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Washington ist eine gefallene Stadt. Amerika ein gefallenes Land. Seit 15 Monaten ist die Welt eine einzige Todesfalle. Die Toten haben sich erhoben, die Lebenden müssen sich verstecken. Glaubst du, dass du zu den wenigen Glücklichen gehören wirst, die überleben können? Hast du das Zeug, das dich zum Survivor macht? Wirst du letztlich zu einem der vielen untoten, verwesenden Gesichtern oder kannst du dich behaupten?

Dead World ist ein FSK 18 geratetes RPG, welches seit 3 Jahren seine Spieler in die gefährliche, postapokalyptische Welt im Jahr 2015 rund um Washington D.C. führt. Hier geht es zu den Kolonien!
Das Gefängnis ist überrannt. Die Untoten haben sich der Mauern bemächtigt und diejenigen, die sie ihr Zuhause genannt haben, mussten fliehen. Aber das Glück im Unglück führte dazu, dass sich die Gruppe in einer Wohnwagensiedlung niederlassen konnte.
Der Anführer des Asylums ist auf Mission verschollen. Die Kolonie weiß noch nicht, dass er nicht wieder kehren wird. Die Lebensmittel sind knapp, ihre Mauern nur provisorisch repariert.
Juli - August 2015. Ein heißer Sommer, der schon einmal mit einem heftigen Gewitter überrascht hat.

Die Sonne bestimmt in der Region das Wetter, doch hin und wieder kann es zu Unwettern kommen. Die Höchsttemperaturen steigen bis auf 36 Grad am Tag und 24 Grad in der Nacht an.

Wir empfehlen Lichtschutzfaktor 50!

#166

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 15.06.2017 09:10
von Lisa Harper (gelöscht)
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Ich hatte geschwiegen als Sebastian sich am Wagenfenster vorgestellt hatte. Ich wollte einfach nur in dieses Gebäude, wollte ankommen, wollte wissen, das nichts zu tun war als auf Noah zu warten und dann meinen Mann zu suchen um hier ein neues Leben zu beginnen.
Drinnen jedoch meinte ich nur leise, denn irgendetwas erdrückendes hatten die Gerüche in diesen Fluren schon, dass er mich ruhig einfach Lisa nennen konnte. Meine Augen wanderten über die vergilbten, vermoderten, feuchten Wände und die Erinnerungen an alte Zeiten kamen hervor. Aus den Zeiten in denen noch alles gut war, in denen keiner meiner Söhne mit mehr kämpfen mussten als so junge Geister es sollten. Vermutlich entfuhr mir ein leises seufzen, denn diese Mischung aus alter Erinnerung, Müdigkeit und diesem Pochen in meinem Bein lies mich etwas melancholisch werden.

Ich behielt Ben aus alter Marotte im Auge, viel zu lange hatte ich ihn nicht mehr ohne Sträflingskleidung gesehen.
Wir blieben in einem relativ großen Raum stehen, den ich ebenfalls von früher kannte und ich lächelte den Jungen an, den uns der Anführer als Max und damit auch seinen Sohn vorstellte. "Hey, ich bin Lisa. Schön habt ihr es hier!", doch mein Lächeln wurde etwas stumpf als ich Bens Worte vernahm. Nachdem ich kurz die Augen geschlossen hatte, ruhig ausatmete und mich sammelte, lies ich mich auf einen nahegelegenen Stuhl sinken. Meine Augen fielen auf Raven, Bens junge dunkelhaarige Begleiterin und ich betrachtete sie kurz, aber aufmerksam.
Wie alle, war auch sie schlank, etwas zu schlank und sofort weckte das den Mutterinstinkt in mir. Ich hatte noch immer die Früchte und eine ganze Packung Haferbrei dabei. Die Beeren waren vermutlich nicht mehr alle essbar, aber es wäre eine gute und nahrhafte Mahlzeit. Und so gerne ich sie ihn auch in die Hand gedrückt hätte, wusste ich doch genau, dass hier und jetzt der falsche Ort dazu war.

Ich steckte mein verletztes Bein aus, meine Haare lagen über der Narbe an meinem Hals, und schlussendlich wandte ich meine Aufmerksamkeit nun Benjamin und Sebastian zu. Ich verstand nicht, warum es meinem Sohn so wichtig war zu wissen, wie alt die Bewohner dieser Kolonie waren, doch ich beließ es dabei nicht zu fragen. Wir sollten als stimmige Einheit auftreten, also warf auch ich Sebastian einfach nur einen Fragenden Blick zu, ehe auch ich meine Stimme erhob. "Wie sicher ist es hier. Ich weiß von früher, dass hier einige Mauerteile schon bessere Zeiten gesehen haben. Ich kenne mich vielleicht nicht wirklich mit dem Maurerhandwerk aus, aber das erkenne selbst ich. Nach dem Sturm überrascht es mich beinahe etwas, dass das hier noch steht. Wirklich tolle Arbeit!", ich schenkte dem Mann, von dem ich mir noch immer sicher war, dass Ben ihn nicht aus seiner Army - Zeit kannte, ein wirklich freundliches Lächeln und lehnte mich leicht auf den Tisch. "Und wie sieht es mit Essensversorgung aus ? " - ja da wäre sie wieder... die gute Mama in mir. Ich konnte nicht viel, außer schönen Schmuck machen und kochen. Und wenn wir hier Sachen hatten - welche auch immer - könnte ich damit arbeiten und den ganzen Haufen hier versorgen. Mein Mann hatte es früher immer meine Superkraft genannt. Ich konnte aus ALLEM noch etwas wirklich essbares zaubern.


