haben, mussten fliehen. Aber das Glück im Unglück führte dazu, dass sich die Gruppe in einer Wohnwagensiedlung niederlassen konnte.
Der Anführer des Asylums ist auf Mission verschollen. Die Kolonie weiß noch nicht, dass er nicht wieder kehren wird. Die Lebensmittel sind knapp, ihre Mauern nur provisorisch repariert.
Juli - August 2015. Ein heißer Sommer, der schon einmal mit einem heftigen Gewitter überrascht hat.

Die Sonne bestimmt in der Region das Wetter, doch hin und wieder kann es zu Unwettern kommen. Die Höchsttemperaturen steigen bis auf 36 Grad am Tag und 24 Grad in der Nacht an.

Wir empfehlen Lichtschutzfaktor 50!

#181

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 06.07.2017 15:42
von Sebastian Stone (gelöscht)
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Noch ehe Lisa und ich unser Gespräch weiter vertiefen konnten, betraten auch Raven und Ben wieder den Gemeinschaftsraum. Lisa allerdings ließ sich davon nicht abbringen mir dennoch zu Antworten und die ruhige und entspannte Situation weiter aufrecht zu erhalten. Ich nickte ihr nur zu. Wir Beide besaßen die gleichen Ansichten und Bedarf keine weiteren Worte.
Raven fragte zugleich, was der weitere Plan sei, während Ben wohl nun auch davon überzeugt wurde, seine Platzwunde versorgen zu lassen. "Ich habe keine Ahnung, wo Max bleibt und ob er sie bereits gefunden hat.." Der junge Stone machte sich ja bereits auf die Suche nach ihr, aber brauchte ungewöhnlich lange. Er schien doch nicht etwa in Schwierigkeiten zu stecken? Ich könnte mir gar nicht ausmalen oder vorstellen, was passieren würde, wenn ich ihn tot oder sogar als Zombie wiedersehen würde.
Doch lange darüber nachdenken konnte ich gar nicht. Ich beobachtete, wie Lisa ihrer Versorgungspflicht als Mutter nachkam und Raven, sowie Ben etwas zu essen hin hielt. Ein wenig musste ich grinsen. Irgendwo war es doch schön anzusehen, wie sehr sie sich umeinander sorgten.
"Nicht weit von dem Gemeinschaftsraum ist eine Arztkammer, vielleicht gibt es dort noch Verband oder ähnliches." Zwar wurde von Caspar weitgehend alles mitgenommen, um Mary in der Kapelle zu versorgen, aber ich wusste nicht, ob er tatsächlich alles mitgenommen hatte. Sollte Max und Annabeth nicht erscheinen, wäre es zumindest ein Versuch wert.

@Raven Sinclair
@Benjamin Harper
@Lisa Harper

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#182

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 07.07.2017 16:53
von Raven Sinclair | 9.567 Beiträge
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Waffen Messer, Schusswaffe

Einen Ort zum Ankommen - So etwas ähnliches hatte Raven vor ein paar Tagen an Ben gerichtet. Gedanklich konnte sie Lisa daher nur zustimmen. Ein Zuhause wäre traumhaft. Vielleicht sogar utopisch. Versuchen sollte man es trotzdem. Und der erste Schritt war ja schon getan. Dem Kloster standen nun drei Personen mehr zur Verfügung, die mit anpacken konnten und bisher ging sich auch niemand an die Gurgel. Im Gegenteil: Man war bereit, sich versorgen zu lassen, wofür die Dunkelhaarige ihrem Gefährten einen dankbar wirkenden Seitenblick zukommen ließ. Er hatte es kapiert und nahm ihr damit einen schweren Stein von den Schultern.

Einen richtigen Plan gab es dadurch leider trotzdem nicht. Sebastian wirkte mittlerweile selbst ein wenig verunsichert über den Verbleib der gesuchten Frau. Konnte das Gelände groß genug sein, um sich so gut zu verstecken oder war am Ende noch etwas passiert? Er hätte seinen Sohn doch nicht losgeschickt, wenn das Risiko bestand.. oder? Die Gegebenheiten waren der ungeduldigen Frau viel zu unsicher und vage. Am liebsten wäre sie selbst los, um sich ein ordentliches Bild zu verschaffen. Bevor sie das aber auch nur versuchen konnte, kam Lisa auf sie zu und bot ihr das Obst an. Nein.. sie drückte es ihr eher auf eine Art in die Hand, die keine Widerworte duldete. Diese mütterliche Weise, an die Raven sich kaum noch erinnerte. Sie nahm den Apfel mit einem schiefen Lächeln, irgendetwas zwischen Dankbarkeit und Verlegenheit.
"Sobald ihr in guten Händen seid.", versprach sie. Hunger hatte sie schon, das kleine Frühstück war bereits einige Stunden her. Doch den anderen beiden etwas voressen, während sie um die Vorräte im Kofferraum wusste? Das fühlte sich sonderbar an.
Zum Glück brachte der Ältere der anwesenden Männer ihr Gewissen sogleich wieder mit einem indirekten Vorschlag zum Schweigen.
"Dann lasst uns da doch mal nachsehen. Die anderen werden uns schon finden, wenn es nicht weit ist."

@Benjamin Harper
Arztkammer ?


Right now I feel...


... just like a leaf on a breeze...
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#183

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 09.07.2017 10:40
von Benjamin Harper (gelöscht)
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Ungewollt platzten die Beiden in ein Gespräch rein, was so nicht beabsichtigt war aber niemand beschwerte sich darüber. Ganz im Gegenteil, eine gewisse Anspannung wich von seiner Mum, als sich ihre Blicke trafen. Da konnte man doch gleich aufatmen und sich der Sonnenseite des Lebens widmen, ebenso den Gesprächsfetzen folgen. Die bei ihm ein kurzes Schmunzeln auslösten, da seine Mum praktisch seine Belange ohne weiteres aussprach. ´Ankommen´ versuchen in dieser Welt, eine gewisse Struktur und Normalität herzustellen.
Die weitere Vorgehensweise wurde auch gleich mit aufgenommen und wenn er dazu etwas sagen durfte, gefiel ihm der Vorschlag von Raven am besten. Warum warten wenn es wohl nur ein Katzensprung ist, zudem erweckte Sebastian mittlerweile den Eindruck als mache er sich Sorgen. Natürlich sprang dies nicht über sein Gesicht, sondern die Fassade wurde weitestgehend gehalten. Aber für Ben war es im Grunde nur menschlich, jeder der ein Herz besaß - machte sich zwangsläufig Sorgen und erst recht, wenn es um sein eigen Fleisch und Blut geht. Niemand will es, dennoch sieht es einfach, weswegen Ben auch ständig an seinen Bruder dachte. Die Ungewissheit machte ihn verrückt!

