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Washington ist eine gefallene Stadt. Amerika ein gefallenes Land. Seit 15 Monaten ist die Welt eine einzige Todesfalle. Die Toten haben sich erhoben, die Lebenden müssen sich verstecken. Glaubst du, dass du zu den wenigen Glücklichen gehören wirst, die überleben können? Hast du das Zeug, das dich zum Survivor macht? Wirst du letztlich zu einem der vielen untoten, verwesenden Gesichtern oder kannst du dich behaupten?

Dead World ist ein FSK 18 geratetes RPG, welches seit 3 Jahren seine Spieler in die gefährliche, postapokalyptische Welt im Jahr 2015 rund um Washington D.C. führt. Hier geht es zu den Kolonien!
Das Gefängnis ist überrannt. Die Untoten haben sich der Mauern bemächtigt und diejenigen, die sie ihr Zuhause genannt haben, mussten fliehen. Aber das Glück im Unglück führte dazu, dass sich die Gruppe in einer Wohnwagensiedlung niederlassen konnte.
Der Anführer des Asylums ist auf Mission verschollen. Die Kolonie weiß noch nicht, dass er nicht wieder kehren wird. Die Lebensmittel sind knapp, ihre Mauern nur provisorisch repariert.
Juli - August 2015. Ein heißer Sommer, der schon einmal mit einem heftigen Gewitter überrascht hat.

Die Sonne bestimmt in der Region das Wetter, doch hin und wieder kann es zu Unwettern kommen. Die Höchsttemperaturen steigen bis auf 36 Grad am Tag und 24 Grad in der Nacht an.

Wir empfehlen Lichtschutzfaktor 50!

#61

RE: Arztkammer

in Erdgeschoss 05.04.2017 15:13
von Gelöschtes Mitglied
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Das Es ihn nicht sonderlich beruhigte ließ meine Angst weiter und weiter wachsen "Nein, Mason Ich ..." viel weiter kam Ich auch nicht, denn schon wurde Ich umhergewirbelt. Sterne rasten durch mein Sichtfeld, teilweise wurde mir Schwarz vor Augen und Ich hatte Angst das die Wunde des Umfalls nun aus dem Ruder laufen würde. Doch ehe es zu schlimm wurde war es schon vorbei und mit seiner rauen Hand an meinem Hals presste Er mich mit dem Kopf an die Wand. Wobei Ich definitiv keine Anstalten machte ihn zu bekämpfen, dafür fühlte sich seine Hand an meinem Hals einfach zu bedrohlich an.
Ich hätte mit allem möglichen gerechnet, doch Er schob mich an der Wand entlang und haltsuchend hielt Ich mich mit einer Hand an seinem Arm fest. Wirklich helfen tat es nicht, doch Ich war verzweifelt und Er hörte einfach nicht auf. Schließlich spürte Ich die kalte Fensterbank in meinem Genick, mein Atem beschleunigte sich und ein kurzes Wimmern ertönte in meiner Kehle "Bitte Mason ... Ich ..." ehe Ich weitersprechen konnte durchzuckte ein Blitz die Nacht und bei seinem Anblick kniff Ich die Augen zusammen. Die Zähne zusammen beißend wartete Ich seine Reaktion ab, nur um gleich darauf auf dem Boden zu landen.
Ich stöhnte und nun begann mein Kopf wirklich zu wummern, meine Hände vor mein Gesicht gerissen wartete Ich auf das Unvermeidliche. Ein Schlag ins Gesicht, ein Tritt in den Magen "Bitte Mason, hör auf ..." gab Ich mit erstickter Stimme von mir und sah ihn überrascht an. Zumindest als Ich meine Hände senkte und ihm mit der Geste sah. Die Miene verzogen nahm Ich das Angebot an, richtete mich auf und sofort begann sich alles bei mir zu drehen. Schnell bemühte Ich mich zum Tisch zu kommen, welchen Ich vorhin noch massakriert hatte "Fuck ..." keuchte Ich hervor, mein Gesicht brannte, mein Schädel brummte und die Sicht war ein wenig verschwommen. Auch wenn der Großteil wohl eher vom Autounfall verursacht war, anstelle von seiner Behandlung "Nein du Arsch ..." fauchte Ich ihm schon eher entgegen, zog mein Messer aus dem Tisch und schob es erneut in seine Halterung "Frag einfach nicht ... der Tag ist die Hölle..." fügte Ich an und stützte mich mit meinem Ellenbögen vom Tisch ab.
@Mason Walker hoffe das geht so^^

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#62

RE: Arztkammer

in Erdgeschoss 08.06.2017 15:32
von Dr. Addie Chase (gelöscht)
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cf: Flur mit @Felix Winter

„Das wird auch irgendwann nicht ausbleiben. Es gibt nun mal keinen Konservenvorrat, der ewig hält und dann müssen wir anfangen, sogar schleunigst, Gemüse und Obst anzubauen.“ Mittlerweile gab es bestimmt schon Kolonien, die so weit waren und auch Nutztiere gefunden und gerettet haben, um sie zu vermehren und ihrem alten Leben wieder ein Stück näher zu kommen. Ja, der Gedanke war schön, doch Addie war sich sicher, dass sie nie wieder an einer Kasse stehen würde und eine Kassiererin ihre Lebensmittel über den Scanner ziehen würde. Und vielleicht, wenn Kolonien nicht auf dem gleichen Stand waren, dann gab es sicher irgendwann Konflikte und, auch wenn sie das nicht hoffte, Kriege. Seit wann hatte Addie eigentlich solch negative Gedanken, machte sich einen Kopf um Dinge, die noch weit in der Zukunft lagen und womöglich gar nicht eintreffen würden. Manchmal fragte die Blondine sich, wo ihr ganzer Mut und ihre Begeisterung hin verschwunden war, aber kaum ein paar Sekunden später hatte sie auch schon wieder ein Lächeln auf den Lippen. Es waren die Leute um sie und die Erinnerungen an alte und unvergessliche Tage, die sie wieder glücklich machten. Addie brauchte nicht mehr als eine gute Erinnerung und sie war wieder voller Energie und Motivation.
„Tiere sind momentan sehr selten und ich möchte es einfach nicht mehr. Das wäre fast so, als würde ich meine Katze essen.“, sagte sie und schaute nachdenklich drein.
„Na ja, jetzt hast du auch deine Robbe, auch wenn sie nicht ganz zählt. Ich wäre auch gerne viel mehr gereist. Was habt ihr denn alles unternommen?“ Jetzt war die quirlige Blonde doch neugierig. Bestimmt hatte Felix so einige Spannende Geschichten, die er ihr erzählen konnte.

Auch Felix bemerkte den Gestank und als sie ihm ins Gesicht sah, fing sie leise an zu kichern. „Hier sollte wirklich mal durchgewischt werden.“, meinte sie mit breitem Grinsen und hob einen Fuß, weil sie der Meinung war in etwas reingetreten zu sein.
„Das sieht aber bestimmt überall so aus. Na gut, dass Rathaus war ja noch einigermaßen in Schuss.“ Dieses Kloster stand nun mal allein auf einer großen Fläche und war ziemlich ungesichert. Froh darüber, dass der Sturm ja nun zum Glück ein Ende hatte, stieß sie einen leisen Seufzer aus.
„Es ist wirklich sehr still und unordentlich, all zu viele scheinen hier wirklich nicht zu leben, da hast du recht.“, sagte sie und fuhr sich mit den Fingern über die Wange. „Ausschließen würde ich es nicht, aber das werden wir sicher sehen.“

