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Washington ist eine gefallene Stadt. Amerika ein gefallenes Land. Seit 15 Monaten ist die Welt eine einzige Todesfalle. Die Toten haben sich erhoben, die Lebenden müssen sich verstecken. Glaubst du, dass du zu den wenigen Glücklichen gehören wirst, die überleben können? Hast du das Zeug, das dich zum Survivor macht? Wirst du letztlich zu einem der vielen untoten, verwesenden Gesichtern oder kannst du dich behaupten?

Dead World ist ein FSK 18 geratetes RPG, welches seit 3 Jahren seine Spieler in die gefährliche, postapokalyptische Welt im Jahr 2015 rund um Washington D.C. führt. Hier geht es zu den Kolonien!
Das Gefängnis ist überrannt. Die Untoten haben sich der Mauern bemächtigt und diejenigen, die sie ihr Zuhause genannt haben, mussten fliehen. Aber das Glück im Unglück führte dazu, dass sich die Gruppe in einer Wohnwagensiedlung niederlassen konnte.
Der Anführer des Asylums ist auf Mission verschollen. Die Kolonie weiß noch nicht, dass er nicht wieder kehren wird. Die Lebensmittel sind knapp, ihre Mauern nur provisorisch repariert.
Juli - August 2015. Ein heißer Sommer, der schon einmal mit einem heftigen Gewitter überrascht hat.

Die Sonne bestimmt in der Region das Wetter, doch hin und wieder kann es zu Unwettern kommen. Die Höchsttemperaturen steigen bis auf 36 Grad am Tag und 24 Grad in der Nacht an.

Wir empfehlen Lichtschutzfaktor 50!

#91

RE: Außenbereich

in Außenbereich 14.08.2017 13:19
von Cassy Norris (gelöscht)
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Die Blinde, glaubte es nicht, dass Gabriel es seinen Bruder nicht verzeihen würde, wenn dieser ihn nicht finden würde. Viel eher schätzte sie ihn so ein, dass er es sich selber, nie verzeihen würde, wenn er seinen Bruder nicht wieder sehen würde.
Es war schon seltsam, da saß sie hier neben ihm, und hoffte für ihn, dass er und sein Bruder, bald wieder vereint sein würden, und sie selber hatte sich erst von ihrem Bruder getrennt, hatte ihm noch nicht einmal gesagt, was sie vor hatte und hatte sich dann auch noch von ihrer Schwester verabschiedet. Irgendwie, passte das so gar nicht zusammen. Als sie seine nächsten Worte vernahm, schnaubte, Cas belustigend auf. „Ich glaube, da hast du nicht viel verpasst.“ Ließ sie ihn, ihn bezüglich ihres Bruders wissen. Sie lauschte seinen Worten, dass die Fells, sich auf einander verlassen konnten, egal was war und was kommen würde.
Sie nickte bei seinen Worten. Irgendwie, war es ja auch bei ihren Geschwistern so, auch wenn ihre gerade, gefühlt im Stich gelassen hatte.

Vielleicht, hatten sie auch einfach Angst davor, sich bei dir zu beschweren?“ Überlegte sie laut und schmunzelte dabei. „Vielleicht hatten sie ja gerade Angst davor, dass du mich wieder ans Steuer lässt.“ Fügte sie, laut überlegend noch hinzu. Wer konnte schon von sich behaupten, zu wissen was Mäuse dachten? Vielleicht, irgendwelche, verrückten Wissenschaftler, die es gar nicht mehr gab, oder die gerade in diesem Moment, in ihren Unterirdischen Laboren, aushaarten und sich über all die Menschen Lustig machten, die hier um ihr Leben kämpften. Vielleicht, war der ganze Mist auch etwas geplantes…schließlich, gab es immer wieder irgendwelche Menschen, die meinten, die Menschheit, müsste ausgedüngt werden. Allerdings, würde es nichts bringen, sich darüber den Kopf zu zerbrechen
Käse…meinst du?“ Mit Käse, oder eher Speck fängt man ja bekanntlich Mäuse, warum also nicht.

Sie nickte mehrmals, als er verkündete, dass sie es wollen besser mit den Lippenlesen lassen sollten und er sich etwas anderes Ausdenken würde.
Wobei, es sicher Lustig gewesen wäre, die Gesichter zu sehen…wobei du davon mehr hättest als ich.“ Als er ihr dann erklärte, er würde es immer wieder vergessen, dass sie doch Blind, sei, weil sie ihm nicht so vorkäme, legte sie den Kopf auf die Seite.
Ich bin es, seit meiner Geburt…ich kenne es nicht anderes und bin daher damit groß geworden…wenn du etwas, von klein auf kennst und es für dich Natürlich ist, ist es einfach so. Du kennst es nur, dass du sehen kannst…für dich ist es befriedigend, nichts sehen zu können, daher ist es auch irgendwie befriedigend für dich…für euch, dass jemand der nichts sehen kann, so gut durch die Welt kommt…und jetzt wirst du damit Konfrontiert, dass hier jemand ist, der nichts sehen kann, dem du es aber nichts gleich anmerkst, weil ich es eben nicht anderes kenne…daher vergisst du es immer wieder.“ jedenfalls, war das ihre Meinung und Theorie dazu, warum er es vergisst.
Bei ihrer Familie, hatte es nicht viel anderes ausgesehen, allerdings kannten diese Cassy ja auch seit klein auf.

Blau…“ Wiederholte sie seine Äußerung, dass dies seine Lieblings Fabre wohl war und ignorierte sein Aufstöhnen. Von ihrem Bruder her, wusste sie das Männer es nicht gerne hatten, wenn man auf ihre Schwächen einging, sie hingen, fand es, dass es einen Menschlich machte, besonders da der Körperliche Schmerz nichts war, was man so einfach ignorieren konnte.
orange, das ist meine Lieblings Farbe.[/b“ Erklärte sie und fragte sich, wie lange er brauchen würde, bis ihm aufging, dass sie mit Farben so an sich nichts, anfangen konnte. Allerdings, gefiel ihr die meisten Beschreibungen von Orange, einfach besser als von anderen Farben.

„[b]Natürlich…einen Lakaien, damit der Herr faul auf der Haut liegen kann…was?
“ Scherzte sie und strich noch einmal mit den Fingern über den verband. „Wie steht es überhaupt mir der Bezahlung aus?“ Fragte sie dann nach.
Doch als er verkündete, dass ihre Stärke wohl nicht einfühlsam sei, lachte sie wieder auf.
Ich dachte so ein großer Seal mag es nicht, wenn man bei so etwas vorsichtig zu ihm…Aber wenn du magst, bin ich beim nächsten Mal vorsichtig…soll ich noch Pusten, damit es besser wird?“ Zog sie ihn dann etwas auf. „Ein Indianer kennt kein Schmerz.“ Ließ sie ihn dann noch wissen, dabei sank sie zurück in den Sitz.

Hat sich draußen, etwas verändert?“ Wollte sie, nach einem Augenblick der Stille von ihm wissen. Sie hatte wieder einmal ihr Zeitgefühl vergessen, zwar hatte er ihr, als sie hier angekommen gesagt, dass es draußen Dunkel sei, doch so wirklich sicher, wie viel Zeit seitdem vergangen war, wusste sie nicht.
Manchmal, vermisste sie schon ihr Handy, an dessen Seite sie nur ein Knopf drücken musste, um die Uhrzeit zu erfahren, oder diese Tolle, App, wenn sie etwas Fotografierte und ihr dann alles vorgelesen wurde, dass nicht in Blindenschrift war.