Bevor Ben allerdings weiter über seinen Zwilling nachdenken konnte, stand seine Mum auf und machte sehr deutlich - wie sich irgendwie nichts geändert hatte. Ben lächelte einfach nur über den Apfel und biss demonstrativ rein, ehe er mit vollem Mund sprach. "Nur dir zu liebe" Da schlug einfach der Junge durch, welcher seiner Mum ein klein Wenig mit Trotz entgegen wirkte. Dabei hatte er gar keinen Hunger... denn im Gegensatz zu seiner Freundin, nahm er am Morgen ein paar Bissen mehr. Der Magen hatte sich einfach dran gewöhnt und der Apfel in seinem Mund, wurde zum Kaugummi.
"Wegen mir können wir nachschauen, dann finden wir entweder was wir brauchen oder vielleicht deinen Sohn" Ben hatte mittlerweile den ersten Bissen runter geschluckt und machte sich nun daran, sein Hab und Gut an sich zu nehmen - statt weiter in das Obst zu beißen. Er jedenfalls war für einen Tapetenwechsel bereit und wartete nur darauf, wie sich alle in Bewegung setzen, sollte der selbsternannte Anführer nicht doch noch warten wollen.

@Lisa Harper
<<< Flure? / Arztkammer?

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#184

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 12.07.2017 19:32
von Lisa Harper (gelöscht)
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Erneut nickte ich nachdenklich und sah in Richtung des Flurs. Ich spürte in Sebastian einen kleinen Teil der Aufregung, die auch mich bei dem Gedanken über den Verbleib meiner beiden Söhne immer wieder gepackt hatte. Einen hatte ich wieder gefunden und doch blieb diese unvorstellbar große Angst den anderen verloren zu haben. Eine Angst die bereits in der vermeidlich "sicheren" Welt vor dem Untergang existierte und sich nach der apokalyptischen Wende noch weiter steigerte. Vor ein paar Monaten, hatte die Sorge mir beinahe die Luft zum Atmen geraubt, doch ich hatte mich immer mehr daran gewöhnt. Dadurch war sie nicht geringer geworden, der Schmerz würde einfach nur aushaltbarer.

Ich sah Raven eindringlich an und lächelte dann. "Okay. Ist akzeptiert.", erwiderte ich ruhig bevor ich mich Ben zuwandte und ihm mit einer Mischung aus Sorge, Nachdruck und Gutmütigkeit betrachtete, die man nur von Müttern kannte. Es ist schwer in Worte zu fassen, wie man gleichzeitig vollstes Vertrauen in das Tun und die Kraft der eigenen Kinder steckte und doch beinahe dauerhaft in Sorge um sie war. Man sorgte sich vom ersten Tag an ob sie sich nicht doch verletzten wenn sie ihre ersten Schritte taten und doch wusste man und vertraute darauf, dass sie alles schaffen würden, was sie anpacken.
Ein schiefes Lächeln huschte über meine gealterten Züge und nachdem sich Ben in alter Manier ein klein wenig gewehrt hatte wandte ich mich wieder zu dem Oberhaupt dieser kleinen neuen Heimat. Mein Bein pochte noch immer und meine Kiefer pressten sich für den Bruchteil einer Sekunde zusammen bevor ich sie wieder öffnete und die Stimme erhob. "Das sollten wir tun. Ich hoffe zwar wir finden gleich beides auf einen Schlag, aber das werden wir ja sehen."

Auch ich griff wieder nach meiner Tasche und trat direkt darauf auf den Flur. "Dann zeige uns doch am besten den Weg und danach darf mich dann irgendwer in ein Schlafzimmer begleiten. Ich glaube ich war seit Wochen nicht mehr so müde.", gestand ich auf dem Flur stehend noch leise bevor ich Sebastian die Führung überlies. Mir blieb schließlich auch nichts anderes übrig. Langsam gehend bildete ich die Nachhut, was mich jedoch nicht sonderlich störte, denn der alten Gewohnheit folgen, hatte ich gerne alles im Blick. Allem voran meinen Sohn und auch seine junge Begleiterin die ich recht schnell ins Herz geschlossen hatte.


----> Arztkammer

@Sebastian Stone

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#185

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 16.07.2017 03:18
von Sebastian Stone (gelöscht)
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Kaum als die anderen Beiden den Raum betraten und es geklärt war, wer was isst, stimmten auch sogleich alle ein die Arztkammer aufzusuchen. Ich nickte nur auf das gesagte und ging bereits vor. Diese kleine niedliche Familie wird definitiv Leben im Kloster voranbringen.
Der Weg zur Arztkammer war nicht weit, nur ein kurzes Stück über den Flur wäre nötig um dorthin zu gelangen. Auf unserem Weg dorthin kam uns plötzlich Max entgegen. "Dad, du musst mitkommen! Ich muss dir was zeigen!", rief er fast schon hysterisch. Er war mit Blut versaut und auch sein Baseballschläger aus Aluminium schien vor kurzem Bekanntschaft mit einigen Untoten gemacht zu haben. Ich konnte gar nicht großartig nachfragen und da zog er mich bereits am Handgelenk. Dies machte es mir deutlich, dass es wohl dringend war, was er mir zeigen wollte. Hastig drehte ich mich zu der Harper-Familie um und zeigte auf eine Tür in dem Gang. "Dort ist die Kammer. Ich komme später nach.", erklärte ich ihnen kurz den Weg, ehe ich mit Max um die Ecke verschwand....