@Sebastian Stone
(@Benjamin Harper @Raven Sinclair )
@Sebastian Stone

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#167

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 15.06.2017 13:13
von Sebastian Stone (gelöscht)
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Ich machte es Benjamin ziemlich gleich, stützte meinen Baseballschläger an der Wand ab und setzte mich dann zu ihm an den Tisch, verschränkte die Arme vor meine Brust. Während Raven wohl eher in Gedanken versunken sich dem Ausblick aus dem Fenster hingab, begannen die anderen beiden mich mit Fragen zu bombardieren. Verständlich und nachvollziehbar, ich würde schließlich auch wissen wollen, wo ich gelandet wäre und was mich dort zu erwarten hätte. Ein wenig skeptisch sah ich Benjamin an. Warum war für ihn das Älter wichtiger? 10 Jugendliche könnten genauso gefährlich wie 10 Erwachsene werden, der Sinn erschloss sich mir einfach nicht. "Mit mir sind wir 12 Leute. Ein paar über 40, ein paar um die 20", antwortete ich dem Harpersohn ehrlich auf seine Frage. Es brachte nichts hier irgendwelche Lügen aufzutischen. Früher oder später würde sowieso die Wahrheit ans Licht kommen und ich in dem Moment in einem schlechteren da stehen.
"Dad?", mischte sich Max nun in die Unterhaltung ein und ich blickte gespannt auf ihn, was er sagen wollte. "Nicolas und Kay sind fort.. ich kann sie nicht finden!" Traurig blickte er zu Boden. Mir selbst war es egal, ob Nicolas fort war oder nicht, aber für Max spielte er immer schon eine große Rolle. Er war fast wie ein Bruder für ihn, den er nie hatte. Ich klopfte Max nur kurz tröstend auf die Schulter "Sie kommen bestimmt bald zurück. Aber geh mal Annabeth suchen und bring sie hier her. Wir könnten hier ihre Fähigkeiten bestimmt gut gebrauchen." Damit dachte ich wohl an die Verletzung im Gesicht von Ben und auch Lisa schien verletzt zu sein, da sie vorsichtig ihr Bein ausstreckte und ausruhen wollte.
Ich winkte ihr schließlich freundlich ab und antwortete auch ihr auf ihre Fragen: "Das ist nicht mein Verdienst. Die Mauern sind recht stabil, weshalb wir uns auch hier niederlassen wollten. Ich habe den beiden am Tor bereits gesagt, das wir auf Hilfe angewiesen sind. Es gibt demnach noch keine Essensversorgung, jeder hat das zu essen, was er bereits bei sich hatte. Im Hof gibt es einen Wirtschaftsgarten, den wir zum anpflanzen benutzen können, aber bis wir davon Leben können, müssen wir wohl einen Versorgungstrupp zusammenstellen." ich lächelte kurz. Bis vor ein paar Stunden hatten wir keine Fahrzeuge zur Verfügung und jetzt standen bereits zwei Wagen vor der Tür. Damit lässt es sich arbeiten. "Das Gebäude ist auch noch nicht gänzlich Zombiesicher. Passt auf wohin ihr geht. Die Sicherung des Gebäudes steht für mich an erster Stelle, danach kommt die Nahringsversorgung., erklärte ich weiter. Ich hatte auch nicht ganz Unrecht, denn was bringt es nach essen zu suchen oder Pflanzen anzubauen, wenn dir jeden Moment ein Zombie in den Nacken beissen könnte.

@Benjamin Harper
@Raven Sinclair
@Lisa Harper

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#168

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 15.06.2017 13:50
von Benjamin Harper (gelöscht)
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Mit Sack und Pack, suchte sich jeder seinen eigenen Platz um das ganze kurz sacken zu lassen. Ben war der erste am Tisch, danach setzte sich seine Mum ebenfalls. Sie sah geschwächt aus und eine Pause brauchte sie dringend, dabei war es für Benjamin egal ob sie um Jahre gealtert ist, sie blieb seine Mum. Die geradewegs alles in Augenschein nahm und scheinbar bei Raven haften blieb, während Ben es gerade noch vermied die Dunkelhaarige in sein Blickfeld rücken zulassen. Die Küche brodelte noch und genau das gefiel ihm nicht, Unstimmigkeiten mochte er noch nie aufschieben und in dieser Welt erst recht nicht. Dennoch konnte er gerade nicht seine Mum einfach aus den Augen lassen, da sie nach einer kleinen Verschnaufpause ihren Mund öffnete. Ben grinste darüber nur insgeheim und ließ viele Erinnerungen zu, lange mussten diese ruhen aber jetzt hatten sie für ein paar Minuten freie Bahn.
Beinah verlegen, was sich nur in seinem inneren abspielte, ließ er seine Mum weiter ihre Informationen von Sebastian einholen und wandte seinen Blick nun mehr auf Raven. Was er da sah, gefiel dem jungen Mann ganz und gar nicht. Trotzdem war er froh bereits die wenigen Anzeichen erkennen zu können. Noch vor Tagen biss er sich daran beinah die Zähne aus, doch die letzten Stunden haben nicht nur die Welt einfach aus den Angeln gehoben, sondern auch dafür gesorgt, Kleinigkeiten deutlich wahr zu nehmen.

Ohne groß zu überlegen, beantwortete Sebastian seine Frage, obgleich sie für die meisten hier im Raum nicht nachzuvollziehen war, ihm gerade herzlich egal. "Ein bunt gemischter Haufen also“ Schloss er aus dem ganzen und machte sich dazu seine ganz eigenen Gedanken. Bevor die Fragen Flut seiner Mum jedoch beantwortet werden konnten, mischte der Sohn mit. Es wurde interessant, da sind wohl ein paar Schützlinge abhanden gekommen, ohne das es der vermeintliche Anführer wusste. Max machte nach dieser Offenbarung keinen glücklichen Eindruck, was Ben zwar wahr nahm aber diesbezüglich besser Abstand hielt. Außerdem ging es ihn auch nicht wirklich etwas an, Sebastian als Vater würde es schon regeln. Und kaum dachte er daran, wies er bereits seinen Sohn an eine Frau zu holen. Keine Ahnung von was für Fähigkeiten hier gesprochen wurde, besser hier werden keine krummen Dinger gestartet. Ben ging einfach lieber vom Schlimmsten aus.
Recht unkompliziert ging es bereits weiter im Text, weswegen Ben nur einen kleinen ironischen Laut über seine Lippen ließ. Sicher ist es nicht der Verdienst von diesem Kerl, das Gemäuer wurde sicher von den Mönchen gut behandelt. So war bereits damals sein Eindruck – als er durch diese Mauern streifte. Noch viel wichtiger war die Sache mit dem Essen, und gerade jetzt war er froh das niemand außer er und Raven, sowie seine Mum von den Vorräten wussten. Als Sebastian zu guter Letzt noch zum Besten gab was ihm am wichtigsten erschien, schüttelte Ben nur mit dem Kopf und
entschied sich schwer fällig fürs aufstehen, beugte sich zu seiner Mum und gab ihr einen Kuss auf die Wange. "Wenn was nicht stimmt, schrei und ich bin da" Flüsterte er ihr kurz darauf zu, bevor er gänzlich seine Größe erreichte. "Ich muss kurz was klären, ihr findet uns im Flur" Seine Gesichtszüge waren wieder hart, als er sich sein Gewehr Griff und die Tür ansteuerte. Sein Rucksack blieb neben dem leeren Stuhl zurück, der den guten Willen zeigen sollte.
Mit öffnen der Tür, schenkte er Raven einen ernsten Blick und winkte sie mit einem knappen Kopfbewegung zu sich, sollte sie ebenfalls sämtliche Ungereimtheiten aus der Welt schaffen wollen, anstatt es sich weiter an der Fensterbank bequem zu machen. In der Hoffnung sie wird ihm nicht im Regen stehen lassen, trat er bereits auf den Flur und hoffte ebenfalls seine Mum wird einfach sitzen bleiben, damit sie ein wenig Kraft tanken kann und Sebastian xD benimmt sich in dieser Zeit seiner Abwesenheit.