Wenn, wenn wenn…hättest du mal hättest du mal





@Gabriel Fell - soweit ich weiß, ist sie es nicht trotz Brille , aber schau mal, ich hab weniger als du geschrieben
@Lucian Fell @Caroline Mercer - wie es euch passt, kommt dazu :)

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#92

RE: Außenbereich

in Außenbereich 17.08.2017 19:19
von Gabriel Fell (gelöscht)
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Die beiden Gefährten saßen so noch eine Weile da und unterhielten sich, Die Nacht zog langsam an ihnen vorbei, sie schenkten dem jedoch fast keine Bemerkung. Selbst die Müdigkeit überfiel ihn nicht, trotz der herrschenden Dunkelheit. Zu sehr war er einerseits in ihr Gespräch vertieft und andererseits zu aufgeregt seinen Bruder bald wieder zu sehen. Lachen - überfahrene Mäuse die ihre Höhlen tapezieren mussten, Vorstellungen wie die Blondine sein Gesicht betastete, Ernste Worte - solche die zum Nachdenken anregten. Es fühlte sich an, wie mit einer alten Freundin über solche Dinge zu reden, die Tatsache, dass sie sich einen Tag kannten schien unwirklich. Gabriel genoss ihre Nähe, fühlte sich normal, in diesem Moment hätten sie auch in einem anderen Auto sitzen können. Vielleicht stand dies vor ihrer Wohnung nachdem sie eine Nacht durchgefeiert hatten? Beide wollten nicht aussteigen und die schönen Stunden noch etwas fortführen. Aber was für eine Vorstellung. Solche Zeiten würden nie wieder kommen.

Gabriel streckte sich, als die ersten unscheinbaren Sonnenstrahlen durch die Baumwipfel schienen. Es war noch immer finster, doch würde die aufgehende Sonne die Dunkelheit bald vertreiben. Sein Blick glitt durch das geschlossene Wagenfenster ins Freie. Draußen schien alles so ruhig, als ob die Zeit stehen geblieben wäre. Vereinzelt, so hätte er schwören können, ertönte das Zwitschern einiger weniger Vögel. Der Moment, in welchem Cassy ihn plötzlich fragte, ob sich draußen etwas verändert hatte. Der Seal kurbelte das Fenster neben ihm herab und ein frischer Windzug durchströmte das Auto. "Spürst du es? Der Morgen bricht an, so als ob nie etwas gewesen wäre." Der Seal holte einmal tief Luft, zog die Frische in sich ein, ehe er seinen Kopf der Blinden zuwandt. "Ich hatte Ian gesagt, dass ich mir die Gegend ansehe und ihm Bescheid gebe, ob es hier sicher ist. Es wird langsam hell. Die perfekte Gelegenheit um nicht noch länger zu warten." Auch wenn er gern noch länger im Auto gesessen hätte, sinnlose und auch ernste Gespräche geführt hätte, diese Aufgabe ging vor und er wusste, dass die Blonde es sich nicht nehmen lassen würde, ihn zu begleiten. So nahm er folgende Taten mit den nun folgenden Worten vorweg: "Ich werde jetzt aussteigen. Keine Sorge, ich halte dir die Tür auf."

Und so setzte der Mann das Gesprochene in dir Wirklichkeit um. Mit einem sanften Klicken schloss er die Tür. Sicher war sicher. Lief um das Auto und öffnete die Beifahrertür. Sein Blick glitt dennoch aufmerksam in der Umgebung umher. Noch schien immer alles ruhig, hoffentlich würde der Schein nicht trügen.

@Cassy Norris - mal wieder etwas weniger, ich weiß, wollte nur schon langsam einmal für's Brüderchen einleiten. @Lucian Fell & @Caroline Mercer

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#93

RE: Außenbereich

in Außenbereich 18.08.2017 08:14
von Cassy Norris (gelöscht)
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Sie lachte, schüttelte belustigt den Kopf und driftete in ernste Gespräche ab, aus der sie sich immer wieder gegenseitig mit herausholten. Die Welt war schon ernst und düster genug.
Es war wieder, einer dieser selten und kostbaren Momente, in der man die Welt um sicher herum vergessen konnte, in der der eigene Geist einem vorgaukelte, dass die Welt, sich nicht weiter gedreht hatte, sondern noch ganz so wie früher war, als wäre nie etwas passiert.
Sie mussten nicht um ihre Familien bangen, sie waren nur dem Alltag entflohen, der sie nur als zu früh wieder einfangen würde, allerdings wollte keiner der beidem, die Chance geben, früher eingeholt zu werden.
Wie in einer Blase, schirmte das Auto sie vor der Außenwelt ab und gab ihnen weiter kostbare Momente, in denen sie vergessen konnten. Es war erholsamer, als jeder Schlaf.

Als Gabriel das Seitenfenster öffnete und frische Luft in das Auto strömte, schloss die Blinde ihre Augen und legte den Kopf in den Nacken. Nach einem kurzen Augenblick nickte sie.
Die Welt bewegte sich weiter, es war ein Wunschdenken, dass sie stehen bleiben würde, eine schwache Hoffnung, weiter vergessen zu dürfen.
Als wäre nie etwas gewesen.“ Wiederholte sie seine Worte, doch klang bei ihr ein Nachdenklicher Ton mit.
Wieder nickte sie, als er abermals zu sprechen begann, und erklärte, dass er sich, wie Ian angekündigt, die Umgebung begutachten wollte. Sie unterließ es, ihm zu sagen, dass sie es ja mit angehört hatte.
Doch als er dann meinte, sie müsse sich keine Sorgen machen, er würd ihr die Tür aufhalten, schnaubte sie Belustigt auf. Er hatte schnell erkannt, dass sie, nicht gerne zurück gelassen werden wollte, weil man ohne sie vielleicht schneller dran war, oder besser zu Recht kommen würde.
vermutlich, hätte sie von sich aus die Tür geöffnet und wäre ihm, unaufgefordert und nach besten wissen und Möglichkeiten, gefolgt.

Ein Kavalier…“ Meinte sie schmunzelnd, nachdem sie das Klicken der Tür hörte, als seine Verschlossen wurde und ihre, nach einem kurzen Augenblick geöffnet wurde.
Dieses Mal würde sie ihre Schaufel mitnehmen, auf dem Unebenen Untergrund, war es besser wenn, sie noch etwas hatte, das ihr beim Orientieren half. Kurz ging sie in die Hocke und betastete den Boden zu ihren Füßen. Teils war er noch feucht, Laub lag um sie herum, was davon sprach dass der Weg gut Bewachsen war, dass würde erklären, warum der Boden von der Sonne und ihrer Hitze noch nicht gänzlich ausgetrocknet war.

Glaubst du, sie sind schon unterwegs? Sein Bruder hatte ja gemeint, dass er nicht allein unterwegs sei.
Dieser Ort schien wirklich friedlich zu sein, vereinzelt konnte sie Singvögel aus machen, die Morgens ihr Lied anstimmten.
Der frühe Vogel, fängt den Wurm.“ Setzte sie an und grinste, ehe sie noch hinzu fügte. „Der frühe Vogel, kann mich mal…“ Sie war zwar nie ein Morgenmuffel gewesen, doch hatte sie es immer genossen, wenn sie sich noch einmal umdrehen konnte.
Was meinst du Gunslinger, Vögel die unbekümmert singen? Hört sich im Moment, nicht nach Zombies an…“ Meinte sie und folgte weiter seinen Anweisungen und Hinweisen um der Straße, einigermaßen einfach zu folgen.