[TBC: Undefiniert]

@Raven Sinclair
@Benjamin Harper
@Lisa Harper

(@Annabeth Chase )
(@Dr. Addie Chase )
(@Felix Winter )

(Ich bitte vielmals um Entschuldigung für die Wartezeit.. muss mich wohl auch vorerst abmelden. Finde es sowieso schlüssiger erstmal nicht auf Mutter-Chase und den Knirps (xD) zu treffen.. hab die 3 verlinkt, damit sie wissen, dass ihr jetzt zu ihnen kommt? )

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#186

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 07.09.2017 19:16
von Lisa Harper (gelöscht)
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cf Schlafraum Ⅰ

Meine Beine trugen mich mehr schlecht als recht durch die Gänge, doch ich konnte die Ärztin von zuvor nicht finden. Allmählich überkam mich ein Gefühl unangenehmen Schwindels und als ich mich auf den inzwischen schwankenden ganzen weiter voran schob stützte ich mich ab. Mein Bein brannte, stach bei jedem Schritt und irgendwann vergaß ich wie lange ich bereits herum irrte.

Nach gefühlten Stunden fand ich etwas, an das ich mich von unserer Ankunft erinnerte und stolperte hinein. Schwer atmend spürte ich wie mir der Schweiß ausbrach, mein Körper begann zu beben und zitternd sank ich zu Boden. Sofort schoss mir Benjamin durch den Kopf und vorsichtig rutschte ich in Richtung der Tür. Ich wollte ihn rufen, ihm sagen, dass er Noah finden musste. Dass er auf Raven aufpassen sollte. Dass ich ihn nicht verlassen würde.

Ich war erschreckt wie rasant sich mein Zustand verschlechterte und verzweifelt lehnte ich meinen Kopf an die Mauer hinter mir. Würde jetzt einer der Beißer auftauchen könnte ich nichts tun. Meine Tasche mit samt der Flinte lag noch immer oben im Schlafraum. Mein Atem würde flach und als ich den Blick hob sah ich in die dunklen Augen meines Mannes. Ein leichtes Lächeln huschte über meine Züge und ich streckte die Hand nach seinem Gesicht aus.
"Balt... du lebst."
Doch seine Augen füllten sich mit Tränen. "Du wirst sterben, Liz. Es tut mir so leid, ich hätte dich nie..."
Stirnrunzelnd sah ich in diese mir so bekannten glasigen Augen und spürte wie mir der Schweiß von der Stirn tropfte. Ich wusste dass er recht hatte, doch ich konnte nicht einfach an einer Sepsis sterben, nicht jetzt. Nicht jetzt wo ich gerade erst Ben wieder gefunden hatte....



@Benjamin Harper

zuletzt bearbeitet 09.09.2017 10:54 | nach oben springen

#187

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 12.09.2017 15:49
von Benjamin Harper (gelöscht)
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>>> Klostergarten mit @Raven Sinclair

Ein Hagel aus Steinen brach über das junge Pärchen ein, keine nervigen Tropfen die mit Leichtigkeit weg gewischt wären. Irgendwann musste es doch aufhören, als das alles noch schlimmer und vieles ungewollt in Frage gestellt wurde. Irgendwer machte seinen Job richtig, keine halben Sachen sondern mit voller Wucht. Der Mensch war ja fähig die Hürden zu nehmen, wenn er es nicht schafft ist er einfach zu weich für diese Welt.
Viel Sarkasmus spielte sich in seinen Gedanken ab, er war wie betäubt von seiner Wust auf beinah alles. Denn nur noch auf die wenigsten Menschen war verlass und ein von diesen stand direkt neben ihr, welche Hand er ungefragt in die Seine schloss. Es war nicht so als wäre damit alles wieder in Ordnung aber linderte das Verlangen einfach zu gehen. Sogar der klein Twist zwischen ihnen wirkte mal wieder wie eine kleine Lappalie unter Teenagern, nur waren sie keine mehr und mussten schwere Entscheidungen treffen. Eine hatte Ben aus dem Bauch heraus getroffen, die Raven eben noch mit einer Gegenfrage beantwortet hatte. Jedoch war Ben gerade nicht in der Verfassung groß darüber zu sprechen, weil er damit beschäftigt war seinen klaren Kopf zu bekommen. Deshalb blieb auch die zweite Frage unbeantwortet, nicht gleich bedeutend er ignoriere sie. Ben wollte einfach nur in die schützenden Mauern, danach wird er hoffentlich in der Lage sein für alles eine Antwort zu haben.

Ihre Hand ließ Ben nicht los, als der Rückzug angetreten wurde. Seine freie Hand blieb für sein Messer übrig, da er kein Vertrauen mehr zu diesem Ort hatte. Sebastians provozierte Lautstärke wird Meilenweit gehört worden sein, denn derzeit gab es keinen weiteren Sturm der hätte alles verschluckt. Unterm Strich befanden sie sich auf einem Präsentierteller, der zeitgleich ein Labyrinth war. Für Benjamin nicht aber sicher für den Rest welcher sich hier noch aufhielt, dennoch half es nur schleppend. Sie mussten erneut viele Türen öffnen, obgleich er sie zielstrebig zu den Schlafkammern geführt hat. Nur war hier niemand, nur leere Gänge und Zimmer. Sie suchten die Nadel im Heuhaufen und die Zeit saß ihnen im Nacken, denn niemand wusste ob und wann die nächste Welle von Untoten diesen Ort wieder in Besitz nehmen werden.
Das Adrenalin sackte nicht ab, sondern überflutete ihn immer wieder aufs neue. Ben wusste zwar nicht wie sich Raven gerade fühlte aber er glaubte nicht, ihr ginge es sehr viel besser. Es gab nur keinen Moment indem er sich ihres Blickes vergewisserte, aus Angst das sich zusätzlich ein weiterer Berg von Schuldgefühlen auftürmte. Er wird kommt, das wusste Benjamin sehr genau aber wenn irgendjemand Mitleid mit ihm hat, dann sollte er ihn derzeit einfach verschonen.
"Sobald wir meine Mum gefunden haben, verlassen wir diesen Ort. Noah wird uns finden, er weiß wo er uns findet" Wie aus dem Nichts fand Benjamin seine Sprache wieder, nicht einmal die Unsicherheit und Angst war darin heraus zu hören. Als wäre nichts dabei, alles in bester Ordnung. Natürlich war es das nicht. Denn mit jedem weiteren leeren Zimmer welches sie öffneten, schwand die Hoffnung und wurde von weiterer Angst um seine Mum geschürt. Die Suche hatte trotzdem etwas kleines lächerliches für sich. Raven lernte im Schnelldurchlauf diesen Ort kennen, sollte sie derzeit ein Blick für die Wege und Begebenheiten haben.