<<< Flur
@Raven Sinclair
@Lisa Harper
@Sebastian Stone

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#169

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 16.06.2017 23:40
von Raven Sinclair | 9.567 Beiträge
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Waffen Messer, Schusswaffe

Raven nahm das Gehörte schweigend hin und puzzelte sich daraus einen groben, ersten Eindruck zusammen. Lisa spielte an diesem Tisch die Rolle der Person, die den Pegel der gekippten Stimmung noch einigermaßen ausglich. Die Dunkelhaarige war froh, die Ältere getroffen und dabei zu haben. Ohne sie hätte das hier zwischen den beiden Männern bestimmt anders ausgesehen. Dass mit ihrem Bein etwas nicht stimmte, hatte Raven erst eben im Flur bewusst wahrgenommen, als sie die andere Frau vor sich gehen sah. Hoffentlich nichts Ernstes - das hätte Lisa doch längst gesagt, oder? In einer ruhigen Minute würde sie die Blonde fragen, was los sei. Bisher bot sich noch keine passende Gelegenheit.

Reduziert auf die (für sie) wichtigen, klosterbetreffenden Fakten, fasste sie demnach vorläufig zusammen: Stabile Mauern, ein Dutzend Menschen, die scheinbar kamen und gingen, wie es ihnen passte, nichts zu Essen aber Möglichkeiten zum Anbau. Wenn man ein Auge zudrückte, klang das doch gar nicht so schlecht. Damit konnte man arbeiten, wenn jeder mithalf. Das einzige, böse Aber war dabei natürlich die Sache mit den Beißern, die hier noch irgendwo herumlungerten. Immerhin konnte es jedoch nicht gravierend sein, sonst hätten sie kaum die Möglichkeit gehabt, es sich hier für einen Plausch bequem zu machen. Auch dieses Problem war also sicherlich zu händeln.
Und auch was Sebastian abschließend erklärte, klang in ihren Ohren durchaus sinnvoll. Sie nickte von ihrem billigen Platz aus, um ihm zu zeigen, dass sie dabei helfen würde. Die Zeiten des 'machen lassens' waren längst vorbei. Bei den naiven Vollidioten, die sie im letzten Jahr teilweise kennen lernen musste, lehrte die Erfahrung schnell, gewisse Dinge lieber selbst in die Hand zu nehmen. Dann konnte man wenigstens sicher sein, dass sie erledigt waren.

Vorher wurde allerdings noch etwas ganz anderes wichtig: Ben erhob sich mit vielsagenden, beinah androhenden Worten. Tonlos nahm Raven einen tiefen Atemzug. Er sagte 'er' müsse etwas klären, nicht 'sie' als ein 'wir'. Klang ja schon mal sehr vielversprechend. Und er erwartete offenbar auch, dass sie ihm folgte, ohne darum gebeten zu werden. Wie ein gehorsamer Hund, der draußen seine Bestrafung entgegen nehmen würde, weil er Herrchens Schuh angekaut hatte. Sie verspürte große Lust, seinen Blick einfach zu ignorieren, doch auch sie wollte vor Sebastian einen möglichst einheitlichen Eindruck abgeben. Wenn das denn überhaupt noch möglich war. Also stieß sie sich von der Wand ab und schloss sich Ben an. Mit stolz gerecktem Kinn, versteht sich. Sie zog den Schwanz nicht ein.

@Lisa Harper
Flure


Right now I feel...


... just like a leaf on a breeze...
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#170

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 17.06.2017 22:46
von Lisa Harper (gelöscht)
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Nachdenklich sah ich zu dem Jungen und runzelte sofort besorgt die Stirn. Wenn Menschen einfach so verschwanden war das nie ein gutes Zeichen. Doch Sebastian schien davon nicht sonderlich erschrocken, weswegen ich mich vorerst entspannte. Die Sorge über mögliche Angriffe aber blieb in meinem Hinterkopf. Der Anführer allerdings antwortete bereits auf meine Frage und so spitzte ich noch immer nachdenkend die Lippen.
Ich fragte mich wie viel Sinn es wohl machen würde mich jetzt schon freiwillig für die Suche nach essen zu melden, denn noch war ich verletzt und neu hier. Ich würde es Sebastian nicht übel nehmen wenn er mir nicht sonderlich vertraute. Und doch kam ich nicht umhin den bereits ergrauenden anzusehen und recht ruhig zu erwidern: "Nun, es bringt nichts das Gebäude zu sichern, wenn Letztendes alle verhungern. Versorgung sollte vielleicht etwas weiter oben stehen und was das betrifft leiste ich gerne Abhilfe. Ich habe zwei Jungs und einen wirklich hungrigen Mann versorgt. Ich weiß wie man hungrige Mäuler stopft und konnte mich immerhin auch bis jetzt noch über Wasser halten ohne mich nur von Dosenravioli zu ernähren."
Bewusst verschwieg ich weiterhin die Sachen die in dem Auto vorhanden waren. Es waren nicht meine und so stand es mir auch nicht zu sie anzubieten.