@Gabriel Fell - Fand ich jetzt nicht so schlimm Ich entschuldige mich aber mal für meine letzten Post hier und dem im Flash...ich setz mich mal die Tage dran, die ordentlich zu machen und die fehlenden Wörter und falschen Wörter auszubessern...Sorry....
@Caroline Mercer und @Lucian Fell - wie es euch passt

zuletzt bearbeitet 18.08.2017 08:30 | nach oben springen

#94

RE: Außenbereich

in Außenbereich 21.08.2017 23:33
von Lucian Fell (gelöscht)
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CF: Jagdhütte (26)

So schnell und friedlich war die zierliche Rothaarige letztendlich doch eingeschlafen, nachdem sich Ian Ausnahmsweise dazu hinreißen lassen hatte, es sich neben ihr im Bett bequem zu machen und seine Hand im Dauereinsatz sanft über ihren Rücken streichen ließ. Solange bis sie einschlief, hatte er gesagt und war länger als erahnt an ihrer Seite geblieben, während er durch einen Spalt des dünnen Vorhangs stumm wachend hinaus in die dunkle Nacht spähte. Kein Rascheln und auch kein verräterisches Knacken hatte er vernehmen können -lediglich die friedliche Stille, die er sich schon so lange herbei gesehnt hatte, dann und wann von einem tieferen dennoch leisen Atemzug seiner besten Freundin unterbrochen, was ihm jedes Mal unwillkürlich ein winziges Lächeln auf die Lippen gedrängt hatte. Er war endlich nicht mehr allein nach so langer Zeit und er hoffte zutiefst, dass es sich nie wieder ändern, sowie sie nie wieder aus den Augen verlieren würde...
Noch bevor seine Lider schwer wie Blei werden konnten, meldete sich Gabriel endlich wieder zu Wort. Ein leises erleichtertes Ausatmen war dem jüngsten Fell entglitten, als er sich unbemerkt von Caroline hatte befreien und aus dem Bett steigen können. Leise war er hinaus mit den Funkgerät in den Flur getreten und hatte mit seinem großen Bruder einen recht nahegelegenen Treffpunkt ausgemacht, an welchem sie sich zum ersten Mal seit dem die Apokalypse ausgebrochenen war, gegenüberstehen sollten.
Vieles ging dem Brünetten durch den Kopf, nachdem die Brüder -in der Hoffnung sich endlich nach 1.5 Jahren wiederzusehen- das kurze Gespräch beendet hatten. Ob es ihm tatsächlich so gut ging, wie er behauptete? Vielleicht sich so sehr verändert hatte, sodass er ihn nicht von jetzt auf gleich wiedererkennen würde? Viele Menschen hatten sich verändert und hatten sich von vollkommen anderen Einstellungen leiten lassen, die nicht immer das Gute in ihnen hervorrief.
Von diesen und weiteren Gedanken gefangen, hatte Lucian dabei begonnen bereits die wenigen Habseligkeiten und auch Caroline's zusammen zu packen, ehe er sich noch für einige Minuten auf die Bettkante gesetzt hatte, um der friedlich Schlafenden bei ihrer ruhenden Tätigkeit zuzusehen. Es tat ihm schon leid, als er sie mit einem leisen Raunen aus dem Schlaf hatte wecken müssen. Doch war seine Beste selbst nach den wenigen Stunden Schlaf noch immer die liebe- sowie verständnisvollste Seele dieser Welt, sodass der entschuldigende Ausdruck schneller als gedacht aus seinem Gesicht verschwunden war.

Zwar die friedliche Stille und auch die von Morgentau besetzte Luft genießend, während die ersten Sonnenstrahlen sich einen Weg durchs Geäst kämpften, waren Lucian's Muskeln beinahe zum Zerreißen angespannt. Wachsam sah er sich immer wieder in der näheren Umgebung um, während Caroline deutlich entspannter neben ihm herlief und diesen Spaziergang durch den Wald sichtlich zu genießen schien. Er hingegen brachte die Angst, sie in einem unachtsamen Moment für immer verlieren zu können, beinahe um den Verstand. Dennoch verlor er kein einziges Wort darüber, sondern warf ihr dann und wann einen angespannten Blick zu, während seine Lippen sich jedes Mal ein Lächeln aufzwangen.
"Shhhh!" hielt er sie urplötzlich mit einem Arm um ihren Oberkörper geschlungen und sie fest an seine Front heran gedrückt zurück, als seinem Adleraugen eine Bewegung während der Morgendämmerung im Unterholz nicht hatte entgehen können. Mit wenigen leisen Schritten, hatte er sie rückwärts mit sich hinter einem Baum gezogen und warf einen überprüfenden Blick in jene Richtung. Sie waren bereits verdammt nah an dem vereinbarten Treffpunkt. Oder hatten sie es bereits geschafft und es war lediglich sein Bruder oder dessen weibliche Gesellschaft, die sich durch das Unterholz hindurch einen Weg bahnte? Langsam rutschte bereits seine Rechte an den Griff seines Messers, welches er nur noch mit einem Ruck dem ledernen Holster entreißen würde müssen...

@Caroline Mercer
@Gabriel Fell
@Cassy Norris
Wir sind endlich da Ob ihr es seid, Beißer oder irgendjemand anderes, könnt ihr gern frei entscheiden (;

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#95

RE: Außenbereich

in Außenbereich 22.08.2017 11:55
von Caroline Mercer (gelöscht)
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Cf: Jagdhütte (26)

So schnell war die Brünette schon lange nicht mehr eingeschlafen, immerhin gab es nie wirklich einen Ort, welchen sie bergen konnte, an jenem sie sich zu 100% sicher fühlen konnte, doch diese Angst war nun vollkommen verblasst. In jener Nacht wusste Caroline, dass sie keine Angst mehr haben müsste und sie in der Nähe ihres besten Freundes sicher wäre, wo für sie ihm unendlich dankbar war.
Ihr dunkler Lockenkopf war auf seiner Brust platziert, ebenso wie ihre eine Hand, wodurch sie den Herzschlag seinerseits spüren konnte. Dieser und das Streicheln von Ian sorgten dafür, dass sich die 20 Jährige unglaublich geborgen und sicher fühlte und das erste Mal seit Ausbruch dieser Seuche wieder tief und fest schlief. Diesen Schlaf konnte sie auch definitiv gebrauchen, immerhin wollte sie kein Ballast sein für Lucian wenn sie sich auf den Weg machten um sich mit Gabriel und seiner weiblichen Begleitung zu treffen. Caro entging sogar, dass ihr Ian sich irgendwann aus jener Position löste und mit seinem großen Bruder sprach, zu tief war sie noch im Traumland verschwunden, in welchem definitiv alles besser war. Das Erste, was sie mitbekam war als die vertraute Stimme des Brünetten erklang und seine schönen Augen sie direkt anblickten. Konnte man schöner geweckt werden? Vermutlich nicht, zumindest wenn es nach der zierlichen Rothaarigen ging. Ein kurzes Blinzeln verschaffte ihren dunklen Augen die Möglichkeit sich wieder an die Helligkeit zu gewöhnen, ehe sie sich aufrichtete und Ian ein letztes Mal in die Arme schloss. "Sieh mich nicht so an, es ist alles in Ordnung...", flüsterte sie ihm dabei mit sanfter Stimme zu und platzierte ihre Lippen vorsichtig für einen kleinen Kuss auf seiner Wange.

Da Lucian schon fleißig war, konnten sich die beiden nun auch bereits auf den Weg machen. Draußen angekommen blieb Care für einen kurzen Moment stehen, schloss ihre Augen und atmete die angenehme und erfrischende Luft ein, welche gepaart wurde mit Stille, an welche man sich definitiv erstmal gewöhnen musste. Die ersten Sonnenstrahlen tänzelten um die Nasenspitze der ehemaligen Medizinstudentin, was ein kleines Kitzeln, gefolgt von einem Nießen bei ihr auslöste. Sofort blickte sie Ian entschuldigend an, immerhin war es das höchste der Gebote so leise wie nur möglich zu sein und nichts und niemanden auf sich aufmerksam zu machen.
Natürlich entging ihr ebenso nicht die Angespanntheit ihres besten Freundes, doch war ihr bewusst, dass sie nichts tun konnte um ihm diese zu nehmen, auch wenn sie das nur zu gerne wollen würde. Ihre dunklen großen Augen schweiften durch die Umgebung, wobei diese allerdings keine mögliche Gefahrenquelle erfassen konnten, weswegen sie deutlich entspannt durch den Wald spazierte. Die Aufregung in ihr machte sich so langsam aber sich deutlich bemerkbar, immerhin würde ihr geliebter bester Freund nun endlich seinen Bruder wieder in die Arme schließen können, was sie sehr freute und positiv stimmte. Außerdem war Gabriel definitiv auch ein bekanntes Gesicht für sie selbst, was nicht wirklich verwunderlich ist dank der Tatsache, dass Ian und sie sich seit Kindertagen kennen. Caroline erhielt also ebenfalls die Chance wieder jemanden zu Gesicht zu bekommen, welcher ihrem alten Leben entsprach, worüber sie sehr dankbar war.