__________

Es war grauenhaft wie sie herum irrten, nur die schnelle Atmung und die raschelnden Geräusche ihrer Bewegungen wahr zu nehmen. Vielleicht sollte es auch etwas gutes haben, weil es keine Schreie gab die aus einem Teil des Klosters drangen oder gar die Walker angekündigt wurden. Soweit dachte Ben nur gerade nicht, sondern bog in den letzten Flügel ein wo sie noch nicht waren. Sollte seine Mum hier auch nicht sein, wusste er weder ein noch aus. Nur daran wurde auch nicht gedacht, sondern wie ein Soldat funktioniert. Überblick, Konzentration, Ruhe - wichtige Lektionen die ihm damals beigebracht wurden und ihm endlich dienten.
Eigentlich glaubte Benjamin nicht daran, seine Mum hier in diesem Teil des Gebäudes zu finden. Sie wollte sich ausruhen und nicht herum spazieren, dennoch suchten sie weiter und irgendwann war auch der Gemeinschaftsraum an der Reihe.
Nach einem Atemzug, wurde die Tür geöffnet weil nichts unmenschliches aus dem Raum drang. Ben seine Augen suchten erneut jeden Winkel ab, bis er jemanden neben der Tür sitzend wahr nahm. Die Hand welche sich nach vorn streckte, erkannte er nicht sofort. Erst beim zweiten Blick begriff er wer dort saß und wie ein Blitz der ihn traf, zuckte seine Hand von Raven ihrer Weg.
"MUM..." Überkam es ihn einfach in einer Lautstärke die nicht gewollt war, doch es hielt ihm nicht vom Eingreifen ab. Beherzt griff er seine Mum auf die Arme und trug sie zu einen der Tische. "Das wird wieder, die Ärztin ist gleich da" Er wusste weder wo diese steckte, noch ob alles wieder gut wurde. Der Anblick trieb ihn einfach in die Verzweiflung, so hatte er sie noch nie gesehen, dazu glühte sie am ganzen Körper während er sie vorsichtig ablegte und mit zitternder Hand die Haare aus ihrem Gesicht schob. "Du musst stark bleiben" Nun zitternden nicht nur seine Hände, selbst seiner Stimme hörte man die Verzweiflung an. Abermals hatte ihn der Soldat in sich verlassen, zurück blieb ein Sohn der mit den Emotionen kämpfte. Kein Kind will seine Eltern leiden sehen, noch daran denken sie könnte diese Erde einfach verlassen. Es war ein verzweifelter Kampf, weil ihm die Tragweite bewusst war. Eine kleine Infektion entschied über Leben und Tod! Es war keine dumme kleine Erkältung die sie plagte oder ein verstauchter Knöchel. Nein es war schlimmer und noch schlimmer das man sah was gerade mit ihr passierte....

@Lisa Harper

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#188

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 13.09.2017 13:18
von Lisa Harper (gelöscht)
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Balt sah mich noch immer aus diesen endlos traurigen Augen an und hätte mein Körper nicht bereits mit dieser Metamorphose begonnen, hätten sich die meinen wohl ebenfalls mit Tränen gefüllt. Doch sie waren trocken, so unangenehm schmerzend trocken. Jedes blinzeln schmerzte und in einem erneuten Fieberschub überkam mich ein Zittern. Verzweifelt erwiderte ich seinen Blick und erst als er nach einem Husten zu flackern begann verstand ich gänzlich, dass er nicht echt war. Noch immer hing meine Hand in der Luft und ich atmete flacher, ruhiger. "Es muss dir nicht leid tun. Wir waren sowieso nicht dazu bestimmt lange zu überleben. Ich weiß, dass es Ben gut geht. Er wird Noah finden, vielleicht auch dich. Ihr werdet das schaffen. Ich bin mir sicher."

Kurz schloss ich meine Augen und es fühlte sich an als würde mein Lid aus Schmirgelpapier bestehen und mir die Iris aufrauen. Ich öffnete sie wieder als ich ein Geräusch hörte. Und in dem selben Moment verschwand auch mein Mann. Langsam lies ich meine Hand sinken, als wie durch einen Schleier ein Schrei an meine Ohren drang. Noch bevor ich es wirklich realisierte befand ich mich an einer anderen stelle des Raumes, höher, und ich sah auf Benjamin und die junge dunkelhaarige Raven. Meine Augen fühlten sich rot an, schmerzten und ich schenkte meinem Sohn ein sanftes, schwaches Lächeln.
"Benjamin.... ", nun steckte ich wieder eine Hand aus und diesmal berührte sie etwas. Seicht lag sie an seiner Wange und strich mit einem Daumen über seine Gesichtszüge, die mich so häufig an die meines Mannes erinnerten. "Ich kann nicht mehr stark bleiben. Du musst mir was versprechen, okay ?"

Noch einmal entfuhr mir ein Husten und das darauf folgende Zittern trieb mir noch mehr Schweiß auf die Stirn bevor ich Raven ansah. "Und du mir auch, auch wenn es mir vermutlich nicht zusteht das zu verlangen."
Erneut atmete ich schwach ein und aus bevor ich weiter sprach. "Passt auf euch gegenseitig auf. Ich ...", ich sah auf meinen Ringfinger, auf den schmalen silbernen Ring der sich als eine Blätteranke um meinen Finger schmiegte und löste so meine Hand von dem Gesicht meines Sohnes, löste den Ring und sah kurz gedankenverloren auf die Inschrift. Für die Ewigkeit und darüber hinaus. Mit einem leisen schmunzeln dachte ich an die vielen Stunden die ich in das aufwendige Design des Eherings gesteckt hatte, dachte daran wie mühsam es gewesen war den Blättern einen natürlichen Schwung zu geben. Dachte an den Diamanten der zart und unauffällig auf einer der Spitzen saß.