Ich lächelte leicht, doch dieser Ausdruck der Ruhe und Gelassenheit erstarb als Benjamin sich erhob. Seine Worte ließen mich nicken und als Raven ihm nach draußen folgte seufzte ich leise. Ja... die junge liebe. Dass die beiden noch einiges zu klären hatten stand außer Frage, doch das hier hielt ich für den definitiv falschen Moment. Doch wieder einmal stand es mir nicht zu irgendetwas dazu zu sagen, weswegen ich mich wieder Sebastian zuwandte und die Stimme erhob. "Dein Sohn... wie alt ist er ?"


@Sebastian Stone

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#171

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 18.06.2017 14:33
von Sebastian Stone (gelöscht)
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Nachdem ich auf die Fragen antwortete, schloss Benjamin daraus seine Schlüsse. Welchen näheren Sinn seine Frage hatte, konnte ich momentan nicht erahnen. Vermutlich wollte er nur einen Überblick über die gesamte Situation oder über die eventuelle Gefahr bekommen. Doch er konnte gar nicht wissen, ob ich tatsächlich die Wahrheit sagte und es nicht noch ein paar Männer mehr gewesen waren. Definitiv hätte ich mir dies gewünscht.
Er stand dann auf, gab der älteren Dame einen Kuss auf die Wange und ging dann mit Raven nach draußen in den Flur. Sie hatten Gesprächsbedarf, was wohl hauptsächlich nicht für meine Ohren bestimmt sein sollte. Natürlich fragte ich mich, was es wohl dort zu reden gibt, aber auch die Beziehung zu Lisa rückte mir näher ins Bild. War das etwa die Mutter von Benjamin? Ich beobachtete die Szene und wartete ab, ehe ich auf die Fragen von Lisa antwortete: "Die Versorgung steht weit oben, doch es bringt auch nichts mit vollem Magen von einer Zombieherde überrascht zu werden und letztlich ihnen als Nahrungsversorgung zu dienen..", schmunzelte ich ein wenig und verschränkte meine Arme vor meiner Brust. Sie machte sich Gedanken um das Wohl aller, setzte Prioritäten. Das gefiel mir. Auch das sie sich sofort dafür anbot, ließ meinen Mundwinkel lächelnd nach oben rücken. Andere machten sich eher Sorgen und Gedanken um sich selbst, dachten an ihren eigenen Proviant oder ihre Mägen. "Im Hof steht ein Apfelbaum, der wohl auch ein paar Früchte trägt. Bis wir nichts anderes finden, muss das zumindest den Hunger stillen. Ansonsten habe ich tatsächlich noch 2 Dosen Ravioli, die aber wohl nicht für alle reichen würden." Ich lachte herzhaft, da es wirklich reine Ironie war. "Oder habt ihr noch etwas dabei? Einen Vorrat, der uns in diesen Zeiten über Wasser halten könnte?" Ich vermutete natürlich, dass sie etwas hatten. Ohne Proviant unterwegs zu sein, war ziemlich ausgeschlossen. Gerade auch weil Lisa sich solche großen Gedanken um die Versorgung machte.
Ich wartete kurz ab, stand schließlich aber auch auf und ging zum Fenster, an dem Raven vor kurzem stand. Immer noch mit geschlossenen Armen schaute ich durch das Fenster zum Hof. Das Kloster hatte viel potenzial. Viel zu bieten. Schutz, Anbaumöglichkeiten, Schlafräume und auch Duschräume. Doch mit einer Handvoll Leuten, die mit anpacken, wird es dennoch kein leichtes dies alles ausnutzen zu können. Leicht seufzte ich, starrte noch kurz aus dem Fenster. Drehte mich dann aber wieder zu Lisa um und lehnte mich sitzend an die Fensterbank. "Mein Sohn ist gerade mal 17 ... Ich hatte mir ein anderes Leben für ihn Vorgestellt... "


@Lisa Harper

zuletzt bearbeitet 18.06.2017 14:40 | nach oben springen

#172

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 19.06.2017 07:35
von Lisa Harper (gelöscht)
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"Wir sehen, irgendwie muss wohl beides gleichzeitig laufen.", stellte ich mit einem leisen Lachen fest und lehnte mich etwas nach vorne um mich auf dem Tisch abzustützen. Kurz gingen meine Gedanken zu Mai, die ich in guten Händen zurück gelassen hatte, und doch sorgte ich mich. Eigenarten von Müttern die man nicht abstellen konnte, doch ich sollte mich auf meinen Sohn konzentrieren der hier mit mir war. Und auf Noah, von dem ich hoffte, dass Balt ihn gefunden hatte.
Vermutlich würde mich jeder Mensch auf dieser neuen Welt als naiv abstempeln, die Hoffnung auf das alles funktionierte mit den Füßen treten. Doch das hatten sie schließlich auch getan als ich gesagt hatte, dass ich zwei Söhne bekomme und mir sicher wäre, dass mein Mann und ich das zusammen schafften.

Und wir hatten es geschafft. Warum also nicht auch daran glauben, dass die Welt sich nicht vollständig gegen einen wandte und einer Mutter ihre Familie nahm. Erst als der Anführer dieses Ortes wieder sprach bemerkte ich wie lange ich wohl geträumt hatte und ich lächelte freundlich. "Das ist schon mal ein Anfang." Kurz zögerte ich, entschied mich dann aber für einen recht großen Teil der Wahrheit. "Ich bin selbst erst seit ein paar Stunden mit den beiden zusammen... und in dieser Zeit ist mehr passiert als mein alter Körper verkraften kann wenn ich ehrlich bin kam ich noch nicht dazu über so etwas mit den zwei zu sprechen.", gestand ich. Es stimmte. Sie hatten mir nichts von dem ganzen Kram in ihrem Auto erzählt, aber ich hatte einen kurzen Blick darauf erhascht. Und doch war ich noch immer der Überzeugung es stand nicht in meiner Macht darüber zu entscheiden was mit den Sachen passierte. Ich öffnete lediglich meinen Rucksack und entzog ihm die Schrotflinte um sie beiseite zu legen. Dann holte ich die Dose vom Vortag hervor, ebenso wie das Obst und die Packung Haferflocken die ich sorgfältig mit einem Gummi verschlossen hatte. "Das hier ist alles was ich habe. Ich war einige Nächte zuvor im Villenviertel unten am Fluss und dort waren einige Schränke noch gefüllt. Ich war selbst ziemlich überrascht."