Addie zog eine Schnute und stupste dem kleinen Jungen gegen die Schulter. „Du lässt dich doch von mir nicht etwa ärgern.“ Breit grinsend strich sie ihm eine Haarsträhne aus der Stirn.
„Das ist wirklich etwas komisch. Aber lass uns erstmal ein Zimmer suchen, dann können wir mal kurz verschnaufen. Sitzen würden ich wirklich wieder mal gerne.“ Die Ärztin nahm sein Gähnen einfach mal als Zustimmung und schlich mit ihm dann weiter durch den Gang.
„Jede Kolonie braucht doch einen Anführer, oder? Aber berechtigte Frage, denn hält so jemand nicht alles in Schuss?“ Skeptisch zog sie eine Augenbraue hoch und ließ ihren Blick erneut über die ganzen Schäden schweifen.
Wieder malte sich Addie aus, wie das leben hier wohl war und ob die Menschen nett waren. Würde Felix Vater doch hier sein oder ihre Tochter und vielleicht sogar beide. Welch ein schöner Gedanke.
Schließlich standen sie vor einer Tür und die Blonde öffnete sie langsam. „Kannst du was hören?“, flüsterte sie ihm zu und versuchte durch den Schlitz etwas zu erkennen. Jedoch öffnete sie die Tür dann weiter und auch wenn diese kaum zwanzig Zentimeter geöffnet war, verließ ein freudiges Quieken ihren Mund. „Felix, du glaubst es nicht.“ Auf der stelle hin und her hüpfend, ließ sie seine Hand los und tippte ihm auf die Schulter. „Das ist ein Raum für einen Arzt oder jemand, der was von dem Handwerk versteht.“ Addie war völlig aus dem Häuschen und konnte kaum noch stillstehen. „Ok, beruhig dich Addie, auch wenn das seit zwei Jahren das beste Geschenk ist, aber es ist nur ein Zimmer…“ Schließlich hatte sie wieder die Kontrolle über ihren Körper erlangt, wobei ihr Grinsen sich kein Stück veränderte.

@Annabeth Chase
//Ich hatte ganz vergessen, dass du noch abgemeldet bist.
Also, wenn du wieder da bist, dann steig einfach mit ein. Du könntest ja schon in dem Zimmer sein oder du stößt dann dazu, weil du einen Rundgang machen wolltest, was auch immer

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#63

RE: Arztkammer

in Erdgeschoss 11.06.2017 22:20
von Annabeth Chase (gelöscht)
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Naya und ich waren eigendlich auf den Weg einen halbwegs sicheren Platz zum Schlafen zu finden. Allerdings war das nicht ganz so einfach wie wir dachten. Viele Zimmer waren von dem Sturm belastet und einige gaben auch nicht die Möglichkeit ein Schläfchen zu halten. Ein Stuhl war da im Gegensatz zum Boden schon eine erhebliche Verbesserung. Fast konnte ich mich schon nicht mehr daran erinnern wie sich ein Bett anfühlte. Wie es war auszuschlafen und überhaupt geregelte Schlafenszeiten zu haben, war längst aus meinem Kopf verschwunden. Ich schnaufte stumm vor mich her. Naya und ich wollten uns eigentlich erst einmal nicht mehr trennen. Ein stilles Einverständniss zwischen uns hielt uns zusammen.
Zumindest so lang bis wir der Eingangshalle wohl zu nahe kamen. Ich hörte nichts kommen, aber auf dem Gesicht meiner Reisebegleitung war deutlich zu sehen das es erneute Probleme gab. Mittlerweile fühlte ich mich nicht mehr in der Lage noch groß zu kämpfen. Nervös zupfte ich an der Sehne des Bogens der um meinen Oberkörper lag. Es musste einen Ausweg geben ohne sich unnötig anzustrengen. Und da fiel uns nur eines in den Sinn. Nämlich weglaufen.
Leider wurden wir dabei erneut getrennt, als ein Pult Untoter uns den weiteren Weg versperrte. Sie rannte rechts herum, wohl davon ausgehend das ich gleich hinter ihr war, aber kaum war Naya losgelaufen, stellten sich mir mehr und mehr in den Weg. Es blieb mir nichts anderes übrig als links herum zu laufen. Weg von der Meute. Jetzt konnte ich ihr nur noch viel Glück wünschen. Und mir auch.
Hektisch und nervös blickte ich mich immer wieder um. Meine Chancen waren gerade wieder auf ein Minimum gesunken. Erst hatte ich meine Eltern verloren und nicht mehr gefunden, dann hatte ich Zed aus den Augen verloren und nun stand ich wieder allein da. Auch wenn das nicht unbedingt etwas neues für mich war. Ich beschloss mich davon nicht unterkriegen zu lassen. Irgendwann würde ich alle wiedersehen. Irgendwie, irgendwo. Und wenn es wie bei Carson war. Ich durchforstete das erste Zimmer das mir sicher erschien und stellte fest das es wohl mal als Arztzimmer genutzt wurde. Jedenfalls sah es stark danach aus. Blöderweise hatte ich die Grundrisse der Mauern nicht so gut behalte wie Naya. Trotzdem verkroch ich mich darin, obgleich ich nichts hatte um die Tür zu verbarrikadieren. Wenn mich keiner gesehen und gehört hatte, würde ich vielleicht ein paar Stunden Ruhe haben.
Eine Liege stand darin die ich schon fast als kuschelig weich betrachtete. Aber das sah für mich auch aus wie ein riesiger Servierteller. Also schlug ich mir das schnell wieder aus dem Kopf. Das sich gerade noch jemand ganz anderes hierher verirrte konnte ich ja nicht wissen. Erst einmal besah ich mir die Möglichkeiten ie mir dieses Zimmer gab und wägte dann ab was am sinnvollsten war. Immerhin schien es hierdrin leer zu sein. Und es gab nur diese eine Tür hinaus. Darüber hinaus schien auch das Fenster noch intakt zu sein.
In den Anfangswochen nach Ausbruch der Seuche war ich noch sehr ängstlich und ideenlos. Jetzt aber hatte ich einige Strategien entwickelt die mir halfen Gefahren schneller zu erkennen. Ich nahm ein paar verstaubte Glasflaschen aus den Schränken und stellte sie so auf, das sie umfielen wenn man die erste anstieß. Das konnte ich zwar nicht hören, aber die letzten Flaschen rollten dann zu mir. Und wenn es eines war das ich darüber hinaus auch noch gelernt hatte, dann war es ein überhaus leichter Schlaf. Abgesehen davon zog ich schon wie selbstverständlich den Boden als Ruheplatz in Betracht. Zum Glück gab es hier wenigstens ein paar letzte Reste von Papieren, die ich auch gleich auslegte um noch etwas von der Nässe aufzusaugen. Ich entschied mich also für die hinterste Ecke und legte möglichst leise die Eisenbarre auf die Seite. Noch ein Stolperstein für Eindinglinge. Davon abgesehen bildete sie auch eine kleine Barriere um mich. Es klang verrückt, aber lieber war ich in einem beengten sicheren Raum, als in einem wo mehr Platz ist und die Gefahren automatisch größer waren. Das kleine Handtuch in meinem Rucksack fungierte dabei als ein Kopfkissen. Es war ein wenig seltsam mit einem kleinen Rucksack auf dem Rücken zu schlafen, allerdings musste ich jeder Zeit fliehen können. Und etwas wichtiges zurück zu lassen konnte über Leben und Tod entscheiden.
Es dauerte eine halbe Ewigkeit bis ich mich dann traute die Augen länger als ein Zwinkern zu schließen. Eingeschlafen war ich zwar noch nicht, aber auch so ruhte ich mich schon aus. Und ich hoffte das ich mit meiner dunklen Kleidung in einer dunklen Ecke weniger auffiel. Vielleicht fand Naya mich sogar hier? Das war doch mal ein positiver Gedanke.



@Dr. Addie Chase
@Felix Winter
@Zed Cullum
|| Ich verlink dich auch einfach mal damit du Bescheid weißt.