Ich hörte noch immer Balts Stimme als er eben diese Worte für unser Ehegelöbnis genutzt hatte. "Lisa, du, Noah, Ben und ich, unsere ganze kleine Familie. Für die Ewigkeit und darüber hinaus." Ich griff nach Bens Hand und drückte ihm den Zarten Ring in die Hand. "Und du musst hierauf aufpassen, ja ?"
Es war vermutlich albern in einer Welt wie dieser an so etwas festhalten zu wollen, an solch ideellen und emotionalen Werten, doch ich wollte nicht, dass dies einfach so verloren ging.


@Raven Sinclair
@Benjamin Harper

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#189

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 14.09.2017 19:56
von Raven Sinclair | 9.567 Beiträge
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Waffen Messer, Schusswaffe

Klostergarten

Neben der vermeintlich friedlichen Ruhe war das einzig Gute an ihrer Suche wohl, dass sie in der Arztkammer über ihr Gepäck stolperten. Raven musste beim Anblick des leeren Ganges davor zuerst kurz um ihre Sachen bangen, doch dann fand sie ihren Rucksack neben Bens wieder. Jemand hatte den vorsorglich hier abgestellt - sehr schade, dass sie niemandem über den Weg lief, bei dem sie sich dafür bedanken konnte.
Wichtiger als die Höflichkeit war im Moment jedoch diese gähnende Leere, die sie überall empfing. Mit jedem verlassenen Raum, den sie betraten, wuchs die böse Vorahnung in ihr weiter an. Eine warnende Gänsehaut zog sich über ihre nackten Arme und die Hand, die in der ihres Partners lag, hielt seine Finger inzwischen fast krampfhaft fest. Letztendlich blieb nur noch ein Raum übrig, dessen Türen sie mit einem kleinen Hoffnungsschimmer öffnen konnten.
Und kaum traten sie ein, schnappte Raven erschrocken nach Luft. Allein, dass dort jemand saß, ließ sie zusammen fahren, aber auch Lisas Anblick war alarmierend. Ben reagierte sofort und während er seine Mutter vom Boden aufhob, schloss Raven vorsichtshalber wieder die Tür. Anschließend blieb sie auf halber Strecke zu den anderen beiden stehen. Ihre Gedanken waren so durcheinander und gleichzeitig völlig leer, sie wusste nicht, was jetzt zu tun war. Und sie fühlte sich hin und her gerissen zwischen dem Wunsch zu helfen und dem Drang, ganz schnell verdammt weit weg zu kommen, um das hier nicht mit ansehen zu müssen.
Die Ärztin wäre gleich da.. Sollte sie noch einmal raus und die blond gelockte Frau suchen gehen? Hatte sie etwas in ihrer Tasche, das nun helfen würde? Wie konnten sie übersehen, wie schlecht es Lisa wirklich ging? Die Dunkelhaarige verfluchte sich gedanklich gerade selbst dafür, die Ältere nicht in die Schlafkammer begleitet zu haben. Aus diesen Vorwürfen riss sie erst Lisa selbst, indem sie Raven ansah und ein Versprechen verlangte. Wie ertappt schloss sich der Mund der jungen Frau, sie schluckte und nickte dann, ohne es zu bemerken. So aussichtslos war es also..?

Die Übergabe des kleinen Schmuckstückes blendete Raven aus, indem sie sich ein Stück abwandte. Diese Szene kam ihr zu bekannt vor. Ein unliebsames Déjà-vu kochte in ihr hoch, bis sie glaubte, sich gleich übergeben zu müssen. Dabei hatte sie die Erinnerungen an ihre eigene Mutter, die, geschwächt durch Medikamente und Strahlung, zu ihr hinauf lächelte und sagte, dass alles gut werden würde, über die Jahre hinweg so gut verdrängt..
Sie nahm einen tiefen Atemzug, den sie kontrolliert wieder durch den Mund entließ. Irgendetwas in ihrem Hinterkopf sagte ihr, dass sie hier störte und diese berühmten letzten Worte zwischen Mutter und Sohn nicht zu stören hatte. Doch ihre Beine blieben wie Marmorsäulen starr an Ort und Stelle.

@Benjamin Harper


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zuletzt bearbeitet 23.09.2017 17:02 | nach oben springen

#190

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 15.09.2017 11:37
von Benjamin Harper (gelöscht)
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Es war ein dummer und grauenvoller Traum in dem Benjamin sich gerade befand. Gleich wird er von Raven geweckt, schaut in ihre wundervollen Augen und ein freches Lächeln wird ihm geschenkt.
Die Wahrheit sah anders aus, seine Wünsche ein Streich seines Verstands, der nicht wahr haben wollte wie es um seine Mum stand. Ein hilfloser Versuch ihr zu helfen, endete auf dem Tisch, während das leise Klacken des Türschlosses vollkommen unterging.
Schwach und benommen, verschwamm sein Blick wie auf Knopfdruck. Nichts half die Tränen verschwinden zulassen, damit der seiner Mum hoffnungsvoll entgegen blicken konnte. Benjamin fühlte sich so schnell in zwei gerissen, nachdem die Suche in diesen Mauern hier endete.
Gefangen in der Realität, wich er nicht von der Seite seiner Mutter und zeitgleich wünschte er sich Raven genau neben sich. Niemand war gerade in der Lage zu helfen aber die Gewissheit zählte mehr als alles andere. So legte er kaum merklich sein Gewicht in die Hand seiner Mum, während ihn die Frage begleitete ob es die letzte Berührung sein wird. "Mum nein..." Benjamin rang immer mehr mit seinen Tränen, mit seinen Gefühlen und einer seiner brüchigen Stimme.