Den Blick herüber wandernd und mit einem breiten Lächeln auf den Lippen, ließ sie nun leise ihre zarte Stimme erklingen:"Freust du...", mehr konnte sie nicht aussprechen, da hatte der Brünette ihr schon signalisiert, dass sie nun leise sein muss. Wachsam und zugleich suchend nach dem möglichen Ursprung der Bewegung, schweiften ihre dunklen Augen durch die Gegend, allerdings konnten diese nichts erfassen. Schützend hatte er Caro an sich gezogen und mit seinem Arm umklammert, wobei ihr Herz anfing zu rasen. Ehe sie sich versah, befanden sich die beiden nun hinter einem Baum hinter welchem er sofort hervor blickte. Nicht nur er machte sich für den Fall der Fälle bereit, sondern auch sie, weswegen ihre Hand zu dem Messer wanderte, was sich in ihrer hinteren Hosentasche befand. Eine falsche Bewegung der anderen Person, ein Blick oder Wort von ihrem besten Freund würden genügen damit die zierliche Rothaarige bereit gewesen wäre.
In jenem Moment zog sie nicht einmal ansatzweise in Betracht, dass sie vielleicht einfach schon angekommen waren, zu groß war ihre Angst vor einem möglichen Verlusts von Ian, welchen sie definitiv nicht verkraften würde, immerhin hatte sie ihn doch gerade erst wieder gefunden. . .

@Lucian Fell @Cassy Norris @Gabriel Fell

zuletzt bearbeitet 22.08.2017 11:57 | nach oben springen

#96

RE: Außenbereich

in Außenbereich 24.08.2017 19:16
von Gabriel Fell (gelöscht)
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@Cassy Norris @Lucian Fell @Caroline Mercer
Linkin Park.



Gabriel schüttelte nur leicht den Kopf, als sie in Kavalier nannte. Eigentlich war er das komplette Gegenteil. Kyra wäre es zum Beispiel nie im Traum eingefallen, den Exseal so zu nennen. Er war hitzköpfig, sprach ehe er dachte, handelte ehe er abwägte ob dies das richtige war. Machte sich schamlos an Frauen heran, hatte meist damit Glück. Doch letzteres war vorbei. Diese Eigenschaft wurde ihm auf schmerzhafte Art und Weise gestohlen.
Cassy zog ihre Schaufel aus dem Wagen. Gut das er einen großen Wagen ausgewählt hatte, in dem diese genug Platz auf dem Rücksitz gehabt hatte. An ihrer Seite nahm er ihre Hand und legte diese auf seine auf seine rechte Schulter. Der Weg war steil, unbeugsam, verwildert. Hier konnte man schnell ausrutschen, stolpern, fallen, sich verletzen. Der Marine sah im hervorleuchtenden Licht fast alles, was sich um ihn herum befand, konnte ausweichen, wenn nötig, doch die Blinde nicht.
"Ich denke schon. Es klang vorhin so, dass sie sich bald aufmachen würde. Vielleicht sind sie sogar schon ganz in der Nähe." Hoffnung machte sich in seinem Inneren breit, er sehnte sich nach seinem Bruder, seiner Familie. Was sollte noch schief gehen, wenn sie beisammen waren. Was würde ihn noch kümmern, wenn er sie wieder hatte. Selbst, so war er der Auffassung, könnte er in Ruhe sterben, wenn er wusste, dass sie in Sicherheit waren. Für einige Minuten standen sie so da, lauschten der Natur, den Vögeln, ihrem Gesang. Der Wind rauschte durch die Blätter, alles klang so friedlich. "Du bist doch die mit dem Supergehör. Da vertraue ich ganz auf dich." Nicht nur einmal waren ihre Ohren ihnen zu Gute gekommen und Gabriel hatte gelernt, darauf zu vertrauen, was sie hörte und anderen verborgen blieb.

Bald darauf bahnten sie sich ihren Weg durch das Gestrüpp, ehemals ein Weg, verwuchert durch Büsche, Sträucher, Gräser denen keiner mehr Einhalt gebot. Die Natur holte sich zurück was einst ihr gehörte - so war der Verlauf der Dinge. Schweigsam liefen sie nebeneinander her, Gabriel besah sich die Umgebung, Cassy spitzte ihre Ohren. Gemeinsam erkannten sie das, was sie ohneeinander nicht wahrnehmen würden. Doch plötzlich blieb die Blonde stehen, drehte sich in östliche Richtung und deutete mit einem Finger Richtung Wald. Sie verkündete ihm, dass sie einige Geräusche vernommen hatte. Schritte oder dergleichen, Körper die sich durch das Gestrüpp kämpften. Gabriel legte ihr nun sanft den Zeigefinger auf die Lippen und deutete ihr leise zu sein. Langsam zog er sein Armymesser hervor, mit der anderen Hand nahm er Cassy ihre, ihre Finger fest umklammert. Sie waren jetzt ein Team. Gefährten und würden sich nicht gegenseitig im Stich lassen. Die beiden pirschten sich leise voran. Es bestanden zwei Möglichkeiten. A) Es könnte sein Bruder mit seiner Begleitung sein. B) Die weniger schöne, es waren Untote. Aus diesem Grund das Messer. Die Hoffnung sollte ihn nicht blind und dumm machen. Natürlich verursachten sie weitere Geräusche, als sie sich durch das Geäst kämpfen, doch versuchten sie diese aufs minimalste zu beschränken. Und da sah er eine Gestalt. Eine einzige, humpelnd, streifend durch die Gräser, einen bestimmten Punkt fixiert, erst still und nun sich geifernd fort bewegend. Ein schneller Blick nach links und rechts, keine weiteren seiner Sippschaft. Kurz flüsterte er Cassy zu, sie solle sich an seiner Jacke festhalten. Zu ungewiss die Tatsache, dass sich hier nichts Totes mehr befand. Einige wenige Schritte, ein kurzes Aufblitzen der Klinge, ein Stich mitten in den Hinterkopf. Ein kurzes Gurgeln, ein Aufprallen, als das Metall aus dem gammelnden Fleisch glitt. Ein Blinzeln als der Körper ihm die Sicht auf das Dahintere freigab. - Da stand jemand. Und es konnte nur Lucian sein.

Das nun fahle Licht fiel durch die Baumkronen, erhellte schemenhaft den Boden, eine Gestalt, die keine 10 Meter von ihm entfernt stand. Fast hatte der Marine vergessen, wie der Bruder aussah, doch dieses Bild brannte sich erneut in seinem Gedächtnis ein. Er fühlte sich zu Hause. Heimat musste kein Ort sein, manchmal waren es die Personen. Oder halluzinierte er? Hoffte er so sehr, dass er seinen Bruder wiedersah, dass er einen Toten für ihn halten konnte. Seine Hand glitt nach hinten, griff nach Cassys Arm. Ja, er träumte nicht, die Blonde war noch da, das musste die Realität sein. Vorsichtig streckte er die linke Hand in die Höhe, dass Messer mit dem Daumen in die Handinnenfläche gedrückt. Die Finger bewegten sich zu einem Winken. Wie abstrus dieser Moment wirken konnte. "Ian?" Nur ein Wort, doch auch eine Frage - nein, nicht nur eine, dutzende die er in dieses eine Wort packte. Plötzlich erkannte er nicht nur noch eine Gestalt, im fahlen Licht erkannte Gabriel einen Kopf der hinter der Gestalt, die sein Bruder war, hervorlugte, doch konnte er in diesem Augenblick nicht deuten, um wen oder was es sich dabei hielt. "Little I"


@Kyra Fell - weil du doch mitlesen wolltest. (h)