Erneut lächelte ich sanft und warm, wie es meine Eigenart war und legte die Tasche zurück zu Boden als Sebastian über seinen Sohn sprach. Kurz legte sich mein Blick etwas traurig in die Richtung, in die ein Teil meiner Kinder und dessen Verbündete nach draußen verschwunden waren. "Wer wünscht sich das nicht. Manchmal frage ich mich ob die kleinsten es nicht am besten verkraften. Ich habe ein wirklich kleines Mädchen getroffen... sie hielt das alles für das Paradies auf Erden. Das ist die neue Welt, aber es fällt mir wahnsinnig schwer das einfach zu akzeptieren." Leise seufzend betastete ich das Bein und stellte beunruhigt fest, dass es sich leicht taub anfühlte, doch ich lies es mir kaum sichtbar anmerken und richtete mich wieder auf. "Mein Sohn kann manchmal etwas hitzköpfig wirken, aber ich verspreche wir werden helfen und im Grunde genommen ist er ein guter Junge.... Mann. Wie auch immer. Man kann sich auf ihn verlassen!"


@Sebastian Stone

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#173

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 21.06.2017 13:36
von Sebastian Stone (gelöscht)
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Zustimmend und auch mit einem kleinen Lächeln stimmte ich ihr zu. Natürlich hat die Sicherung des Gebäudes und die Nahrungsversorgung beides die größte Priorität. Offensichtlich funktioniert das eine nicht ohne das andere. Es wird also ein schwieriges Unterfangen beides auf die Beine zu stellen.
Kaum nach Vorräten gefragt, packte die Blonde ein paar Nahrungsmittel und auch Obst aus ihrem Rucksack und legte dies präsentierend auf den Tisch. Über ihre vorherige Aussage musste ich dazu ein wenig schmunzeln "Ach woher.. so alt sind sie doch gar nicht", machte ich ihr dazu nur ein Kompliment. Natürlich schätzte ich sie bereits in meinem Alter ein, aber dennoch sah sie für dieses noch jung aus. Und hübsch obendrein. "Das ist doch auch ein guter Anfang..", deutete ich schließlich auf die Nahrungsmittel auf dem Tisch. Mit diesen und den Äpfeln aus dem Hof würden wir zumindest 2 Tage kein Hunger leiden und uns in derzeit um die Sicherung kümmern können. Vielleicht schaffte es auch jemand in der Zeit Nahrungsvorräte in der Stadt ausfindig zu machen.
Bei ihrer Erzählung von dem Mädchen kam ich ihr näher, setzte mich zu ihr an den Tisch und lauschte aufmerksam ihren Worten. Ich sah wie sie sich über das Bein strich, welches sie eben kurz ausstreckte. Hatte sie wirklich ein verletztes Bein, würde sie sich wohl nichts anmerken lassen wollen. "Kleinkinder lernen besser damit um zu gehen, sie kennen keine andere Welt.. Ich kenne Benjamin, weiss auch das er es ehrlich meint und keinen Hinterhalt plant. Dennoch muss ich für meine und auch für die Sicherheit meines Sohnes garantieren. Es ist nichts persönliches.", ich sah ihr in die Augen, um dabei irgendwelche Mimik erkennen zu können. Schaute aber zugleich auch einmal kurz zu ihrem Bein und wieder zurück in die Augen. "Ist alles in Ordnung?" Auch wenn sie es vielleicht nicht wollte, aber ich war gezwungen zu fragen. Nicht unbedingt weil ich mir Sorgen machte, zumindest nicht um sie. Ich wusste aber nicht, ob sie wirklich verletzt war und wenn was dies für eine Verletzung war. Es könnte ebenso ein Biss sein, welchen man zu gerne vor anderen verstecken möchte.

@Lisa Harper

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#174

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 23.06.2017 20:48
von Lisa Harper (gelöscht)
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Noch immer hingen meine Gedanken vergangenem nach und die Müdigkeit holte mich allmählich ein. Meine Knochen fühlten sich an als würden sie das dreifache meines eigentlichen Körpergewichts auf die Waage bringen und so wurden alle meine Glieder förmlich auf den Stuhl unter mir gepresst. Bei der Aussage des Mannes mir gegenüber allerdings lachte ich leise. Es war mir schon immer leicht gefallen auch vor fremden offen und ruhig zu wirken - und es schlussendlich auch zu sein. "Das ist eine wirklich charmante Lüge. Schon allein die Tatsache, dass dieser erwachsene Mann dort einer meiner zwei Söhne ist zeigt mir dann doch mal wieder wie alt ich tatsächlich bin. Und das Sie können wir glaube ich angesichts der untergehenden Welt unterschlagen. Belassen wir es doch einfach bei einem Du und bei Lisa.", räumte ich mit einem seichten Lächeln ein.
Und doch nahm ich das Kompliment nur zu gerne an - wer tat das nicht ?

Auch ich sah erneut auf meine kleine aber feiner Ausbeute und nickte bekräftigend. "Ja, es ist besser als nichts. Ihr könnt es haben, solange du mir versprechen kannst, dass rasen etwas davon abbekommt!" Ich lehnte mich tiefer in den Stuhl und gab damit meinen schweren Knochen nach während ich ihn weiter ansah. "Ja, das ist wahr. Aber es ist nicht die Welt die man sich als Eltern für seine Kinder wünscht."
Noch immer sah ich ihn an und hob eine Augenbraue. Es beruhigte mich, dass er Benjamin vertraute, alles andere hätte mir auch deutlich missfallen, doch etwas an seiner Formulieren lies mich aufhorchen. Er sollte als Kopf dieser Kolonie für das überleben von mehr Leuten als nur sich selbst und seines Sohnes garantieren, doch ich schwieg und zügelte meine Mimik wieder.