Er nahm ihre Hand, als sie unter größter Anstrengung ihr Wort an Raven erhob, wodurch er seinen Blick zu ihr wagte. Im selben Augenblick bereute er dies, weil sie sah wie er litt und von seiner Stärke nichts mehr übrig war. Es war albern aber Ben wollte stets der Fels in der Brandung sein und nun war er nichts mehr davon. Langsam zogen sich seine Augen erneut auf seine Mum und er nickte kaum merklich. "Das werden wir, ich verspreche es dir. Ich lasse sie nicht allein" Ob es half, ob er dazu immerzu in der Lage sein wird? Fragen die an Gewicht verloren aber Ben meinte was er sagte. Ihm wurde gerade nur wieder all zu deutlich bewusst, was passieren kann wenn er glaubte alles allein zu schaffen.
Derweil füllten sich die wohl schönsten Erinnerungen seiner Mum, in ihrem Gedächtnis. Ihr Blick welchen Ben zwar nur verschwommen wahr nahm, wirkte auf ihn so und darüber hinaus hoffte er sie wurde gerade mit Glück als Angst und Schmerz umhüllt.
Als seine Mum ihren Ring in seine Hände legte, senkte er seinen Blick weil er nicht mehr ertrug was hier geschah. Statt einer Antwort, schaffte er nur zu nicken. Der Ring wurde in seiner Hand fest verschlossen, denn es war Erinnerung an sein Leben mit seiner Familie.

Erneut versuchte er sein Augenmerk auf Raven zu lenken, sie hatte sich abgewandt und Ben wollte sie einfach nur in seine Arme ziehen, sie fest halten und nicht wieder los lassen. Er hatte keine Erklärung dafür, wusste nicht was sie dachte oder wie es ihr gerade ging aber selbst er schaffte es nicht sich aufs sie zu zubewegen. Stattdessen zog er einen Stuhl ran, setzte sich darauf und umklammerte mit gesenkten Kopf die Hand seiner Mutter. "Ich liebe dich Mum" Sagte er tonlos, obwohl ihm so viel durch den Kopf ging. Wie viel wollte er ihr noch sagen, doch nichts davon bekam er über seine Lippen.

@Lisa Harper

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#191

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 18.09.2017 15:06
von Lisa Harper (gelöscht)
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Ich bemerkte Raven am Rand meiner Aufmerksamkeit kaum und während alles sich wie in einem unklaren Traum den man kaum zu fassen bekommt zu verschieben begann drangen Ben's Worte zu mir durch. Der klang seiner Stimme versetzte mir einen physisch spürbaren Stich ins Herz und ich drückte seine Hand als er die meine ergriff kurz. Vermutlich war der Druck nicht fest, für ihn kaum spürbar, denn immer heftiger bemerkte ich wie sehr ich abdriftete.

Erneut flackerte hinter Benjamin Balt's Körper auf und ich sah ihn verzweifelt an, wissend, dass er nicht echt war und doch vermisste ich ihn so sehr, das ich hoffte ich könnte ihn noch ein letztes mal sprechen, berühren. Ihm guten Gewissens unsere Söhne übergeben. Doch das konnte ich nicht, denn mit dem nächsten schmerzhaft trockenen Blinzeln verschwand sein trauriges Gesicht wieder hinter Ben und ich konzentrierte mich wieder auf ihn.

"Ich liebe dich auch, mehr als alles andere auf der Welt. Ich glaube an dich, du bist ein guter Mensch. Vergiss das nie ! Du schaffst alles wenn du es genug willst."
Ich begann kurz zu husten und erneut erzitterte mein Körper unter der Anstrengung die dieser Reiz verursachte. "Es tut mir so leid dass ich dich alleine lassen muss."
Ich schloss meine Augen und atmete tief durch bevor ich ihn wieder ansah. "Ich hab nicht mehr viel Zeit.", kaum hörbar traten diese Worte über meine Lippen und ich sah noch einmal zu Raven die durch den Schleier der über meine Wahrnehmung gelegt wurde ebenfalls verzweifelt aussah. Ich versuchte ihr ein sanftes, warmes Lächeln zu schenken, war mir jedoch nicht sicher wie gut es mir tatsächlich gelang.
Wieder an meinen Sohn gerichtet legte ich noch einmal eine Hand an seine Wange und wischte ihm ein paar Tränen weg. "Lass mich nicht zu einem dieser Monster werden, bitte!"



@Raven Sinclair
@Benjamin Harper

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#192

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 20.09.2017 13:36
von Benjamin Harper (gelöscht)
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Der Tod war zum greifen nahe, Benjamin spürte nicht mehr wie auch seine Mum versuchte seine Hand zu drücken. Oder es lag an seinen Gefühle welche er nicht mehr unter Kontrolle hatte, denn weder sein Dad noch sein geliebter Zwilling schafften es zum Kloster. Einfacher wäre es nicht mit ihnen an seiner Seite aber gemeinsam ihre Mutter und geliebte Frau gehen zulassen, wäre etwas anderes gewesen.
Unwissend was seine Mum bereits seid Beginn ihres schlechten Zustandes sah, wich er einfach nicht mehr von ihrer Seite. Und als sie erneute ihre kaum noch vorhandenen Kräfte nutzte um ihm Mut zu zu sprechen, konnte Ben gerade noch so ein verzweifeltes Schluchzen runter schlucken. Dabei war ihm genau danach gerade zu mute, und Worte schafften es nicht mehr über seine Lippen. Nicken war eines was er noch auf die Reihe bekam, sowie seinen Blick auf sie zu lenken nachdem er sich erneut vergewisserte das Raven noch in diesen Raum war, nicht einfach davon gelaufen ist. Diesen weiteren Schmerz wäre gerade tödlich für ihn gewesen, weil sie für ihn immer wichtiger wurde. Nicht weil er wohl bald allein sein wird, sondern sie jemand ist der ihm ein neues Leben zeigte. Ein Leben für die es eine Zukunft gab, solange man nicht einfach aufgab.