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#64

RE: Arztkammer

in Erdgeschoss 12.06.2017 21:41
von Felix Winter | 187 Beiträge
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Waffen Keine

Felix überlegte etwas,aber wirklich verstehen tat er nicht, warum Addie nun kein Fleisch mehr aß, denn diese Tiere hatten sicher​ auch Nachwuchs und damit würden sie ja auch nicht aussterben. Doch er sagte nichts mehr dazu, denn es verwirrte ihn nur ziemlich.
"Es war oft wegen seiner Arbeit, aber dadurch konnte man immer tolle Orte entdecken. So habe ich auch Snowboard fahren gelernt. Doch wirklich interessant war es eigentlich nur, wenn man auch dabei war.", lächelte Felix glücklich, denn dies waren meistens doch sehr schöne Erinnerungen gewesen, aber es war langweilig darüber zu erzählen, denn man konnte es nur richtig verstehen, wenn man es selbst erlebt hatte.
"Also mein Kinderzimmer war nie so unordentlich. Bekommt man das überhaupt sauber?", zweifelnd sah Felix sich um, denn er glaubte nicht, dass man dies wirklich alles wegbekommen würde. Er wollte lieber auch nicht so genau wissen, was dies alles war, was hier so ein Chaos hinterlassen hatte, toll war es auf jeden Fall nicht.

"Vielleicht ist hier ja keine Kolonie und es gibt hier nur so ein paar Menschen, die hier Pause machen, so wie wir. Oder sie sind auch noch nicht solange hier, weswegen es so chaotisch aussieht.", überlegte Felix, denn es hatte sicher einen Grund, dass es hier nicht sehr einladend wirkte. Doch vielleicht war dies ja auch Absicht und oben sah es besser aus, so eine Art Tarnung, damit andere wieder gehen würden.
Verwirrt sah er dann allerdings Addie an, als diese auf einmal so glücklich war. Immerhin hatte sie nur eine Tür geöffnet und auch die darauffolgende Erklärung half ihm nicht wirklich dabei sie zu verstehen.
"Bist du dir sicher, dass es dir gut geht? Es ist immerhin nur ein Raum, warum bist du darüber so glücklich?", fragte Felix vorsichtig nach, denn er verstand nicht, was an diesem Raum nun so toll war, für ihn war es ein Raum wie jeder andere auch.
"Oder hast du jemanden gesehen, den du suchst?", fügte Felix noch an, denn dies wäre für ihn die einzige Erklärung, warum Addie so froh darüber war, diesen Raum gefunden zu haben.

@Dr. Addie Chase

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#65

RE: Arztkammer

in Erdgeschoss 16.06.2017 14:16
von Dr. Addie Chase (gelöscht)
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„Das klingt wirklich spannend, Felix. Du hast mit so jungen Jahren schon so viel erlebt.“, sagte Addie und seufzte sehnsüchtig. Reisen war ihr wohl nie wieder möglich und dabei brannte die Blonde darauf neue Orte zu entdecken. Mittlerweile war dieser Wunsch aber geschrumpft. Denn wo war es denn schon schön, wenn eh überall Untote herumliefen.
Ein kleines Lachen entfloh ihrem Mund, als Felix meinte, dass sein Zimmer nie so unordentlich gewesen sei. „Ich glaube, dass ist auch schwer zu toppen. Das müsste schon gehen. Hier ist aber auch nicht sonderlich viel gesichert.“ Also war sie nicht wirklich verwundert über den Zustand des Klosters nach dem Unwetter.

Jedes mal wieder, war Addie von dem kleinen Jungen beeindruckt. Er sprach Vermutungen und Möglichkeiten aus, an die sie gar nicht gedacht hatte. Er war definitiv ein kleiner Denker, was womöglich seit dem Ausbruch verstärkt in Erscheinung trat. Alleine Überleben, seine Wege durchgehen, die Untoten vermeiden und clever handeln. „Da hast du wohl recht. SO ein Kloster ist aber auch schwer vor solch einem Sturm zu schützen.“
„Ich war Ärztin und das hier ist MEIN Reich, Felix!“ Neugierig öffnete sie die Tür ein Stück weiter. „Hier kenne ich mich aus und irgendwie erinnert mich das an alte Zeiten. Verstehst du wie ich das meine?“ In ihrer Stimme war immer noch deutlich Freude zu vernehmen und auch ihr Grinsen zeigte deutlich wie glücklich sie gerade war.

Als sie die Tür schließlich aber so weit öffnete, dass sie hineingehen konnte, klimmperte plötzlich etwas und die Chirurgin sprang erschrocken zur Seite. „Das war doch aber kein Zomtro?“ Irritiert lugte Addie in das Zimmer und sah auf dem Boden ein paar Flaschen liegen. „Es waren nur ein paar Glasflaschen.“, sagte sie und atmete erleichtert aus, als sich ihr aber ein paar Fragen offenbarten. „Aber warum standen die das? Sollte das ein Warnsystem darstellen?“ Schnell huschte Addie, eine Hand an ihrem Gürtel, in den Raaum und sah sich um. „Ist hier jemand? Wir sind zufällig hier vorbeigekommen.“ Und was genau wollte sie mit dieser Aussage bezwecken?
Die Blondine wusste selber nicht, was sie erwartete und wen sie erwartete, als sie dann aber auf dem Boden eine junge Frau bemerkte, die sie auf den ersten Blick nicht erkannt hatte. Doch dann dämmerte es Addie und auch wenn es schon zwei Jahre her war, diese strahlend blauen Augen würde sie überall erkennen. Wie angewurzelt stand sie da und betrachtete die Frau, die Addie als ihre Tochter erkannte.

@Annabeth Chase

zuletzt bearbeitet 16.06.2017 14:16 | nach oben springen

#66

RE: Arztkammer

in Erdgeschoss 16.06.2017 20:29
von Annabeth Chase (gelöscht)
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Eine Weile verging und ich danke allen Gottheiten die ich kannte für diese Ruhe. Ich konnt emich nicht einmal mehr daran erinnern wann ich überhaupt das letzte Mal länger als 30 Minuten geschlafen hatte. Die Ringe unter meinen Augen waren schon fast zu einem Teil von mir geworden. Und trotzdem war es auf dem dreckigen Boden gerade mehr als bequem. Wenn ich die Augen schloss war es beinahe das Paradies auf Erden.
Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, das ich tatsächlich einen festen Schlaf finden würde. Das ich die Flaschen nicht umfallen hörte war mir klar, aber ich nahm auch den Rest meiner Falle nicht sofort wahr. Katastrophal! Kurz hielt ich es für einen Traum. Obwohl selbst meine Alpträume längst Real geworden waren.
Es dauerte einen Moment bis ich schließlich verstand was da gerade passiert war. Aber dann riss ich die Augen auf und raffte mich sofort hoch. Die Tür war geöffnet worden und vor mir standen zwei Personen. Eine groß die andere kleiner. Es schien sich um ein Kind zu handeln. Die Statur die ich auf Anhieb sah, wirkte im Ganzen kleiner. Und anscheinend wurde das Kind von einem Erwachsenen begleitet. Eine Frau, mit immer noch fließend schönem Haar. Als ich den Blick hob und in ihr Gesicht sah, war es fast als hätte ich in einen Spiegel gesehen. Sie hatte ebenso blaue Augen wie ich. Kleine Sprenkeln die mir sofort auffielen. Wieder dachte ich es sei ein Traum. Das konnte doch nach all den Monaten gar nicht sein. Jedenfalls brachte es mein Herz zum Pochen und das so laut, das ich es in meinem Kopf beinahe hören konnte. Stand sie da wirklich vor mir? War das tatsächlich echt? Der Mund klappte mir auf, fast so wie man es im Fernsehn immer gesehen hatte. Das war meine Mom. Lebendig und schön wie immer. Selbst unter Dreck und Stress konnte sie mir nichts verbergen. Meine Lippen formten ein stummes 'Mom', bevor ich das kurze Stück zwischen uns mit einem Hechtsprung überwandt und sie so fest ich konnte in meine Arme schloss. Tonlos schluchzte ich vor mich her und fing gar nicht erst an meine Tränen zu unterdrücken. Das würde ich sowieso niemals hinbekommen.
Es war ohnehin schon ein Wunder das wir uns überhaupt lebendig wiedergefunden hatten. Am Liebsten hätte ich sie auch nie wieder losgelassen, aber ich wollte natürich auch wissen was mit Dad war. Ich wusste nicht ob sie sich verloren hatten, oder sonst etwas passiert war. Also musste ich sie kurz über lang sowieso wieder loslassen. Mit eindeutigen Zeichen meiner Hände erkundigte ich mich nach meinem Vater und letztlich auch nach dem Jungen bei ihr. Mit einem kleinen Lächeln blickte ich ihn dann auch wieder an. Es freute mich zwar ungemein meine Mom wiederzusehen, aber ihre Freunde waren selbstverständlich auch meine.