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#97

RE: Außenbereich

in Außenbereich 25.08.2017 07:33
von Cassy Norris (gelöscht)
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Zwar sagte, Gabriel immer wieder, er würde vergessen, dass sie Blind sei, doch Handelte er immer wieder, ohne Aufforderung oder fragen ihrerseits richtig. So wie auch jetzt, wo er unaufgefordert ihre Hand nahm und sie auf seine Schulter ablegte, damit sie ihm mühelos auf dem Unebenen Weg folgen konnte.
Nach ein paar Schritten, ließ sie allerdings ihre Hand an seinem Arm hinab Wanderern und hielt sich an seinem Ellbogen fest, nun war der Größenunterschied nicht mehr ganz so groß.
Mehr als einmal brummte sie auf, und nahm sogar ihre Schaufel zur Hilfe um nicht weg zu Rutschen.
Wir sind wirklich auf einem Weg oder?“ Wollte sie irgendwann von ihm wissen, nach dem sie wieder etwas umrundetet hatten, von dem sie nicht wusste was es war.
Das sie eigentlich auf einem Weg waren, war Cassy klar, doch jetzt da niemand mehr die Vegetation aufhielt, wucherte diese alles zu, gerade jetzt fragte sie sich, wie lange es wohl dauern würde, bis auch die meisten Städte wieder von der Natur zurück erobert wurden wäre.

Ich bin mir sicher, dass sie schon unterwegs sind.“ Sprach sie dem Seal zu, als dieser meinte, dass sein Bruder vielleicht schon in der Nähe sein könnte. „So wie ihr beide, euch angehört habt, während ihr über Funk, mit einander gesprochen habt.“ Begann sie und Stützte sich noch einmal auf die Schaufel ab, als sie nun über etwas steigen mussten. Gerne hätte sie mit der Hand abgetastet, wie groß der Gegenstand war, aber dafür hätte sie wenn Gabriel oder ihre Schaufel los lassen müssen. Beides waren Optionen, die sie nicht gerne nehmen wollte. Seit sie, dass Auto verlassen hatten, hatte sie nicht mehr auf ihre Umgebung geachtet, sie war…Orientierungslos.
Wird er sicher schon unterwegs sein, oder im Kloster auf uns Warten.“ Beendete sie dann ihren Satz.
Als er dann ihr gehör ansprach, gab sie ein belustigendes Schauben von sich. „Schön, dass noch jemand, dass zu schätzen weiß.“ Meinte sie und grinste dabei briet. „Dann hab ich wohl nicht nur Laseraugen…“ Fügte sie noch hinzu und schüttelte dabei, den Kopf.

Sie gingen weiter, und der Weg wurde zunehmend unebener und zu gewucherter. Mehr als einem, verhing sich die Jacke der Blinden im Dornengestrüpp. „Bist du dir sicher, dass es ein Kloster ist und nicht das Schloss von Dornröschen? Mir komm,-“ Doch weiter sprach sie nicht. Sie hatte etwas gehört und war stehen geblieben, gleichzeitig zog sie an Gabriels Ärmel, ehe sie ihn los ließ und in die Richtung zeigte, aus der sie das Geräusch vernommen hatte. Den Atmen anhalten, lauschte sie weiter. Doch da war etwas, dass sich seinen Weg durch das Unterholz bahnte. „Da…“ Hauchte sie, der Finger der sich kurz an ihre Lippen legte, ließ sie den Kopf zurückziehen, sie machte bereits Anstalten, zurück zu weichen, doch hinderten die Hand dich sich um ihre Finger schlossen, sie daran.
Nun nichts mehr von sich geben, folgte sie dem zug von Gabriels Hand, die sie mit sich zog, in die Richtung, aus der sie die Geräusche vernommen hatte. Konnte es, bereits Ian sein? Oder hatten sie jemanden anderes aufgescheucht? Sie waren nicht sonderlich leise gewesen, vielleicht war das Kloster doch nicht so unbewohnt, und der Hausherr machte ihnen nun seine Aufwartung, oder aber, sie hatten es hier mit jemanden Totes zu tun.

Als sie die Aufforderung bekommen hatte, sie solle sich an seiner Jake festhalten, suchte ihre Hand seinen Gürtel, hinter ihn her gehend, hörte sie das, was er schon längst mit einem Blick erkannt hatte.
Es war nicht Ian, oder jemand anderes Lebendes, das Geifern und Stöhnen war als zu deutlich, dass sie hier einen Untoten hatten. Die Blinde neigte den Kopf von der einen Seite auf die andere. Waren da mehr? Auch schnupperte sie in die Luft, allerdings brachte ihr das nicht viel.
Es roch erdig, feucht, pilzig und unter all dem, nahm sie die Verwesung war. Noch während sie, dies Prüfte, folgten ihre Füße seinen Schritten, sie hörte wie Knochen und Äste brachen, ein letztes Gurgeln und etwas sackte schwer auf dem Boden zusammen.

Ihr entging nicht die Veränderung, die Plötzlich mit ihrem Weggefährten vorging.
Plötzlich war da eine Spannung, Erwartung, ganz anderes, als er auf den Toten zu geschritten war.
Gabriel?“ Fragte sie mit vorsichtiger, gedämpfter Stimme und ließ seinen Gürtel los um wieder ihre Hand an seinen Ellbogen zu legen. Dabei machte sie einen Schritt hinter ihm vor. „Alles gut?“ Wollte sie wissen und drückte dabei, einmal seine Arm.
Als sie dann aber den Namen hörte, den er aussprach, suchten ihre Leeren Augen die Umgebung ab. War sein Bruder wirklich hier? Für einen kurzen erschreckenden Moment, kam ihr der Gedanke, dass der Untote sein Bruder gewesen war, in der Jetzigen Zeit, ging so etwas verdammt schnell.
Es gab immer weniger Lebende, dafür immer mehr Tote, wobei es seit jeher her, mehr Tote als Lebende gegeben hatte. Doch als er noch einmal einen weiteren Namen aus sprach, mit dem er seinen Bruder über Funk angesprochen hatte, glaubte und hoffte sie, dass sein Bruder vor ihm Lebend stand.
Sind sie hier?“ Fragte sie und erwartete keine direkte Antwort, auf ihre Frage.

@Lucian Fell | @Caroline Mercer | @Gabriel Fell

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#98

RE: Außenbereich

in Außenbereich 11.09.2017 20:42
von Gabriel Fell (gelöscht)
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Der Augenblick, der Moment den sich der Seal seit Monaten erhofft hatte - er war Realität geworden. Zuerst war da noch das Misstrauen, enttäuschte Hoffnungen - aufkeimend aus der Vergangenheit. Doch nicht heute, heute war der Tag der Tage, der Lichtfunke in der Apokalypse. Langsam bewegten sich die Brüder aufeinander zu, beide hatten den selben Unglauben in ihren Augen - konnten es nicht fassen, dass sie sich wirklich getroffen hatten. Nur noch einige Meter entfernten sie voneinander, die Dämmerung wich der Helligkeit, langsam, doch konnten sie nun einander erkennen. Alles andere war für den Marine unwirklich - Ian. Sein Bruder. Spürte er seinen Atem? Hörte er das Herz seines Bruders vor Freude gegen die Rippen springen? Oder war es das eigene was seinen Körper verlassen wollte? Ein Lächeln bildete sich auf seinen Lippen, nur noch 2 Meter und Gabriel hob eine Hand, streckte sie nach dem Bruder aus, wollte ihn berühren, wollte sich sicher sein, dass dies doch kein Traum war.