Ich hatte seinen Blick bemerkt noch bevor er die Frage stellte und so entschied ich mich für die Wahrheit.Alles andere wäre wohl auch Unsinn gewesen. "Ich habe mich vor ein Paar tagen an einem rostigen Zaun verletzt. Die Wunde ist sauber und genäht, allerdings bin ich heute wirklich viel gelaufen. Wie gesagt, man wird wohl nicht jünger. Es schmerzt ein bisschen, doch nichts was nicht auszuhalten wäre."

Ich sah mich in dem Raum um und war doch überrascht wie schnell man sich sicher fühlte sobald man hinter Steinernen Wänden saß. Doch wie Sebastian bereits erklärt hatte war hier bei weitem noch nicht alles gesichert. "Darf ich mich später mal umsehen ? Am besten in deiner Begleitung, bevor mich noch jemand erschießt weil ich etwas langsamer laufe als normale Menschen. In diesen Zeiten sind die Menschen etwas übersensibilisiert was so etwas angeht."


@Sebastian Stone

sorry dass es so lange gedauert hat :/

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#175

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 24.06.2017 16:50
von Sebastian Stone (gelöscht)
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Bei ihrer Antwort kam ich nicht drum herum zu lächeln und auch beherzt ein wenig zu lachen. Ich meinte es dennoch ehrlich. Sie sah jung aus und für ihr Alter tatsächlich noch sehr gut. Eine Lüge war es also keinesfalls gewesen, ich meinte es ehrlich, so wie ich es auch zuvor sagte. "Einverstanden, bleiben wir bei dem Duzen.", lächelte ich ihr weiterhin entgegen. Ohne auf die höfliche Formulierung zu achten war ohnehin einfacher.
Sie zeigte sich bei ihrer Ausbeute als Gutmütig und auch zugleich besorgt. Sie bestand darauf, dass Raven etwas davon bekommen soll. Mir stellte sich nur die Frage weshalb nur Raven und nicht auch Ben oder gar sie selbst? Kurz schaute ich einmal skeptisch, aber lächelte sie dann wieder an. "Aber aber meine teuerste. Was heißt hier "ihr"? Wenn wir das Kloster gemeinsam ausbauen, gibt es ab jetzt nur noch "uns"", ich zwinkerte ihr einmal zu, "Davon kann sich also dann jeder nehmen, der Hunger hat und es braucht". Mein Magen grummelte kurz bei dem ganzen Gespräch über das Essen. Es war wirklich schon eine Weile her, als ich was aß. Doch gerade jetzt hatte ich keine Ambitionen um etwas zu mir zu nehmen.
Meine unglaublich ungeschickte Bemerkung fiel mir gar nicht auf, erst als Lisa kurz ihre Mimik verzog, bemerkte ich was ich da sagte. Mich interessierte aber in erster Linie wirklich nur die Sicherheit meiner Familie. Daher wollte ich auch dieses Kloster aufbauen, damit WIR sicher überleben können. Das dies nicht unbedingt jeder erfahren sollte, war auch etwas auf das ich Wert legte. Ich lenkte daher das Gespräch auch wieder in die andere Richtung. "Es bleibt uns aber nur zu hoffen, dass es irgendwann wieder anders sein wird. Vielleicht baut sich die Zivilisation wieder auf, findet einen Impfstoff und alles wird wieder gut." Doch das würde für mich auch bedeuten, dass es die Justiz wieder geben würde. Würde ich in so einen Fall wieder verurteilt werden? Ich machte mir darüber aber keine Gedanken, da dies sehr wahrscheinlich eh nicht passieren wird.
Sie erzählte mir schließlich von ihrer Wunde und ich glaubte ihr. Auffassend nickte ich ihr zu, aber erwiderte nichts darauf. Was hätte ich auch sagen sollen? Ihr gute Besserung wünschen? Das fand ich fehl am Platz und im Angesicht dieser Welt ist es sinnvoller selbst für das Wohl für Verletze zu sorgen, statt sie damit alleine zu lassen. Daher entschied ich mich auch dazu, sie bei ihrer Rundtour zu begleiten. "Liebend gerne. Ich selbst war auch noch nicht in allen Bereichen. Besonders den Keller habe ich bisher vermieden. Oben bei den Schlafräumen sollen weniger Zombies sein und nach meinen Infos sogar fließend Wasser geben.." Ich selbst konnte mir davon noch kein Bild machen und ich fragte mich auch, wie das möglich war. Das Kloster musste irgendwo seine eigene Wasserversorgung haben..

@Lisa Harper
Kein Problem

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#176

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 27.06.2017 22:14
von Lisa Harper (gelöscht)
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Sein Lachen lies mich für eine kurze Sekunde zögernd zu ihm sehen bevor ich es mit einem beinahe scheuen Lächeln erwiderte. Irgendetwas an seinem Lachen erinnerte mich an meinen Mann und für einen Moment setzte mein Herz aus. Er fehlte mir unendlich und ich hoffte noch immer, dass er Noah gefunden hatte. Ich ertrug den Gedanken kaum, nur einen Sohn wirklich in Sicherheit zu wissen.
Bei diesen Gedanken richtete sich mein Blick noch einmal in die Richtung, in die zuvor Ben und Raven verschwunden waren. Noah würde hier herkommen hatten sie gesagt. Mir blieb wohl kaum etwas übrig als abzuwarten, auch wenn sich jede Faser meines Körpers dagegen zu sträuben versuchte.

Ich bemerkte seinen beinahe skeptischen Blick und konnte erahnen weswegen ich ihn erntete. Der Grund für meine primäre Sorge um Raven war im Grunde genommen recht simpel. Ich kannte meinen Sohn. Was das heißt ? Ich hatte gemerkt, dass sie ihm etwas bedeutete und ich kannte ihn gut genug um zu wissen, dass er das Essen nicht annehmen würde wenn er sie nicht versorgt wusste. Also machte ich mir gar nicht mehr die Mühe. Ich hätte ihn großgezogen und wusste nur selbst wie viel er doch tatsächlich von meinem Starrsinn abbekommen hatte, wenn es darum ging seinen liebsten zu helfen und sie zu umsorgen.
Ich sah erneut zu Sebastian und nickte langsam. "Hoffen wir, dass das alles so klappt wie wir es uns vorstellen. Wo kann man hier schlafen wenn man etwas Ruhe braucht ? Du meintest hier sind einige Bereiche weitestgehend gesäubert ?"
Noch immer lehnte ich schwer in dem Stuhl und musste ein herzhaftes Gähnen unterdrücken während ich auf eine Antwort wartete.