@Dr. Addie Chase
@Felix Winter

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#67

RE: Arztkammer

in Erdgeschoss 18.06.2017 21:44
von Felix Winter | 187 Beiträge
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Waffen Keine

"Naja, manchmal war es aber auch ziemlich langweilig. Vor allem dann, wenn Dad keine Zeit gehabt hatte und ich mich alleine beschäftigen sollte.", gab Felix zu, denn die ganzen Orte zu entdecken war zwar schon schön gewesen und er hatte so auch ein paar Freunde gefunden, aber manchmal hatte er sich dann doch gewünscht, dass dieser einen anderen Job gehabt hätte, wo sie nicht so viel hätten reisen mussten. Doch es war dennoch immer schön gewesen, auch wenn es manchmal doch alles etwas stressig gewesen war und er zwischendurch auch auf eine andere Schule hatten gehen müssen, wenn sie länger weggewesen waren.
"Ich wünsche mir mittlerweile aber selbst die Zeit zurück, wo ich mich alleine beschäftigen musste. Da war wenigstens noch alles in Ordnung.", seufzte Felix leise, denn so hätte er seinen Dad wenigstens noch an seiner Seite gehabt, aber nun wusste er einfach nicht, wo dieser hin verschwunden war und er hoffte einfach, dass er ihn wiederfinden würde, egal wo dies sein würde.
"Es ist auf jeden Fall besser hier drin, als draußen im Wald.", entschied Felix dennoch leise, auch wenn es hier nicht gerade einladend war, doch draußen wären sie wohl nur noch mehr in Gefahr, hier konnten sie sich immerhin verstecken.
"Wir bleiben doch trotzdem erst einmal hier, oder?", fragte Felix unsicher nach, denn er wollte wirklich nicht noch weiterlaufen, auch wenn er sich bessere Orte vorstellen konnte, als hier zu schlafen. Dann schüttelte er allerdings leicht mit dem Kopf, denn er verstand nicht wirklich, was Addie ihm gerade versuchte zu erklären. Es war immerhin nur ein Raum, den man wohl als Krankenzimmer bezeichnen konnte, und daher verstand er nicht wirklich, warum man sich darüber so freute. Er würde es auch noch ein wenig nachvollziehen können, wenn Addie schon einmal hier gearbeitet hätte, aber so wie es bisher auf ihn gewirkt hatte, war dies nicht der Fall gewesen.
"Es ist nur ein Raum.", murmelte Felix daher leise, denn er konnte die Begeisterung nicht wirklich teilen. Er wäre allerdings sehr begeistert, wenn in diesem Raum ein Bett sein würde, denn dieses interessierte ihn gerade doch viel mehr. Felix hätte wirklich nicht gedacht, dass er sich mal so müde fühlen würde tagsüber und zudem war ihm auch ziemlich warm, aber er wollte sich auch nicht darüber beschweren, denn immerhin war er noch am Leben und dies bedeutete viel mehr, als sich nur etwas unwohl zu fühlen.

Erschrocken zuckte Felix dann allerdings zusammen, als etwas klirrte, nachdem Addie die Tür richtig geöffnet hatte. Ein Zomtro war dies sicher nicht gewesen, denn diesen hätten sie dann gleich danach noch hören müssen, aber es blieb still. Ängstlich versteckte er sich fast ganz hinter Addie, denn wer wusste schon, wer in diesem Raum sein würde. Sie hatten bisher schließlich noch niemanden gesehen, daher konnte es ja auch gut möglich sein, dass hier jemand lebte, der niemand neuen haben wollte oder vielleicht böse sein würde.
Als der Mensch, es war eine junge Frau, dann so schnell auf sie zukam, wich er erschrocken und auch ängstlich zurück, denn wer wusste schon, ob er sie nicht angreifen wollte. Dabei fiel er dann allerdings über eine der Flaschen und landete auf seinem Hintern, doch dies ignorierte er und sah verwirrt zu Addie, denn diese wurde gerade von der jungen Frau umarmt. Es dauerte etwas, doch dann begriff er, dass sie wohl ihre Tochter gefunden hatte. Er freute sich wirklich für sie, aber er war auch etwas traurig, denn immerhin hatte Addie nun einen Teil ihrer Familie gefunden, während er immer noch auf der Suche nach seinem Vater war. Zudem wusste er auch nicht, wie es nun weitergehen würde, denn immerhin hatte Addie ja nun ihre Tochter zumindest wiedergefunden, vielleicht würde sie dann ja nun lieber hier bleiben wollen, zumal hier wohl auch jede Hilfe dringend nötig war.

Erst als Addie wieder losgelassen wurde, versteckte er sich wieder hinter hier, nachdem er aufgestanden war. Immerhin kannte er die Frau nicht, auch wenn sie Addie zu kennen schien und außerdem bot ihm dies auch die Möglichkeit, dass er sich bei Addie anlehnen konnte, denn er würde einfach nur noch gerne schlafen und so fühlte er sich auch einfach sicherer.
"Ist sie deine Tochter?", fragte Felix leise, denn vielleicht war es ja auch nur eine andere Bekannte, wobei er davon nicht ausging, denn immerhin sahen die beiden sich doch ähnlich.
"Was macht sie da?", wollte Felix dann leise und unsicher wissen, als die Frau mit den Armen herumfuchtelte, anstatt etwas zu sagen. Sie hatte immerhin bisher noch kein Wort gesagt und wedelte dann nur so merkwürdig mit ihren Händen herum, was er schon ziemlich merkwürdig fand und er war sich auch nicht sicher, ob dies nicht irgendetwas gefährliches darstellen sollte, immerhin hatte er so etwas noch nie gesehen.

@Dr. Addie Chase

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#68

RE: Arztkammer

in Erdgeschoss 21.06.2017 15:06
von Dr. Addie Chase (gelöscht)
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„Das tue ich auch Felix. Und wie.“, sagte sie ebenso leise wie er. Natürlich gab es Berufe, die mehr Zeit in Anspruch nahmen oder körperlich sehr belastend, aber auch Addie wusste meist nicht, wie sie alles managen sollte. Immerhin hatte sie immer immer noch ihren Job als Mutter, auch wenn ihr Mann ihr so gut unter die Arme griff, wie er nur konnte. Doch die Ärztin wollte für ihre Tochter da sein und nicht nur eine Figur aus einer Geschichte sein.
„Wobei wir hier drinnen auch aufpassen sollten. So ganz traue ich diesem Gebäude immer noch nicht.“ Dabei zuckte sie leicht mit den Schultern und sah den kleinen Jungen an.
„Na aber. Ich lasse dich so sicher nicht wieder nach draußen. Erst wirst du mir gesund.“ Lächelnd strich sie Felix flüchtig über die Wange. Er brauchte ganz dringend einen Platz zum ausruhen und ein wenig von den Medikamenten die sie mithatte, wobei sie sich vorher noch einen Überblick darüber verschaffen musste, was sie überhaupt alles angesammelt hatte.
Auch wenn Addie ein wenig enttäuscht darüber war, dass Felix ihre Freude nicht teilen konnte, lächelte sie ihn an. „Für mich ist es mehr. Es fühlt sich an als hätte sich nichts geändert,. Als wäre ich immer noch Chirurgin und würde gleich meinen Patienten untersuchen. So wie dein Reisen.“ Doch mit jedem weiteren Wort wurde ihre Stimme immer leiser. Gerade wollte sie nicht daran denken, dass sie das alles vielleicht nie wieder haben würde.