Und da war das trügerische Schicksal. Ein Schrei, herzzerreißend, qualvoll, voller Schmerz durchbrach die Stille. Gabriels Glieder erstarrten zu Eis, Ian und er sahen sich in die Augen, bis sich der Jüngere rasant umdrehte und nun seine Arme nach etwas ausstreckte. Der Schrei war von dem brünetten Mädchen hinter seinem Bruder ausgegangen, welches sich um sich schlagend, auf dem Boden wand. Innerhalb von Sekunden wurde diese von ihren Füßen gezogen, etwas hatte sich an ihre Knöchel geheftet. Ein zweiter Untoter nagelte ihren Oberkörper auf den feuchten Boden und tat sich an dem duftetenden Fleisch gütlich. Je mehr sich die junge Frau wehrte, desto schlimmer verbiss sich der Widerling in ihrem Bauch. Haut riss, Hände zerfetzten, griffen in die Bauchhöhle, zogen und zogen und der Inhalt des Mädchens verteilte sich auf dem Waldboden. Noch immer wie vom Donner gerührt stand Gabriel da, versuchte wieder Herr seiner Glieder zu werden, sich zu bewegen und als er dies geschafft hatte, stürzte sich Ian bereits auf die beiden Monster. Erbarmunslos und voller Hass prügelte er auf diese ein, versuchte sie von seiner Freundin wegzuzerren, sie mit den bloßen Händen zu töten. So viel Wut, vernebelter Verstand. Ian griff nach einem Stein, schlug mit diesem dem nächsten Untoten den Schädel ein. Gabriel hechtete an die Seite der beiden, dass gezückte, glänzende Messer in der Hand und stich auf den Schädel des anderen Untoten ein, immer und immer wieder. Nur die zwei, zwei Untote die sie übersehen hatten, die sich herangeschlichen hatten. Und so schnell wie diese erschienen waren, wurden sie auch ausgelöscht. Doch zu spät, viel zu spät. Das Mädchen hauchte bereits ihren letzten Atemzug aus. Die Augen feucht, die Wangen von Tränen bedeckt, griff sie fahrig nach der Hand seines Bruders, drückte diese mit aller letzter Kraft. Gabriel erkannte den Schmerz in den Augen, doch da war auch noch etwas anderes, eine Sanftheit, eine Güte. Letzte geflüsterte Worte die nur für Ian gedacht waren, doch Gabriel hörte sie ebenso. Dieser Moment verschlug ihm die Sprache, ein Kloß bildete sich in seiner Kehle. Ihr Körper zuckte noch einmal und erschlaffte dann - für immer. Für einige Sekunden rührte sich der nun kniende Ian nicht, sein Blick fest auf das Gesicht des Mädchens gerichtet, welches ihm mit seinen letzten Worten die Liebe gestanden hatte. Wie in Trance streckte er die freie Hand nach ihr aus und schloss ihre Augen, welche jeden Glanz und jede Farbe verloren hatten. Anschließend fuhr er sanft mit den Fingerspitzen über ihre Wangenknochen, ihre Lippen. Eine einzelne Träne traf auf diese auf und verschwand. Der Marine starrte wie gebannt auf das Antlitz seines Bruders, welcher sich nun wie in Zeitlupe in seine Richtung drehte. Das Gesicht verzerrt von Trauer, Wut, Zorn offenbarte dieser dem Bruder den rechten Unterarm. "Nein!", ein Wort, ein Schrei, das gequälte Heulen eines einsamen Wolfes. Der Unterarm seines Bruders hing in Fetzen, Gabriel erkannte rohes Fleisch, sah bis auf den Knochen hinunter. Widerwillig blickte er wieder auf um erneuten Augenkontakt zu Ian aufzunehmen. Gabriel wollte etwas sagen, wollte nach ihm greifen, doch Lucian brachte ihn mit einem Kopfschütteln zum verstummen. Jeglicher Zorn war aus seinem Gesicht gewichen, nur noch Trauer zeichnete seine Züge. Der Marine schluckte, denn plötzlich setze der andere ein bittendes Lächeln auf. "Nein", wesentlich leiser wiederholte er dieses Wort. Er kannte Lucian, wusste was dieser vor hatte, wusste was dieser von ihm verlangte. "Ich kann nicht", flüsterte der ältere. Noch immer mit der einen Hand die von der toten Care umschlungen, legte er den Zeigefinger der anderen auf seine Lippen. "Shh..", versucht tröstens löste sich nun die noch heile Hand von dem Mädchen und griff nach der des Bruders. Gabriel klammerte sich an diese, seine letzte Hoffnung. Er würde es ihm ausreden wollen, sie würden schon eine Lösung finden - doch erneut schüttelte der Jüngere nur den Kopf. Ian wusste, genau wie er, dass es für eine Amputation zu spät war, das Gift war bereits in seinem ganzen Körper verteilt. Er war schon immer der Rationale von den beiden gewesen. Das eigene Gesicht wie versteinert gab er auf. Lucian hielt das Lächeln aufrecht, strich mit seinen Fingern ein letztes Mal über die Hand seines Bruders, ehe er sich dessen Griff entzog und die Hand wieder auf die von Caroline legte. "Es ist besser so. Ich will und kann nicht leben, wie einer von Ihnen. Du bist mein Bruder, ich liebe dich. Und wenn du Kyra findest, da bin ich mir sicher, dann sag ihr das Gleiche. Ich liebe euch." Noch immer fokussierten sich die Blicke der beiden Brüder. Der innere Kampf des älteren war erloschen und mit der nun freien Hand griff er die Waffe an seinem Hosenbund. Ian nickte nur, als er der Bewegung folgte, formte mit den Lippen ein letztes 'Danke' und schloss die Augen. Er war schon immer der Mutigere. Gabriel richtete nun die Waffe auf den Punkt zwischen den beiden Augen seines Bruders. Und er drückte ab. Während der Schuss die Stille teilte, verließen einige letzte Worte, an den eigenen Bruder gerichtet, seine Lippen. "Wir sehen uns bald im Jenseits, Little I."

Wie betäubt sah Gabriel, wie der tote Körper seines Bruders zu Boden glitt, wie er direkt neben dem des Mädchens fiel, welches wohl auch er geliebt hatte. So lagen sie nebeneinander, die Hände ineinander verschlungen, vereint im Tode.

Leere, sein Kopf war leer, kein Gedanke der gedacht werden wollte und wie in Trance stand der Seal auf, ging einige Schritte zurück und spürte wie sanfte Finger nach seinem Unterarm griffen, Cassy. Die Blinde hatte alles mitangehört und wusste dennoch nicht was passiert war, konnte nicht sehen, was er gesehen hatte. Ein kurzes Schluchzen entwich seiner Kehle, doch es kamen keine Tränen mehr, zu viele hatte er in letzter Zeit vergossen, zu viele waren gestorben, er war leer. Cassy zog erneut an ihm, etwas stärker und nun hörte er es auch. Der Schuss hatte wohl weitere von den Untoten angelockt.

@Cassy Norris | Lass uns ruhig noch ein- zweimal hier posten und dann hauen wir ab?
@Kyra Fell | Ich dachte, dass es auch dich interessieren könnte.

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#99

RE: Außenbereich

in Außenbereich 12.09.2017 18:12
von Cassy Norris (gelöscht)
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Es war sein Bruder, daran hatte die Blinde keinen Zweifel mehr. Sie freute sich für Gabriel und mit einem Lächeln auf den Lippen, hielt sie sich im Hintergrund.
Dabei drifteten ihre Gedanken, zu ihrem eigenen aufeinander treffen mit Spencer ab, als sie sich endlich, nach der langen Zeit des unwissend, wieder über den Weg gelaufen waren.
Sofort überkam sie abermals ein schlechtes Gewissen und Cassy kniff kurz die Augen zusammen. Er hätte, ihre Begründe nicht verstanden, nicht verstehen wollen. Warum sie für sich sein musste, wirklich alleine und nach was sie wirklich suchte, war ihr erst jetzt, Ansatz weiße klar geworden.
Tief amtete sie ein, öffnete ihre nichts sehenden Augen und stützte sich auf die Schaufel, die durch ihr Gewicht, weiter in den Boden getrieben wurde.
Vermutlich hätten außenstehend nicht geglaubt, dass das wiedersehen der Geschwister, leibend gewesen wäre. So steif wie Spencer gewesen war, als Cassy ihn umarmt hatte, das er gebaucht hatte, um sie ebenfalls zu umarmen und sofort wieder seine Armen sinken ließ, aber so war ihr Bruder nun mal, ihre Lippen kräuselten sich zu einem Schmunzeln, ihr Bruder, irgendwie musste sie ihm einfach wissen lassen, dass es ihr gut ging.
Ihr Schmunzeln verflog und ihre Stirn legte sich in Falten, als sie plötzlich die Schreie hörte.
Sofort war sie ganz wo anderes, an einem Ort, an den sie lange nicht mehr gedacht hatte, das Camp der ersten Gruppe mit denen sie unterwegs gewesen war und das von einer Gruppe von Untoten den Erdboden gleich gemacht wurde.
Aber warum? Ihr Kopf ruckte von der einen Seite auf die Andere, der griff um den Holzgriff der Schaufel wurde schmerzhaft fest und wie von selbst machten ihre Füße einen Schritt zurück.
Warum? Warum hatte sie die Zombies nicht gehört, sie hörte sie doch sonst immer? Warum dann nicht jetzt? War sie so versunken in ihren Gedanken gewesen? Warum
Der Tumult und die Schrei verbäten.