Und wieder reagierte nur sein Kopf, dieser wurde von ihm kaum merklich geschüttelte. Sie sollte ihre letzten Kräfte nicht für Entschuldigungen verschwenden, sondern einfach ruhig atmen. "Nicht Mum, dir muss nichts leid tun. Eine bessere wie dich konnte ich nicht bekommen. Du warst immer für uns da, selbst wenn wir auf Abwege gerieten und dafür bin ich dir dankbar" Seine Stimme war nur noch ein Schatten seiner selbst, doch genau das sollte sie noch hören, hören und vielleicht mitnehmen, sofern es wirklich einen Himmel gab.
Als Ben sah wohin die Augen seiner Mum hin wanderten, wandte auch er seinen Kopf für ein paar Augenblicke auf Raven. Er wollte sie fragen ob es ihr gut ging, ob.... nein es waren lächerliche Fragen die gerade in ihm vorging ehe seine Mum erneut die Stimme erhob und er herum schnellte. "Niemals!" Mit zitternder Hand strich er ihr an der Wange entlang und spürte deutlich die Hitze und sah wie flach sich nur noch ihr Brustkorb hob. "Du musst nicht mehr kämpfen Mum, ruh dich aus" Es sollten die letzte Worte an seine Mum sein, die jemals über seine Lippen kamen. Denn das Leben wich immer mehr aus ihren Lungen, jeder einzelne Atemzug brachte einen größeren Abstand zum nächsten mit sich. Bis kein weiterer mehr folgte ;(
Es war nicht zu beschreiben, nichts was in ihm vor sich ging war greifbar als er seinen Stirn auf die seiner Mutter legte, während er ihre Hand nicht los lassen konnte.....

@Lisa Harper
( @Raven Sinclair )

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#193

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 22.09.2017 08:23
von Lisa Harper (gelöscht)
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Erneut schüttelte mich ein Hustenkrampf und ich spürte wie neben meinen Augen in auch mein Mund unglaublich zu trocknen begann. Alles fühlte sich an wie Schmirgelpapier, fühlte sich an als würde ich von innen vertrocknen und schlussendlich einfach zu Staub zerfallen, zermalmt von meinen eigenen Schleimhäuten.
Benjamins Worte ließen mich leicht Lächeln und mit einem mal verschwand der Schmerz. In mir befand sich eine so unglaubliche Wärme, mit Balt hinter der Schulter meines einen Sohnes und seinem leichten Nicken verlor ich das Lächeln nicht. Er gab mir Kraft, obwohl er nicht echt war. Er war immer da gewesen, so viel hatten wir zusammen durchgestanden. Hatten zwei wunderbare Jungs großgezogen obwohl alle an uns gezweifelt hatten.
Nur schwerfällig gelang es mir den Blick von den sanften Zügen meines Mannes zurück in die so leidenden meines Sohnes zu lenken und als ich ihn so ansah spürte ich einen leichten Stich im Herzen. Ich würde Noah nie wieder sehen.

Noch einmal drückte ich Bens Hand, mir schmerzlich bewusst, dass mir nicht mehr viel Zeit blieb. So gerne hätte ich ihm so unendlich viel gesagt, doch jeder Atemzug lies meine Lippen noch rauer, meine Kehle noch trockener werden. Also lächelte ich noch ein mal bevor ich mit großer Anstrengung ein letztes Mal meine Stimme erhob, obwohl sie kaum mehr als ein Flüstern zu bezeichnen war. "Ich liebe dich, du und dein Bruder, ihr wart das beste dass mir hätte passieren können."

Als ich seine Stirn spürte schloss ich die Augen, atmete noch einmal tief ein. Noch immer war da nichts als diese endlose Wärme und ich fragte mich ob sich der Tod für jeden so anfühlte. Es fühlte sich nicht grausam an, nicht zerreißend, ich hatte keine Angst. Viel mehr fühlte es sich an, als würde ich einen besten Freund in meiner Lieblingskaffeetube treffen. Ich spürte kaum, wie ich den zuvor eingesogenen Atem ausstieß, denn inzwischen spürte ich eine weitere Berührung. Ich öffnete die Augen und stellte fest, dass ich zu stehen schien, neben mir Balt, der sanft seine Hand um meine Taille legte und mich an sich zog. Noch ein letztes Mal sah ich auf die Szenerie die sich vor mir abspielte und zu gerne hätte ich beide, Benjamin und Raven noch ein letztes Mal gesprochen um Ihnen zu sagen, dass alles schlussendlich gut würde, doch das konnte ich nicht. Stattdessen sah ich zu, wie sich meine Lungen durch as Vakuum ein letztes Mal mit Luft füllte, die diesmal nicht mehr ausgeatmet wurde.

Ich war tot. Ein letztes Mal drückte Balt mich an sich, küsste meinen Haaransatz, dann empfing mich ein gleissendes Licht.



@Benjamin Harper

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#194

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 22.09.2017 12:00
von Benjamin Harper (gelöscht)
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Seine Worte brachte für einen letzten Augenblick die Wärme in ihr Herz zurück, nichts von dem Schmerz in ihrem Körper hatte gerade eine Chance. Eines was sich Benjamin für seine Familie wünschte. Wenn erst der Tod an die Tür klopfte, sollte es kein Kampf sein, statt dessen sollten sie friedlich von dieser Erde gehen. Es war nur ein schwacher Trost, den er gerade nicht fühlte. Denn Wünsche waren nicht gleich die Realität und er konnte es nur ahnen, nichts würde ihn dahingehend noch Gewissheit bringen. Denn durch die vielen Tränen verschwamm sein Blick, nichts war mehr in einem scharfen Blickwinkel zu sehen. Als ein letztes mal ihre Stimme erklang, biss Benjamin seinen Kiefer zusammen. Diese Worte werden für immer in seine Erinnerungen eingeschlossen, da es weder ein Zurück gab, noch seiner Mum viel Zeit blieb. Dabei fühlte es sich alles wie eine Ewigkeit an, als hätte jemand die Uhr angehalten damit noch ein paar wenige Erinnerungen geschaffen wurden.
Nichts desto trotz musste Benjamin immer mehr mit seiner Beherrschung kämpfen, am liebsten hätte er nur noch laut ´nein´ geschrien, dass Ende aufgehalten damit er dieser Welt nicht ins Auge blicken musste. Aber nichts half und alles um ihn herum begann sich mit Leere zu füllen, als würde seine Mum alles mit sich nehmen als sie von dieser Welt ging.