Auch Addie durchfuhr ein Zucken, als die Flaschen auf den Boden Schlugen und eine Art Warnsignal gaben. Sie spielte mit dem Gedanken das Messer zu ziehen, verwarf ihn aber sofort, als ihr bewusst wurde, dass es kein Untoter sein konnte. Also war es doch besser diesem Klosterbewohner friedlich gegenüberzustehen, oder? Die Blondine streckte einen Arm hinter ihren Rücken und tastete nach der Schulter ihres Begleiters, um ihn in ihrer Nähe zu wissen.
Doch es drohte gar keine Gefahr. Vor ihr stand ein Ebenbild von Addie, nur mit braunen Haaren und viel intensiver leuchtenden Augen. Es dauerte einen Moment, bis die Frau endgültig realisierte, wer da vor ihr stand. Addie hatte nie aufgehört nach ihr zu suchen und stehts die Hoffnung festgehalten, aber sie jetzt doch vor sich zu haben war etwas ganz anderes. Und dann stiegen auch ihr die Tränen in die Augen und schloss die Arme um das Mädchen, was der Grund dafür war, dass sie sich aus jeder Situation und wenn sie noch so aussichtslos schien, retten konnte. Ihr ganzer Körper bebte und ein Schluchzen gemischt mit einem freudigen Lachen kam aus der blonden Frau, die Anna immer noch fest umarmte.

Widerwillig ließ sie ihre Tochter los und warf einen Blick zurück zu Felix, dem sie eigentlich gerade aufhelfen wollte, als er dann aber schon wieder aufgestanden war. Der Junge hatte scheinbar immer noch Angst oder war skeptisch, denn er versteckte sich wieder hinter ihr. Sie wollte ihn zu nichts zwingen und drängte ihn auch nicht sich ihr vorzustellen. Angst war in dieser Welt vollkommen berechtigt. „Ja, dass ist Annabeth.“ und ein Lächeln breite sich auf ihren Lippen aus.
Nun versuchte Addie den Handzeichen von Annabeth zu folgen, was ihr wirklich schwerfiel. Wie lange war es wohl her, dass sie versucht hat mit ihren Händen zu kommunizieren? Aber sie verstand den groben Inhalt und wusste, dass ihre Tochter sich nach ihrem Vater erkundigte, doch Addie versuchte ihr, auch wenn sie etwas unbeholfen ihre Hände einsetzte, zu erzählen, dass sie David seit dem Ausbruch nicht mehr gesehen hatte und das im Krankenhaus das komplette Chaos ausgebrochen war.
„Sie gebärdet. Anna ist taub und so unterhält sie sich mit anderen.“, sagte sie und drehte sich zu Felix um und machte dann einen kleinen Schritt nach links und hockte sich neben ihn, um den Jungen richtig vorzustellen. „Das ist Felix. Wir haben uns im Rathaus der Stadt gefunden und sind seitdem gemeinsam unterwegs.“, sagte sie damit Felix verstand, was sie gleichzeitig mit ihren Händen Anna erzählte. Dabei schaute sie abwechselnd beide an. Doch so ganz wusste sie nicht, ob sie hinzufügen hätte sollen, dass sie seinen Vater suchten. Sie konnte sich nur zu gut vorstellen, wie es war hier zu stehen und ihr zuzusehen, wie sie ihre Tochter fand und sein Vater immer noch nicht wieder da war.

@Annabeth Chase

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#69

RE: Arztkammer

in Erdgeschoss 26.06.2017 12:06
von Annabeth Chase (gelöscht)
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Ich hätte mich selber zwicken sollen, aber so wilde Träume hatte ich schon Ewigkeiten nicht mehr. Wunschdenken vielleicht, aber dann hätte ich meine Mom nicht in die Arme schließen können. In meinem Kopf rauschte es praktisch und mir war vor Freude fast schon ein wenig schwindelig. Sichtlich genoss ich die Umarmung meiner Mutter nach so langer Zeit. Wäre ich in der Lage etwas zu hören hätte ich Addie vermutlich auch nicht so schnell wieder losgelassen. Aber so musste ich mich dann doch wieder darauf konzentrieren, was sie versuchte mir zu sagen. Es war auch weniger schlimm das sie die Gebärdensprache nicht mehr perfekt inne hatte. Ich verstand auch so was sie mir sagen wollte. Auch wenn ich mehr oder weniger schon mit etwas ähnlichem gerechnet hatte. Immerhin war Dad nicht bei ihr und aus welchen Gründen hätten sie sich trennen sollen. Gerade jetzt war es doch wichtig zusammen zu bleiben. Jedenfalls hatte ich das für mich festgestellt. Was ich dazu sagen sollte wusste ich allerdings nicht, also nickte ich bloß schwach. Immerhin war es kaum ihre Schuld. Und nun hegte ich große Hoffnung das ich auch Dad irgendwann lebendig wiedersehen konnte. Oder Zed, oder alle anderen von denen ich hoffte das sie noch lebten.
Um mir da aber keine falschen Hoffnungen zu machen, lenkten wir das Thema erst einmal auf Felix. Es schien alt hätte unsere Begrüßung ihn praktisch umgehauen. Etwas ängstlich versteckte er sich hinter meiner Mom. Was für mich schon ein seltsames Bild abgab. Aber Addie hatte einfach ein einnehmendes Wesen. Selbst jetzt noch. Ich lächelte den kleinen Jungen an und begab mich selbst auf Augenhöhe mit ihm. Skepsis und Angst war in der heutigen Welt etwas ganz normales. So sollte es auch sein. Um zu überleben musste man nicht nur stark sein, sondern auch vorsichtig. Ein Kind zu sein war mit Sicherheit heute kein Vergnügen mehr. "Keine Angst." Gab ich ungewollt fast zu leise von mir. Meine Stimme hatte sich nicht verändert, lediglich das Kratzen im Hals verriet mir das ich etwas gesagt hatte. Monatelang hatte ich gar nichts gesagt, hatte weder einen Mucks, noch etwas anderes von mir gegeben. Leider hatte ich meine Aussprache so auch nicht mehr ganz gefördert. Deutlich konnte man den Unterschied zwschen einem hörenden Menschen und mir erkennen. Es waren bloß zwei Worte gewesen. Leise und vielleicht etwas zu lang gezogen. Aber vielleicht würde es Felix beruhigen. Mein Blick glitt zwischen dem kleinen Jungen und meiner Mom hin und her.
Ich war davon so überrascht und vereinnahmt, das ich gar nicht mehr richtig auf meine Umgebung achtete. So wie ich es mir eigentlich angewöhnt hatte. Mit einer Hand wischte ich mir die letzten Freundentränen von den Wangen. Ich empfand es als großes Glück und schöpfte dadurch wieder mehr Hoffnung. Vorsichtig reichte ich Felix meine Hand ein Stück und lächelte ihn freundlich an. Obwohl ich fast davon ausging das er meine Hand nicht schütteln würde. Was ich ihm niemals übel nehmen würde. Aber er sah noch verängstigt aus und ich wollte ihn lediglich beruhigen. Wieder huschte mein Blick zwischen den Beiden hin und her.