Die skeptischen und beinahe pessimistischen Gedanken die mir bei seinen folgenden Worten durch den Kopf schossen gefielen mir nicht und doch erhob ich meine Stimme um sie auszusprechen. "Mai.... Meine Begleitung hat mich da leider auch auf die Erde zurück holen müssen. Wir sind alle schon durchseucht... ein Impfstoff wird wohl nicht viel bringen. Wobei die Hoffnung ja bekanntlich zuletzt stirbt. Man wird ja noch träumen dürfen, nicht wahr ? Für unsere Kinder." Diese Worte waren beinahe einen Toast wert gewesen, doch da wir weder Wein noch Gläser zum anstoßen hatten beließ ich es bei einem zwinkern.

Als er dann auch meine zuvor gestellte Frage antwortete nickte ich interessiert. Es gab also Schlafräume und duschen. Das kam ziemlich nahe an den Luxus der Villa heran in der ich mich Tage zuvor noch aufgehalten hatte.
"Habt ihr einen Arzt oder so hier ?", fragte ich dann gegen meine ursprüngliche Absicht doch, denn mein Bein begann wieder ähnlich stark zu pochen wie am Tag zuvor und als ich mich Leise ausatmend zurück lehnte, spürte ich wie meine Haare von meiner Schulter rutschten und so die lange Narbe an meinem Hals freilegten die ich mir notdürftig selbst versorgt hatte. Dafür sah sie beinahe ansehnlich aus. Wir alle trugen inzwischen Marker und Kratzer unserer Zeit in dieser Apokalypse. Sie zeigten, dass wir überlebt hatten. Die an meinem Bein würde wohl ein weiterer Beweis dafür sein - hoffentlich.


@Sebastian Stone

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#177

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 29.06.2017 00:53
von Sebastian Stone (gelöscht)
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Sie erwiderte ein leichtes lächeln auf mein Lachen hin, aber sie schien auch in Gedanken zu sein. Irgendetwas beschäftigte sie und es interessierte noch doch stark, was ihr im Kopf vorging. Besorgt sah sie in die Richtung des Flures. Bereiteten Ben und Raven ihr diese Sorgen? Misstraute sie mir und schien dies doch als keinen sicheren Platz für ihren Sohn zu sehen? Ich entschied mich dazu erstmal nicht darauf zu reagieren oder gar Fragen zu stellen.
Gedanklich hob ich bereits das Glas, als sie mir von dieser Mai erzählte und nickte ihr zustimmend. "Für unsere Kinder.." Ich war nicht naiv um wirklich zu glauben, dass uns irgendwann irgendwelche Laborratten unsere Welt wieder herrichten könnten. Der Virus wurde extra dafür entwickelt um Völker auszurotten. Wohl aber wurde dieser nicht genug getestet und zu früh auf die Menschheit losgelassen. Hätte ich damals nicht diesen Blödsinn mit der Steuerhinterziehung gemacht, hätte ich wohl darüber noch mehr herausgefunden. So war ich aber weggesperrt und außerhalb jeglicher Informationen. Jedenfalls war ich mir zu 100% sicher, dass niemand diesen Virus aufhalten konnte. Dafür fehlten schlicht und einfach die Mittel und die Erfahrungen. Meine Aussagen beruhten nur darauf, die Dame vor mir wenigstens ein wenig zu beruhigen. Auch wenn ich wusste, dass sie selbst auch nicht so unwissend und naiv war.
"Leider keinen Arzt.. aber ein Mädchen, welches sich ein wenig in der Medizin auskennt. Ihr Name ist Annabeth und Max sucht ja gerade nach ihr." Noch immer hatte ich keine Ahnung, dass sich mittlerweile ihre Mum, die sogar Ärztin war, sich hier eingefunden hatte. Also blieb vorerst nur zu hoffen, dass die Fähigkeiten von Annabeth ihr helfen würden, zumindest erstmals.
Lisa lehnte sich zurück. Durch die herabfallenden Haare sah ich ihre Narbe am Hals und begutachtete sie. "Wir haben wohl alle schon genug durchgemacht und haben gleichermaßen eine Pause verdient", spielte ich dabei auf ihre Narbe an. "Eine Welt, die alles verlor.. die Kultur, die Sehenswürdigkeiten, die Justiz, braucht eine kleine neue Welt, die all das wieder auf die Beine stellt.". Ich sah sie ein wenig ernst an. Meine Illusionen und meine Vorstellungen gab ich nur selten Preis, daher musste sie sich geehrt fühlen. "Hier soll das Zentrum entstehen. Der Ort an dem sich die Menschen sicher fühlen und sind. Der Ort, welches sie ihr Zuhause nennen können. Doch braucht jeder hier Treue, Loyalität und Respekt dem jeweiligen anderen Gegenüber." In anderen Augen könnte sich dies womöglich größenwahnsinnig anhören, zumal Loyalität und Respekt bei fast fremden Menschen heutzutage ein glatter Widerspruch war.
"Wenn du möchtest, zeige ich dir die Schlafräume.. dort kannst du auch gerne ausruhen, wenn du möchtest.", fügte ich noch nach einer kurzen Pause hinzu. Sie schien erschöpft zu sein und ungern mochte ich sie mit meinen Geschwafel noch mehr langweilen und schläfrig machen.