Worte wurden gewechselt, die nicht für ihre Ohren Bestimmt waren, sie sie dennoch vernahmen. Warum?
Als Lucian dann offenbarte, dass es ihn erwischt hatte, hielt sie den Atem an und schlug eine Hand vor dem Mund. „nein…“ hauchte sie.
Sie kannte den Jüngeren Fell nicht, aber so wie Gabriel von ihm gesprochen hatte, war er, für sie ein Mensch, den sie sicher mögen würde, jemand der in Ordnung war, jemand von dem es im Moment, einfach viel zu wenige gab.
„Gabriel…“ Sprach sie den Namen wispernd aus und zuckte zusammen, als der Schuss brach.
Scharf sog sie die Luft ein und merkte erst, dass sie stumm weinte, als ihr etwas Nasses und heißes über die Wangen lief.
Sie weinte nicht nur um zwei Personen, die sie nie wirklich kennenlernen würde, sondern auch um Gabriel. Er hatte seinen Bruder gerade erst wieder gefunden und nun hatte er ihn, für immer verloren.

Stolpernd, setzte sie sich in Bewegung, wischte sich die tränen fort und tastet nach ihrem Weggefährten.
Als ihre Finger den Stoff seiner Jacke streiften, zog sie ihre Finger erst wieder zurück, ganz so, als hätte sie sich bei der Berührung verbrannt.
„Gabriel?“ fragte sie leise nach und ihre Finger tasteten sich wieder vor, fanden seinen Armen, den Ellbogen und schließlich seine Wange, kurz ließ die Blinde ihre Hand dort ruhen, ehe sie diese wieder auf seinen Arm legte.
„Wir müssen hier weg.“ Meinte sie und zog an seinem Arm, ohne zu wissen ob ihre Worte ihn erreichten.
Sie vernahm leise Geräusche, wie etwas durch das Unterholz auf sie zukam. Warum?
„Gabriel!“ Sprach sie nun etwas energischer und zog noch einmal. Es widerstrebte ihr, die Beiden dort, alleine zu lassen, aber sie wusste nicht, ob der Seal so schnell wieder zu sich zurück finden würde, um wirklich agieren zu können. „Es tut mir Leid…“ Meinte sie ohne wirklich zu sagen was ihr Leid tat. Das Sein Bruder tot war, dass sie die Beiden, vermutlich zurück lassen mussten, oder dass sie die Untoten einfach nicht gehört hatte.

Die Blinde machte Anstalten den anderen hinter sich her zu ziehen, sie hatte keine Orientierung, wo genau sie waren und wo der Wagen, doch war ihr Ziel fürs erste, erst einmal von der nahenden Geräuschs Quelle weg zu kommen.
Warum?
@Gabriel Fell - alles klar

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#100

RE: Außenbereich

in Außenbereich 14.09.2017 21:36
von Gabriel Fell (gelöscht)
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@Cassy Norris - wohin wollen wir denn als nächstes? Gleich zum Asylum oder nochmal irgendwo stoppen?



So unwirklich, so unglaublich - das sollte die Realität sein? Warum war seine lediglich von Grausamkeit und Tod durchzogen? Warum verfolgte ihn dieser wie ein Schatten und ließ nicht von ihm ab. Alles Glück wurde ihm sofort genommen, man konnte fast meinen, jemand hielt alles Gute von ihm ab. Gabriel war nicht in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen, geschweige denn Entscheidungen zu treffen. Sein schmerzerfüllter Blick lag auf dem nun toten Bruder, dem Bruder, den er seit Monaten suchte. Und im Augenblick ihres Wiedersehens, nahm man ihm ihn. Falsch, er hatte sich seinen eigenen Bruder selbst genommen. Gabriel selbst hatte die Waffe erhoben - doch was blieb ihn anderes übrig? Es war Lucians letzter Wille und dennoch würde er sich diese Tat nicht einmal in Tausend Jahren vergeben, niemals vergessen, sein restliches Leben lang in seinem Herzen tragen, In diesem Moment dachte der Seal, das er nie wieder glücklich sein könnte, dass alles nun sinnlos war, unwichtig. Das das Ende vielleicht doch kein schlechter Weg war - bis er eine Hand an seinem Arm spürte. Die Blinde, welcher er für sich geschworen hatte, zu beschützen. Da gab es noch einen Sinn, sie in Sicherheit zu bringen. Alles wurde ihm genommen, nur noch sie war ihm geblieben - auch wenn sie sich erst seit wenigen Tagen kannten, doch hatte er sie schnell ins Herz geschlossen. Sie war die Schwester die er im Moment nicht hatte und er ihr Bruder, den sie verlassen hatte. Gerade hatten die beiden nur noch sich und jetzt galt es erst einmal sie zu beschützen.

Auch wenn es ihm schwert fiel, versuchte er den Blick von dem Jüngeren abzuwenden. Schwer schluckend realisierte er die Tragweite seines Schusses, fahrig glitt sein leerer Blick durch die Umgebung. Es wurde immer heller, noch konnte er sie nicht sehen, doch hören und wohl auch riechen. Cassy zog immer stärker und gerade war er dabei diesem Druck nachzugeben, als er noch einen letzten Blick zu Lucian warf. Schuldgefühle, weitere, machten sich in ihm breit, da er nicht in der Lage war, die beiden anständig zu begreifen, als seine Augen auf die am Boden liegende Armbrust fiel, die Lucian bis in seine letzten Sekunden bei sich getragen hatte, Und an dieser Armbrust hing eben jenes Funkgerät was beide zueinander geführt hatte. Ohne weitere Zeit zu verlieren, zog er die Blonde noch ein Stück vorwärts um nach eben jenen Dingen zu greifen und sie schnell zu schultern. Lauteres Grunzen, Geiffern, ein noch stärker Druck um sein Handgelenk und Gabriel wand diesem Szenario endgültig den Rücken zu.

Die beiden Gefährten liefen so schnell wie ihre Beine sie tragen konnten durch das Unterholz, vorsichtig darauf bedacht nicht zu stolpern, wobei Gabriel versuchte beide durch die Ebene zu bringen. Einige Male blieben ihre Sachen oder Cassys langes Haar im Gestrüpp oder vereinzelten Ästen hängen - doch ließen sie sich davon nicht aufhalten. 'Es tut mir Leid' - Worte der Blonden die sein Herz erreichten. Es war ein Trost, wenn auch nur ein minimaler, doch schätzte er ihre Anteilnahme. Nach nur wenigen Minuten hatten sie den Wagen erreicht und Gabriel ließ es sich nicht nehmen, Cassy so schnell wie möglich auf den Beifahrersitz zu verfrachten. Ebenso schnell umrundete er den Wagen, riss die Tür auf und warf sich hinter das Lenkrad. Die Türe schnell geschlossen lehnte er sich für einen kurzen Moment im Sitz zurück, kniff die Augen zusammen und atmete die Luft zischend aus. Seine Hände zu Fäusten geballt schlug er auf das Armaturenbrett. Ein Blick zu seiner rechten und linken verriet ihm, dass die Untoten näher kamen - es waren viele, zu viele um sie zu weit zu bezwingen. Auch wenn der Seal noch von Trauer überwältigt war, ließ er in einem lichten Moment den Motor aufjaulen, legte den Rückwärtsgang ein und preschte den Waldweg zurück auf die Landstraße.