@Dr. Addie Chase
@Felix Winter

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#70

RE: Arztkammer

in Erdgeschoss 26.06.2017 21:59
von Felix Winter | 187 Beiträge
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Waffen Keine

Felix sah Addie kurz nachdenklich an, dann wanderte sein Blick durch das Stück Gebäude, welches er gerade zu sehen bekam. Es war zwar nicht sehr einladend, dennoch war es sicher angenehmer als draußen im Wald.
"Draußen sind wir aber nicht so gut geschützt, außerdem muss man immer vorsichtig sein und aufpassen, egal wo man ist.", erklärte Felix und machte dabei ein ernstes Gesicht, welches wohl nicht wirklich zu seinem Alter passen wollte, aber diese Aussage war ihm auch wirklich sehr ernst, immerhin war dies eine gefährliche Welt.
"Dann müssen wir aber wohl noch etwas hier bleiben.", entschuldigend sah Felix Addie an, aber er lächelte leicht, als sie ihm leicht über die Wange strich, denn er spürte dann, dass er nicht alleine war. Kurz darauf musste er dann allerdings etwas husten, auch wenn er es die meiste Zeit versuchte zu unterdrücken, denn er wollte nicht zu laut sein, dies könnte immerhin etwas anlocken, zudem kannte er diese Umgebung nicht, weswegen er lieber nicht zu viel Lärm machen wollte.
"Ich kann aber nicht mehr reisen ... zumindest nicht so, wie früher ...", murmelte Felix leise und etwas undeutlich, denn er vermisste dies schon, selbst die Zeit, wo er dann ohne seinen Vater hatte auskommen müssen. Er konnte zwar nicht bestreiten, dass er nun nicht schon ein paar Orte kennengelernt hatte, die er ohne diesen Virus wohl nie zu Gesicht bekommen hätte, aber es war dennoch ein anderes Reisen als vorher.

Verwirrt sah Felix nun von Addie zu Anna und wieder zurück, allerdings verstand er immer noch nicht, was die beiden da eigentlich mit ihren Händen taten, denn er hatte dies vorher nie gesehen und er konnte sich auch nicht daran erinnern, dass er davon schon einmal etwas gehört hatte. Zudem konnte er die Zeichen auch nicht den einzelnen Wörtern zuordnen, für ihn sah es einfach aus wie ein großes Chaos, weil die beiden nicht wussten, was sie mit ihren Händen tun sollten.
"Wie unterhält sie sich mit jemanden, der dieses Handchaos nicht kann?", wollte Felix leise wissen, als er sich müde gegen Addie lehnte, die nun ungefähr auf einer Höhe mit ihm war, da sie sich immer noch in der Hocke neben ihm befand. Er hätte es sich vermutlich nicht getraut, sich einfach so an sie zu lehnen, aber er war müde und ihm ging es nicht gut, denn mittlerweile hatte er auch etwas Kopfschmerzen und er war sich mal wieder nicht ganz sicher, ob ihm nun eigentlich kalt war oder doch eher warm. Zwischendurch konnte er seinen Zustand ziemlich gut verdrängen, weil er sich mit etwas anderem ablenkte, aber nun merkte er es gerade ziemlich deutlich, er würde gerne nur noch schlafen, aber er war sich nicht sicher, ob er dies wirklich konnte. Er konnte die Tochter von Addie nicht einschätzen, auch wenn sie wohl ziemlich nett war, doch hinzu kam noch, dass er nie hier gewesen war und auch nicht wusste, wer noch alles hier war. Außerdem machte er sich Sorgen um seinen Vater, immerhin könnte dieser überall sein, vielleicht sogar hier und er würde es gerne einfach herausfinden, immerhin war Addies Tochter ja auch hier gewesen.
Als Anna ihm eine Hand entgegenhielt, drückte er sich unbewusst erst etwas gegen Addie, denn er hatte kurz gedacht, dass sie ihn zu sich ziehen würde, doch sie hielt ihm einfach nur seine Hand entgegen. Misstrauisch sah er die Hand an, doch dann nahm er sie entgegen, auch wenn es nur eine kurze Berührung war, doch er wollte Anna zeigen, dass er zumindest nicht so viel Angst vor ihr hatte und auch ein wenig vertraute, immerhin war Addie ja auch noch da. An diese schmiegte er sich auch etwas und vergrub sein Gesicht in der Halsbeuge von Addie, denn etwas unsicher war er nun doch, wie er handeln sollte und Addie war nun schon für eine Weile für ihn da gewesen, weswegen er sich bei ihr zumindest sicher fühlte und er hoffte einfach, dass Addie nichts dagegen hatte, dass er sie gerade als Teddybären missbrauchte.

@Dr. Addie Chase

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#71

RE: Arztkammer

in Erdgeschoss 28.06.2017 14:40
von Dr. Addie Chase (gelöscht)
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Seine entschuldigende Miene war wirklich niedlich, aber er sollte nicht denken, dass es schlimm für Addie wäre. Nein, sie hatte ihm ein Versprechen gegeben und auch wenn sie sich nicht lange kannte, es war die schnellste Freundschaft, die sie je geschlossen hatte. „Dann ist es eben so.“, sagte sie und nickte bestimmt.
„Na ja, aber wir reisen von Ort zu Ort und entdecken trotzdem immer etwas neues. Natürlich bleiben wir in diesem Land, weil die Umstände uns das Reisen erschweren, aber wir sollten trotzdem nicht immer alles Schwarzmalen.“ Sie wollte Felix nicht unglücklich sehen und ihn gesund zu machen, war sicher nicht die einzige Aufgabe, die sie sich vorgenommen hatte zu erledigen. Es gab noch eine, die ihr aufgab, dem Jungen Mut zuzusprechen und ihn das gute in all der Negativität sehen zu lassen.

Addie hatte ihren Mann und Annabeth zwei Jahre lang nicht mehr gesehen und doch fand sie ihre Tochter wieder. Lebendig und kaum verändert. Die Chance das David noch leben würde, war also nicht niedrig und in diesem Moment schöpfte sie neue Hoffnung. Ein kleines Lächeln machte sich auf Addies Lippen breit, als Annabeth auf Felix zu sprechen kam. Die Mutter wusste, dass sie enttäuscht war, aber sie wollte ihrem Wiedersehen keine Trauer beimischen und das schätzte sie sehr an ihrer Tochter.
Ungehalten lachte die Blondine los. „Handchoas… doch, das trifft es wohl ziemlich gut. Wenn jemand das aber nicht kann, dann versucht sie von den Lippen zu lesen oder einfache Zeichen zu verstehen. Es ist zwar schwer, aber für sie nicht unmöglich.“ Und dann lehnte sich der kleine kraftlose Körper an sie. Schwach lächelnd legte sie eine Hand auf seinen Rücken, damit er nicht nach hinten umfallen konnte. „Du sagst mir, wenn es dir schlechter geht? Ich sehe gleich mal nach ein paar Tabletten versprochen.“ Mit einer Hand gab sie Anna zu verstehen, dass die lange Reise Felix ziemlich fertig gemacht hatte.
Der Frau wurde ganz warm ums Herz, als ihre Tochter sich ebenso hinhockt, ihm mit kratzigen Worten sagte, dass er keine Angst haben brauchte und ihm die Hand hinhielt. Für einen kurzen Augenblick schloss sie ihre Augen und rief sich noch einmal die Stimme ihrer Tochter zurück. Sie schwor sich diesen Klang zu bewahren.
Felix ergriff die Hand, wenn auch nur kurz, aber ihr war es wichtig, dass die beiden sich verstanden. Es würde wohl noch dauern, bis Felix Anna genauso vertrauen würde, wie er Addie vertraute aber immerhin war dies ein erster Schritt. Wieder schmiegte er sich an die 45- Jährige und das störte sie keinesfalls, aber es rief ihr ins Gedächtnis,dass sie ihm ein paar Medikamente geben sollte. „Ich setzte mich nur hin.“, kündigte sie Felix an und setzte sich dann im Schneidersitz auf den Boden während sie den Rucksack auf ihre Beine zog. Sanft strich sie über die Schulter ihrer Tochter und fragte sie dann mit ihren Hände, sprach ihre Worte aber gleichzeitig aus, damit Felix wusste, was sie wissen wollte. „Wie lange bist du schon hier und wie viele seid ihr?“
Dann öffnete sie Rucksack, wobei ihr zuerst ein blauer Pullover entgegensprang. „Ouh, den hätte ich fast vergessen. Weißt du, wie durch Zufall waren wir in einem Secound-hand- shop und da gab es diesen tollen Pullover mit Fischen, weil das ja dein Sternzeichen ist. Ich hab ihn mitgenommen“ Diesmal waren ihre Hände viel schneller, weil sie Anna unbedingt das Kleidungsstück zeigen wollte. Und so zog sie es heraus und präsentierte es ihrer Tochter in dem sie ihn ihr vor die Nase hielt. Mit dem Kopf an der Seite vorlugend formte sie mit den Lippen ein deutliches. „Und, was sagst du?“
Dann widmete sie sich aber wieder den Medikamenten, kramte Schmerzmittel und Antibiotika und eine Flasche Wasser hervor. Jede Tablette teilte sie noch einmal in der Mitte, um Felix keine zu große Dosis zu geben. „Hier, das musst du nehmen, aber nimm einen Schluck Wasser dazu.“ Mit hochgezogenen Mundwinkeln reichte sie dem Jungen die Tabletten und die Flasche und hoffte, dass es ihm helfen würde.