@Lisa Harper

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#178

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 01.07.2017 15:14
von Raven Sinclair | 9.567 Beiträge
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Waffen Messer, Schusswaffe

//Sorry für's unvermittelte Alleinlassen
Flure

Auf dem Rückweg wirkte die junge Frau nun wesentlich entspannter, als zuvor. Die eigentlichen Probleme und Aufgaben ließen sich vollkommen anders angehen, wenn intern alles geklärt war. Vorläufig jedenfalls. Beide hatten den Waffenstillstand akzeptiert und für den Moment herrschte Einigkeit. Trotzdem ließ Raven seine Hand wieder los, bevor sie den großen Raum betraten. Den Grund dafür nannte sie ihm nicht, doch ein kleines Lächeln zeigte zumindest, dass keine trotzige Absicht dahinter stecken konnte.

Als sie in die einst so gesellige Halle zurück kehrten, saßen Lisa und Sebastian noch dort. Gut, sie hatten einander nicht verpasst und es sah auch nicht so aus, als wäre hier in der Zwischenzeit der kalte Krieg ausgebrochen. Raven trat langsam ebenfalls an den Tisch heran, statt ihren alten Platz am Fenster vorzuziehen. Die Lehne eines leeren Stuhls wurde zur Stütze für ihre Unterarme. Der große Wanderrucksack zwang sie dazu, zwischendurch mal eine Schonhaltung einzunehmen. Zu gern hätte sie das schwere Gepäck einfach im Auto gelassen.
"Also.. Wo und wie geht's weiter?" Ihr fragender Blick streifte einmal jeden der drei Anderen. Niemand wurde außenvor gelassen. Natürlich konnten sie noch den ganzen Tag hier sitzen, sich misstrauisch umtänzeln und Pläne schmieden - davon fielen die untoten Eindringlinge nur leider nicht gänzlich leblos ineinander zusammen. Taten wogen bekanntlich schwerer als Worte. Und weiteren, die ihnen hier das Leben schwer machten, musste ja auch noch vorgebeugt werden.

@Benjamin Harper


Right now I feel...


... just like a leaf on a breeze...
zuletzt bearbeitet 07.07.2017 16:31 | nach oben springen

#179

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 04.07.2017 18:28
von Benjamin Harper (gelöscht)
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>>> Flure

Mit dem ergreifen ihrer Hand, wollte Ben nicht nur deutlich zeigen, fürs erste waren die kleinen Steine aus dem Weg geräumt, sondern auch das sie zwei zusammen gehörten. Aber Raven ihr Einverständnis erntete er damit nicht, dennoch zeigte ihr Lächeln keine Ablehnung wie man erst glauben könnte.

Mit dem betreten der gemeinschaftlichen Räumlichkeiten, erwartete die Beiden ein beinah recht entspannter Anblick. Es beruhigte ihn natürlich ungemein, weil er sich schon seine Sorgen machte und es sich nicht verziehen hätte wenn seiner Mum gerade etwas zugestoßen wäre.
Doch dieses mal zog selbst er eine stehende Position vor, weil er es sich hier nicht gemütlich machen wollte. An der Seite Ravens, blieb er stehen und sie eröffnet das Wort, wodurch er Sebastian mit hoch gezogenen Augenbrauen ansah. "Ein Arzt oder Krankenschwester wäre gut, sie könnte sich meine Mum ansehen und vielleicht einen kurzen Blick auf meine Platzwunde werfen" Danach wollte er sich um die anderen wichtigen Dinge kümmern aber er hatte sich nun mal Raven ihr Anliegen zu Herzen genommen. Niemanden wird er helfen können, wenn er vielleicht umkippt oder schlimmeres passiert. Also sollten erst die Wunden geleckt werden, damit er den Leuten im Anschluss helfen kann. Immerhin sollte in den nächsten Tagen soweit alles sicher sein, dass sie wenigstens hier durchatmen können ohne Angriffe befürchten zu müssen.
So hoffte er auf Zustimmung, statt schweigen oder gar ein Abwinken seiner Anliegen.

@Lisa Harper
//Entschuldigt das späte antworten, es war nicht so geplant und kommt auch nicht wieder vor

zuletzt bearbeitet 04.07.2017 18:29 | nach oben springen

#180

RE: Gemeinschatfsraum

in Erdgeschoss 05.07.2017 13:07
von Lisa Harper (gelöscht)
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// alles gut Ich brauch ja auch ab und an ziemlich lange.... ^^ //

Ich lies das imaginäre Glas wieder sinken und lachte leise. "Das alles hier ist eine unglaubliche Katastrophe!", stellte ich dann ernüchternd fest. Ja, das alles hier war vielleicht eine kleine Hoffnung unser altes leben wenigstens zum Teil zurück zu bekommen, doch würde es funktionieren ? Was wenn plötzlich alles schief ging ?

Ich nickte leicht und lächelte kurz. "Das ist gut, wir könnten wirklich ein bisschen medizinische ....." - ich hatte Versorgung sagen wollen, doch da traten Raven und Benjamin zurück in den Raum und ich sah auf. Beide sahen weit entspannter und ruhiger aus als zuvor und auch meine Züge verloren ihre Anspannung. Benjamin sah nicht aus als würde er gleich aus dem Leben fallen und auch seine Freundin sah weit weniger blass aus und grenzte somit nicht am Tod. Ohne Sebastian anzusehen beobachtete ich die beiden noch kurz, doch hörte ihm zu, ehe ich mich wieder zu ihm wandte. "Ein zuhause wäre schön. Wir brauchen alle einen Ort zum endlich ankommen.", stellte ich noch ruhig dar. Dann nickte ich. "Das ist eine gute Idee. Aber erstmal Warten wir auf Annabeth, ja ?"

Mit einem vielsagenden Blick nickte ich in Richtung meines Sohnes und der dunkelhaarigen Raven. Ersterer wiederholte meine Bitte noch einmal mit anderen Worten und ich schmunzelte leicht bevor ich mich erhob und nach den zwei Äpfeln und der Dose mit Beeren griff die ich zuvor ausgepackt hatte. "Hier, esst was!", ich streckte Raven einen entgegen und lief dann zu Ben hinüber um auch ihm einen der Äpfel in die Hand zu drücken. "Mir zuliebe, okay ?"
Kurz und unterschwellig drückte ich seinen Arm und suchte seinen Blick. Ich machte mir noch immer Sorgen, doch das überwältigende Gefühl ihn hier zu haben schob es beiseite. Ich war einfach endlos dankbar.



@Sebastian Stone

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