Sie nahmen Fahrt auf, entfernten sich von diesem Ort der nur Schmerz gebracht hatte. Während der bis jetzt wortlosen Fahrt griff Gabriel plötzlich hinter sich und löste Lucians Funkgerät von dessen Armbrust. Einige Sekunden betrachtend legte er es plötzlich in den Schoß der blonden Blinden. Mit kehliger, kratzender Stimme sprach er das erste Mal, seit Lucian vor ihm zu Boden gegangen war. "Ich will das du es besitzt. Ich will das du dich bei mir meldest, soldest du jemals Hilfe brauchen. Ich werde kommen. Dich werde ich beschützen. Das schwöre ich."


TBC: Wird noch geklärt und dann eingefügt.

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#101

RE: Außenbereich

in Außenbereich 15.09.2017 08:27
von Cassy Norris (gelöscht)
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@Gabriel Fell – wenn du gleich zum Asylum, zu Hayley und Kyra möchtest, können wir da gleich hin.



Die Welt war Grausam, das sagte man so leicht und immer wieder, fand man Momente im Leben, wo man sich darin bestätigt fühlte, sich fragte, Gott warum nur? Warum musste das passieren?
Für was bestraft du jemanden? Weder Gabriel, noch Lucian hatte das hier verdient, hatten das hier gewollt. Warum also…Gott…Leben…Universum?
Wenn ich tot bin...Sing ich jeden Abend nur für dich ein Lied
Auch das unbekannte Mädchen, hatte sicher nicht gewollt, so zu sterben, keiner von ihnen hatte es. Wie auch?
Wenn ich tot bin...wart ich auf dich im Paradies
Konnte man sagen, dass die beiden wenigstnes, nicht alleine gestorben waren? Dass sie ihren letzten Atmenhauch getan hatten, in Geseltschaft von Menschen, die ihnen nicht gänzlich unbekannt waren? Es war ein schwacher versuch, daraus noch irgendetwas, positives zu finden, und dass, schnürrte ihr die Kehle zu.
Wenn ich tot bin...Weiß ich genau, dass du gut für mich bist

Die Blinde schnappte nach Luft, als ihr Begleiter stehen blieb und sie noch einmal in die andere Richtung, zurück zu seinen toten Bruder zog.
„Gabriel…wir müssen hier weg.“ Wiederholte sie noch einmal, vorsichtig ihre Worte. Nach der Trauer kam die Wut, doch auf wen würde sie sich richten? Zu oft auf jene die es nicht verdient hatten. Sie hatte nie einen Grund gehabt, die Untoten zu hassen, selbst dann nicht, als ihre erste Gruppe überrannt wurden war, sie die Schreie jener gehört hatte, die dem Untergang geweiht waren. Auch dann nicht, als die Toten in das Gefängnis eingefallen waren. Viel eher, hatte sie Mitleid mit ihnen, so absurd das Ganze auch war, bezweifelte sie das irgendeiner, von ihnen in ihren früheren, wirklichen Leben, das gewollt hatte. Aber gerade jetzt, konnte sie jeden verstehen, der sie hasste. Und sie würde auch Gabriel verstehen, wenn er hier bleiben wollte und auf Rache aus war.
Wenn ich tot bin...Schnee und Regen wenn du mich vergisst
Erleichtert atmete sie auf, als der ältere wieder in die gleiche Richtung schritt wie sie, sie konnte nur erahnen, wie schwer das Ganze für ihn sein musste, denn sie hatte ihre Familie zurück gelassen, war weiter gezogen, ohne ein Wort des Abschiedes.
Du fehlst mir so sehr!

Wieder Schluckte sie schwer und spürte, wie sich heiße Tränen ihren Weg über ihre Wangen bahnen wollte. Weinte sie um Spencer, den sie zurück gelassen hatte, wohl wissend, dass es nicht gut war, wenn ihr Bruder zu lange alleine war? Dass er den Worten, ihres Vaters, auf sie auf zupassen, bis zum bitteren Ende nach kommen würde?
Wenn ich zu lang bei dir bin, will ich woanders hin
Die Blinde bemerkte kaum, dass sich mehrmals ihre Sachen und auch ihre Haare, bei ihrer Flucht durch das Unterholz verfingen. Wäre sie alleine gewesen, hätte sie vermutlich so lange gezogen und gezerrt, bis sie sich befreit hatte, und dabei keinerlei rücksicht genommen, wenn sie sich etwas dabei getan hätte, oder ihre Kleidung dabei in Mitleidenschaft gezogen worden wäre. So aber, übernahm Gabriel es, sie von dem Gestrüpp zu befreien.
Vielleicht sollte ich sie mir kurz schneiden…“ gab sie von sich, ohne wirklich eine Reaktion von ihm zu erwarten, er war ganz wo anderes.

Als sie dann, den Wagen erreichten, gab Cassy keinen Kommentar von sich, als Gab sich dabei beeilte, sie sicher auf den Beifahrersitz zu bugsieren. Vielleicht, nicht zwingend bei ihm, doch unter normalen Umständen, hätte sie sicher etwas dazu gesagt, doch was war diese Tage noch normal?
Vor ein paar Stunden, hatten sie sich noch darüber Lustig gemacht, was Mäuse wohl auf ihren Tapeten haben, ganz so, als wäre die Welt noch Normal, und jetzt? Jetzt musste ein großer Bruder, den Letzten Wunsch seines kleinen Bruders erfüllen und ihn davor bewahren, ein nach Fleisch girrender Untoter zu werden.
Die Blinde presste die Lippen zusammen und ballte beide Hände zu Fäusten, dass was nicht normal, dass was nicht Fair.
Warum Gott, was haben die beiden dir getan, wen willst du damit bestrafen?

Als Gabriel, sich neben ihr gerade Luft machte, in dem er auf die Inneneinrichtung des Wagen einschlug, zuckte die Blinde kurz zusammen. Sie hätte ihm gerne etwas gesagt, dass es nicht seine Schuld gewesen war, sondern ihre, sie hatte nichts gehört. Dass es Lucian so gewollt hatte, dass Gabriel ihn vor einem schlimmeren Schicksal bewahrt hatte, dass man jetzt eben nirgendwo mehr wirklich sicher war, dass man im hier und jetzt leben sollte.
Dass sie alle, eigentlich schon längst tot waren und es nur noch nicht bemerkt hatten.
Unter sich konnte sie den Vibrieren des Motors spüren, als Gabriel, ein Stück des Weges zurück fuhr, den sie noch vor geraumer Zeit voller Hoffnung gekommen waren.
Sie blieb weiter still, jedes Wort, das hätte fallen können, jeder Satz der hätte ausgesprochen wurden können, würde sich hohl und nichts sagend anhören.

Als ihr Plötzlich etwas in den Schoss gelegt wurde, lösten sich ihre Finger wieder aus ihrer Verkrampften Haltung als Faust und betasteten den Fremden Gegenstand. Es dauerte nicht lange und sie erkannte ein Funkgehrt und als Gabriel zu sprechen begann, wusste sie auch dass es das, seines Bruders war.
Ihre Finger umschlossen das Funkgehrt, mit einem nicken, drückte sie das Gerät gegen ihre Brust. „Das werde ich…“ meinte sie und auch ihr kratzte die Stimme und nickte noch einmal. „Das werde ich…
Und woanders denk ich immer nur an dich.

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#102

RE: Außenbereich

in Außenbereich 17.09.2017 16:15
von Gabriel Fell (gelöscht)
zuletzt bearbeitet 17.09.2017 16:16 | nach oben springen


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