@Annabeth Chase

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#72

RE: Arztkammer

in Erdgeschoss 03.07.2017 00:33
von Annabeth Chase (gelöscht)
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Mein Blick glitt von meine Mutter zu dem kleinen Felix und wieder zurück. Immer auf entsprechende Lippen bedacht. Eine Angewohnheit die sich in den letzten Monaten auch drastisch gesteigert hatte. Einfach dadurch das die Leute denen ich begegnete keine Gebärdensprache beherrschten. Jedenfalls nicht viele. Etwas anderes konnte ich wohl auch nicht erwarten.
Ich versuchte die Worten von den Lippen der beiden abzulesen und gleichzeitig auf das zu achten was Addie mir zeigte. Nicht immer ganz so leicht wie ich es mir erhofft hatte. Da sehnte man sich doch glatt nach den langweiligen alten Zeiten zurück. Auch wenn ich selbst noch gar nicht so alt war. Gerade fühlte es sich an wie eine halbe Ewigkeit. Ich gluckste stumm als ich die Reaktion des kleinen Jungen sah. Zwar nahm er meine Hand, aber dadurch merkte ich auch das es ihm nicht ganz geheuer war. Ich konnte nur ahnen was ihm wiederfahren war. Und davon abgesehen war es wohl normal misstrauisch zu sein. Ich war es ja selbst die meiste Zeit gewesen. Obwohl ich hätte zugeben müssen das mich dieses Bild, das sich hier vor mir ausbreitete, doch etwas eifersüchtig machte. Vielleicht legte man alte Gewohnheiten doch nicht ganz so schnell ab. Auch wenn es mir gleichzeitig leid tat.
Leicht legte ich den Kopf zur Seite und ließ mich ebenfalls wieder auf den Boden sinken. Felix schien krank zu sein. Äußerlich sah er aber nicht nach typischen offenen Verletzungen aus. Ich rutschte ein wenig näher zu den Beiden und sah etwas verwirrt von meiner Mutter zu dem Muster auf dem Pullover. Niemals hätte ich gedacht das ich mich über einen so simplen Pullover hätte freuen können. Nicht so wie ich es gerade tat. Ich konnte nicht einmal sagen warum, aber schon hatte ich wieder Tränen in den Augen. Ich freute mich einfach so darüber das Addie mich nicht aufgegeben hatte. Uns nicht aufgegeben hatte. Ich nahm ihn an mich und strich mit beiden Daumen über das Muster an den Seiten. Wieder gluckste ich stumm. Aber dieses mal bloß für mich. Am liebsten wäre ich meine Mom sofort wieder um den Hals gefallen. Aber zuerst musste der Junge versorgt werden. Ich grinste darüber vergnüglich. Scheinbar hatte auch sie ihre Eigenarten nicht abgelegt. Was mich ungemein beruhigte. Ich drückte den Pullover an mich als ob mein Leben davon abhing. Mit Sicherheit war dieses einzelne Kleidungsstück damit zu meinem wertvollsten Besitz geworden.
Eine perfekte Welt gab es wohl nicht mehr und hat es vielleicht auch nie gegeben, aber gerade in diesem Augenblick hätte ich am liebsten die Zeit für eine Weile angehalten. Wenn man die Umstände außer acht ließ, war es schon wieder beinahe wie früher. Nur das mir die kleinen Geschenke jetzt überhaupt nicht emhr wichtig waren. Jetzt wollte ich einfach nur meine Familie wohlbehalten wiedersehen. Und dazu fehlen nur noch die zwei treuesten Männer in meinem Leben. Mein Dad und Zed.




@Dr. Addie Chase
@Felix Winter

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#73

RE: Arztkammer

in Erdgeschoss 05.07.2017 19:51
von Felix Winter | 187 Beiträge
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Waffen Keine

Felix zuckte nur leicht mit den Schultern, denn er hätte schon gerne eine ruhigere Welt. Allerdings war er sich auch ziemlich sicher, dass man immer noch in andere Länder reisen konnte, wenn man es wollen würde, allerdings würde es dort wohl auch nicht anders aussehen als hier. Vielleicht würde aber irgendwann wieder alles in Ordnung werden, zumindest würde er diese Hoffnung nicht aufgeben, egal was auch noch alles passieren würde.
"So versteht sie doch nur andere etwas, aber wie soll sie jemand verstehen, der dieses Handchaos nicht kann?", fragte Felix verwirrt nach, denn er hatte irgendwie das Gefühl, dass Annabeth nicht reden würde. Sie hatte bisher immerhin noch nicht viel gesagt, daher würde sich dies wohl auch nicht so schnell ändern, denn schüchtern wirkte sie auf ihn nun nicht. Irgendwie fand er es ja doch ziemlich merkwürdig, aber er traute sich auch nicht wirklich da genauer nachzufragen, denn immerhin war Annabeth noch im gleichen Raum.

Felix hatte Addie wieder losgelassen, als diese sich gesetzt hatte und beobachtete nun genau, was diese machte. Stirnrunzelnd nahm er die halben Tabletten entgegen, er schluckte sie dann aber ohne groß zu fragen mit dem Wasser herunter und wartete nun, dass die Wirkung einsetzten würde. So schlecht ging es ihm aber nun auch nicht, immerhin liefen sie nun schon nicht mehr draußen herum, so dass er sich etwas würde ausruhen können. Nur die Kopfschmerzen waren etwas nervig, aber sie waren auszuhalten, denn er konnte sich noch daran erinnern, dass er mal schlimmere gehabt hatte. Müde war er dennoch ein wenig, aber momentan war die Neugier wesentlich größer, denn er würde gerne das Kloster erkunden, doch er war sich nicht sicher, ob er dies durfte, immerhin schienen hier ja schon Menschen zu leben, Annabeth war sicher nicht alleine hier.
Da er seine Neugierde aber zumindest ein wenig befriedigen wollte, lief er etwas durch den Raum, in dem sie sich gerade befanden. Interessiert sah er sich ein wenig um, denn es konnte sicher nicht schaden, wenn man etwas über den Ort wusste, wo man sich gerade befand. Außerdem hatte er das Gefühl, dass Annabeth und Addie etwas Zeit miteinander verbringen wollten. Er würde sie ja auch ganz alleine lassen, nur wusste er nicht wo er hier hingehen sollte. So wie es aussah, könnten hier immerhin jederzeit Zomtros auftauchen und darauf konnte er verzichten, wenn er alleine war.

"Wie lange das Kloster wohl schon hier steht.", überlegte Felix leise, denn es würde ihn schon ein wenig interessieren, wie viel das Kloster schon miterlebt hat. Es sah zwar nun etwas verwüstet aus hier, aber wenn hier schon länger keiner mehr gewesen war, dann war dies sogar sehr verständlich. Die Aufräumungsarbeiten würden aber wohl etwas dauern, aber vielleicht konnten sie ja ein wenig helfen, auch wenn er wohl nicht für immer hier bleiben würde. Zudem hoffte er immer noch, dass er vielleicht auf andere Kinder treffen würde, die vielleicht auch mit ihm weiterziehen würden, denn es wäre sicher schön, wenn er jemanden an seiner Seite haben würde, der diesmal vielleicht auch länger bleiben würde, damit man sich anfreunden konnte. Addie würde nun sicher bei ihrer Tochter bleiben wollen, doch er war ja vorher auch alleine zurecht gekommen, da würde er es dann sicher auch noch bis zum Gefängnis schaffen, um seinen Vater wiederfinden zu können. Vielleicht würde er ja auch wieder auf jemanden treffen, der mit ihm weiterreisen würde, immerhin hatte er so auch Addie kennengelernt.