Die aufkommende Stille war greifbar nah, während Ben noch immer seinen Kopf an dem seiner Mutter lehnte. Es gab keine Regung mehr von ihr, die letzten Lebensgeister hatten sie verlassen. Friedlich lag sie auf dem Tisch als Ben sich wie benebelt mit seinem Oberkörper erhob, den Eindruck erweckte als wäre es die Ruhe vor dem Sturm. Und genau das war es auch....
Sobald Benjamin wirklich begriff das er seine Mum hat gehen lassen müssen, wurde aus Trauer und Verlust eine unsagbare Wut geboren. Noch nie hatte ihn der Tod so mitgenommen, doch es war die Frau welche ihm einst das Leben schenkte.
Sauer über sich selbst weil er nicht alles gab um ihr dies zu ersparen, fuhr er auf seine Füße sodass der Stuhl zu Boden ging. Zorn übernahm einfach den sonst so ruhigen Mann, der gerade nicht wusste wohin mit sich und Tische sowie Stühle durch den Raum schmiss. Doch ein kleines Licht flackerte weiter in ihm, es war dieses kleine aber feine Glühen welches Raven in ihm hervorgerufen hat und dafür sorgte, nicht sie zu treffen. Ben stand viel mehr mit dem Rücken zu ihr und ließ es einfach raus, selbst mit seiner Stimme machte er sich brüllend Luft.
Natürlich war er viel zu laut aber darüber machte er sich gerade keine Gedanken, bis nur noch der Tisch heil war - worauf seine Mutter lag und er atemlos sein Messer zog. Er schloss es fest in seiner Hand ein aber sich auf sie zu bewegen war nicht möglich, selbst wenn die Zeit drängte bis aus ihr das wurde was sie niemals werden wollte. Ben ihr dieses Versprechen gab - es wird nicht passieren aber es fühlte sich wie Mord an. Als töte er sie! Nur spielten seine Gefühle dabei keine Rolle, er musste ob er wollte oder nicht. Ein Schritt vor den anderen, kostete Benjamin sämtliche Kraft die er nicht aufbringen konnte.

@Raven Sinclair

zuletzt bearbeitet 24.09.2017 11:17 | nach oben springen

#195

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 23.09.2017 16:57
von Raven Sinclair | 9.567 Beiträge
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Waffen Messer, Schusswaffe

Raven richtete sich wieder auf. Zwischenzeitlich musste sie sich nach vorn auf ihre Knie stützen, um das flaue Gefühl in ihrer Magengegend besser bekämpfen zu können. Es dauerte ein wenig, bis sie begriff, dass es nicht ihre Mum war, die dort lag und litt. Ihre war schon lange erlöst, musste keine Angst und auch keine Schmerzen mehr erdulden. Für sie war es vorbei. Dieser egoistische Gedanke war das Einzige, was ihr inneres Kind davon abhielt, unbrauchbar in sich zusammen zu fallen und loszuheulen. Ein bisschen konnte sie noch ertragen. Also behielt sie ihre Scheuklappen auf und wartete, bis es vorbei war.
Es wurde schwerer Lisas Worte zu verstehen, je mehr ihre Kraft schwand. Und obwohl in diesem Raum soeben eine Tragödie passierte und sie weder Lisa, noch Ben diesen Schmerz wünschte, fühlte sich die darauf folgende Stille für Raven beinahe ebenso wie eine Erlösung an. Jetzt wusste sie wieder, was zu tun war. Die Hilflosigkeit war für sie in den letzten Minuten schlimmer, als die harten Maßnahmen, die darauf folgten.
Natürlich sah Ben das anders.

Nachdem die Worte verstummten und nur noch sein leises Weinen zu hören war, drehte die Dunkelhaarige sich langsam wieder zu ihm um. Gern hätte sie ihm all das erpart oder ihm zumindest einen Teil davon abgenommen. Doch es gab nichts zu sagen, was ihm jetzt half. Ohnehin kam sie nicht mehr dazu. Sie konnte nur noch ein paar Schritte nach hinten ausweichen, als aus dem stillen Wasser ein Tsunami wurde. Ein purer Reflex zwang sie dazu, sie dachte dabei nicht einmal darüber nach, ob er Rücksicht auf sie nahm oder nicht. Und es war auch nicht so, als könne sie seine Wut nicht verstehen. Aber ausgerechnet hier und jetzt durfte er sich so einen Ausraster nicht erlauben.
"Ben!", versuchte sie ihn noch davon abzuhalten, sie zur Zielscheibe für alles zu machen, was hier vielleicht noch herumlief. Ihre Stimme war im Gegensatz zu seiner aber nur ein nachdrückliches Zischen. Er überhörte es.
"Ben, verdammt! Hör auf!" Wenn er so weiter machte, erreichte er damit nur, dass sie beide bald daneben lagen. Denn Raven war nicht naiv genug zu glauben, dass sie ihn in diesem Zustand noch davon abhalten konnte, sich in eine Gruppe Beißer zu werfen. Und nach ihm die Sintflut. Genauso gering waren ihre Chancen, ihn jetzt zu erreichen, selbst wenn sie an seinem Arm und seinem Shirt zog. Er gab sich davon gänzlich unbeeindruckt, bis das letzte Möbelstück umgeworfen auf dem Boden lag. Sie ließ ihn los, sobald der blanke Zorn wieder von ihm abfiel und er das Messer zog. Mit einem Blick darauf schluckte sie. Und nach ein paar Sekunden rührte er sich immer noch nicht, um es zu beenden. Raven vermochte nur zu erahnen, welches Gefühl sich jetzt in ihm breit machte.. Vielleicht war es besser, wenn nicht er derjenige war, der das tat. Das konnte sie ihm abnehmen, denn sie stand Lisa nicht nahe. Sie kannte die blonde Frau kaum, hatte viel zu wenig Zeit mit ihr verbracht. Alles, was ihnen vergönnt wurde, waren ein paar Stunden und ein positiver erster Eindruck. Mehr nicht. Ihr würde es leichter fallen und sie anschließend nicht so sehr quälen.. Aber das war nicht ihre Entscheidung. Trotzdem legte sie erneut ihre Hand auf Bens Arm und drückte sanft zu. Ebenso senkte sie ihre Stimme ein wenig.
"Du musst das nicht machen."

@Benjamin Harper
Auffahrt


Right now I feel...


... just like a leaf on a breeze...
zuletzt bearbeitet 25.09.2017 18:41 | nach oben springen


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