@Dr. Addie Chase

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#74

RE: Arztkammer

in Erdgeschoss 05.07.2017 21:08
von Dr. Addie Chase (gelöscht)
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„Also Annabeth kann sprechen, aber das hat sie doch recht selten gemacht und es ist doch schon irgendwie komisch, wenn man etwas sagt, es aber nicht hören kann. Dann gewöhnt man es sich ab. Und mit simpleren Gesten funktioniert das eigentlich auch oder eben mit Stift und Papier, aber das ist auf die Dauer auch nervig. Irgendwie schafft sie es aber immer die anderen zu verstehen.“ Addie hatte diesmal nur zu Felix geredet und Anna auch nicht mit ihren Händen mitgeteilt, was sie gesagt hatte, dafür waren es zu viele Worte und es galt ja auch nur zur Information für Felix.

„Ich weiß, ich weiß… er ist etwas zu albern, aber ich dachte er könnte dir gefallen.“, formte sie deutlich mit ihren Lippen und lächelte zaghaft. Annabeths Blick machte sie doch etwas unsicher und so legte sie eine Hand in den Nacken. Doch dann wurde die Augen der Tochter ganz glasig und Addie strahlte wieder. In die Hände klatschend lachte sie. „Er gefällt dir!“ Eine Hand an Annas Wange, strich sie über diese, ehe sie wieder ihre Hände benutzte. „Ich habe einen grünen gefunden, aber ohne Muster, aber du weißt ja wie sehr ich grün mag.“
Dann widmete sie sich wieder dem Jungen zu. „Statusupdate Felix: Wie geht es dir?“ Nun strich sie auch dem Jungen über den Kopf. Ihr war sein Zustand wichtig und sie hoffte, dass ihm die Medikamente vorerst helfen würden. Artig hatte er diese zu sich genommen, ohne sich zu weigern. Als Kind hatte Annabeth sich fast immer geweigert, aber so waren Kinder eben. Und wenn sie ganz ehrlich war, dann musste sie zugeben, dass das Zeug auch überhaupt nicht schmeckte.

„Mhhh es macht einen sehr alten Eindruck.“ Als sie so darüber grübelte, wie viele Jahre das Ding schon auf dem Buckel hatte, kamen ihr weitere Fragen in den Sinn. Wieder wandte sie sich ihrer Tochter zu. „Du bist hier doch sicher nicht allein? Wie viele Leben hier und seit wann ungefähr?“ Ihr Blick ging zwischen den Beiden hin und her. „Hast du noch was, was dich interessiert? Ich glaube aber nicht, dass Anna weiß wie als das Kloster ist.“, sagte sie lachend und schloss ihren Rucksack wieder, blieb aber immer noch auf dem Boden sitzen.

@Annabeth Chase
//Sorry, aber mehr wollte mir einfach nicht einfallen. :/

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#75

RE: Arztkammer

in Erdgeschoss 11.07.2017 11:26
von Annabeth Chase (gelöscht)
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Immer noch hielt ich den Pullover in der Hand, während ich dem Gespräch der Beiden versuchte zu folgen. Allerdings wurde meine Geduld heute auf eine überaus harte Probe gestellt. Misstrauen war hier kein Thema. Ich vertraute meiner Mutter voll und ganz. Und sie vertraute dem Jungen. Also tat ich das auch. Mein Kopf musste das alles aber erst einmal verarbeiten. Nach den letzten anstrengenden Tagen und dem wenigen Schlaf hatte ich so meine Probleme mich wirklich langfristig zu konzentrieren.
Ich blieb einfach sitzen und versuchte das was direkt an mich weitergegeben wurde zu verstehen. Sicherlich würde Addie Felix etwas erklären. Jedenfalls machte das den Eindruck auf mich. Dann legte ich, immer noch grinsend, den Pullover in meinen Schoß und kramte selbst in meinem kleinen Rucksack. Viele Nahrungsmittel hatte ich nicht, aber der Junge schien eine Mahlzeit gebrauchen zu können. Mehr als ich. Stumm fischte ich die Dose Tomatensuppe aus meinem Rucksack und schob die Felix, als er sich wieder zu uns drehte, hinüber. Dabei klapperte das Holz des Bogens, den ich immer noch um den Oberkörper gelegt hatte, leicht mit der Spitze auf dem Boden. Ich hatte ihn schon so lange das ich ab und zu vergaß etwas mir so befremdliches zu besitzten. Jedoch war der Bogen schon mehr als ein mal äußerst nützlich gewesen.
Als meine Mutter sich dann wieder mir widmete und auch gleich nachfragte was los war, versuchte ich ihr zu erklären was in den letzten Tagen alles geschehen war. Auch wenn das eine ganze Menge für mich darstellte. Ich erzählte ihr händetechnisch das ich schon ein paar Leute in diesem Kloster gesehen und begegnet war. Den einen oder anderen verarztet hatte. So gut es mir nunmal möglich war. Ich teilte ihr auch mit das es hier noch viele Untote geben musste. Wenn sie das nicht selbst schon längst rausbekommen hatten. Dann zog ich den kleinen Notizblock hervor und tippte mit dem Zeigefinger auf ein paar Namen. Die meisten davon waren bereits tot, aber dennoch hatte ich es ihnen zu verdanken das ich überhaupt noch am Leben war. Dabei glitt mein Finger auch über den Namen von Zed, was mich lautlos zum schnaufen brachte. Wir hatten uns aus den Augen verloren, aber ich wollte nicht glauben das auch er sein Leben lassen musste. Von allen war er derjenige der am meisten Durchhaltevermögen zeigte. Ohne ihn wäre ich vor ein paar Wochen definitiv ertrunken.
Ich packte die Blätter wieder in meinen Rucksack. Fast jede freie Fläche war bereits beschrieben gewesen. Trotzdem waren mir diese unscheinbar wirkenden schmalen Blätter wichtig. Dann schulterte ich den kleinen Rucksack wieder und spürte das er wesentlich leichter geworden war. Den Pullover meiner Mutter legte ich wiederum über meine Schultern und band die Ärmel vorn zusammen. Mittlerweile war es nicht mehr so kalt wie zu Anfang. Vielleicht hatte man sich auch einfach nur an die Kälte gewöhnt. Ich konnte die Tage die ich tatsächlich richtig trocken war an einer Hand abzählen. Es war ein Wunder das man sich nichts eingefangen hatte.
Mein Blick glitt hin und wieder durch den Raum, war dem Jungen leicht gefolgt und öfters zur einzigen Türe gewandert. Ich erklärte meiner Mom das ich gerade mit jemandem auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz war, als ich von der Frau getrennt wurde. Aber ich war mir sicher das es hier zumindest ein paar Betten geben musste. Ich erzählte ihr alles was ich über dieses Gebäude wusste und erwähnte auch das es hier wohl so etwas wie einen Anführer gab. Allerdings wusste ich nicht ob er sich noch hier befand. Trotzdem rechnete ich fast fest damit. Jedoch konnte ich zu der Beschaffenheit des Klosters nichts besonderes sagen. Ich wusste weder wie alt es war, noch wie und warum es entstanden war. Ich konnte lediglich per Gebärdensprache weitergeben das es hier wohl auch noch vereinzelte Mönche gab die sich hier auskennen müssten. Einen von ihnen hatte ich immerhin bei Sebastian gesehen. Aber wirklich hilfreich schien ich nicht sein zu können.



@Dr. Addie Chase
@Felix Winter

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